Allgemeine Berichte | 10.11.2017

Landesweite Demografiewoche in Mainz

Vorstellung des Projektes „Wir sind Kirchspiel Anhausen“

Die Meilensteine des Projekts „Wir sind Kirchspiel Anhausen“ wurden präsentiert. privat

Mainz/Anhausen. Mit einer Auftaktveranstaltung in Mainz startete kürzlich die dritte landesweite Demografiewoche in Rheinland-Pfalz. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Demografieministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Startschuss einer vielseitigen Woche, in der sich mehr als 220 Veranstaltungen mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen beschäftigen.

„Unsere Erfahrungen aus vielen Jahren Demografiepolitik, unsere zahlreichen Gespräche im ganzen Land, zeigen deutlich, dass die Menschen sich unter der eher abstrakten Überschrift „Demografischer Wandel“ ganz konkrete Fragen stellen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Eröffnungsrede.

„Wie geht es weiter mit unseren Dörfern und Gemeinden im ländlichen Raum? Wie können wir hier für die Jungen und für die Alten gute Voraussetzungen für das Leben und Arbeiten aufrechterhalten oder neu entwickeln? Und wie können wir der steigenden Zahl an alten und hochaltrigen Menschen in unserem Land auch in Zukunft gute Lebensbedingungen bieten, ohne dabei die Jungen aus dem Blick zu verlieren?“, so die Ministerpräsidentin.

Das 2014 von ihr eingesetzte Demografiekabinett habe deshalb im vergangenen Herbst beschlossen, die Demografiestrategie „Zusammenland Rheinland-Pfalz – Gut für Generationen“ in den kommenden Jahren insbesondere auf die beiden Ziele „Gut leben im ländlichen Raum für Jung und Alt“ und „Gut leben im Alter“ auszurichten. Das spiegele auch die diesjährige Demografiewoche wieder.

„Gut leben im Alter – Zusammen Wirken in Rheinland-Pfalz“

Die Auftaktveranstaltung stand unter dem Titel „Gut leben im Alter – Zusammen Wirken in Rheinland-Pfalz“. „Wir sehen in der stärkeren Vernetzung und Kooperation, in dem Zusammenführen von Ressourcen und Kompetenzen und in der direkten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Ansatz für die zukunftsfähige Gestaltung der Lebensbedingungen vor Ort“, hob Demografieministerin Bätzing-Lichtenthäler hervor.

Im Rahmen innovativer Wohn – und Quartierskonzepte war die Gemeinde Anhausen gebeten worden, ihr Projekt „Wir sind Kirchspiel Anhausen - Realisierung eines gemeindeintegrierten Wohn- und Dienstleistungsangebotes für Seniorinnen und Senioren im Kirchspiel Anhausen“ in der Eröffnungsveranstaltung vorzustellen.

Meilensteine des Projektes präsentiert

Durch Vortrag im Plenum und Austausch am Infostand wurden die Meilensteine des Projektes, das mit einer ausführlichen Bewohnerbefragung begann, präsentiert:

1. Alt werden zu Hause… Barrierefreie Anpassung von vorhandenem Wohnraum. Dazu aktive Mitarbeit des heimischen Handwerks am Konzept. Sicherstellung von benötigten Dienstleistungen aus Pflege und Assistenz für ein alt werden zu Hause.

2. Förderung alternativer Wohnmodelle … „Gemeinsam ist besser als einsam“. Beratung und Umsetzungshilfen zu verschiedensten alternativen Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens und Wohnens im Alter.

3. Wohnen mit Service … Neubau von 20 barrierefreien Mietwohnungen in Anhausen. Sicherstellung benötigter Dienstleistungen aus Pflege und Assistenz.

4. Infrastruktur“ … Erhaltung und Erweiterung der Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen sowie ärztlicher und therapeutischer Angebote.

5. Ehrenamtliches Engagement“ … Aufbau ergänzender ehrenamtlicher Hilfen im Kirchspiel. Fachliche Beratung und Begleitung der freiwilligen Helfer*innen. Gründung eines Bürgervereins.

6. Land.digital … Nutzung moderner digitaler Technik zur Unterstützung des Lebensalltages sowie zur Kommunikation und zur Koordination aller Leistungen im Rahmen des Projektes.

7. Förderungsberatung ... Beratung und Begleitung zu den Möglichkeiten finanzieller Förderung aller im Projekt angesprochenen Leistungen in Zusammenarbeit mit Beratungsstellen.

Ministerin Sabine Bätzing – Lichtenthäler hob abschließend den innovativen Charakter des Anhausener Projektes als Alternative zu bestehenden Hilfesystemen und den Blick auf die ganze Lebenssituation der Gemeinden als besonders zukunftsfähig hervor. Diese Bestätigung ist Ansporn für die Projektgruppe des Kirchspiels Anhausen und alle Beteiligten, die angestrebten Ziele zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zu verwirklichen. Nähere Informationen zur Auftaktveranstaltung und zur Demografiewoche unter www.demografiewoche.rlp.de.

Auch am Infostand herrschte ein reger Austausch.

Auch am Infostand herrschte ein reger Austausch.

Die Meilensteine des Projekts „Wir sind Kirchspiel Anhausen“ wurden präsentiert. Fotos: privat

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