ver.di ruft am Standort Koblenz zu einer wöchentlichen Arbeitsniederlegung auf
Vorweihnachtliche Streiks bei Amazon
Koblenz. Die Gewerkschaft ver.di rief die Amazon-Beschäftigten am Standort Koblenz auf, sich in der Woche vor Weihnachten am Streik zu beteiligen. Die Arbeitsniederlegung begann mit der Nachtschicht am Montag, den 16. Dezember und wird noch bis zum Ende der Spätschicht am Samstag, 21. Dezember fortgesetzt. ver.di will die umsatzstarke letzte Woche vor dem Weihnachtsgeschäft nutzen, um weiterhin Druck für Tarifverträge beim online-Riesen Amazon zu fordern.
„Die Beschäftigten von Amazon finden nach wie vor, dass sie für ihre Arbeitsleistung einen zu geringen Verdienst erhalten. Tarifliche Leistung wäre außerdem ein Weihnachtsgeld, das für die über zwei Jahre beschäftigten Versandmitarbeiter derzeit 1528,- Euro betragen würde. Amazon zahlt lediglich 400 Euro,“ erläutert Streikleiterin Maria Rinke.“ Gerade im Weihnachtsgeschäft wird von den Mitarbeitern einiges abverlangt, Stress und Überstunden sind auf der Tagesordnung, das sollte ordentlich mit einem tariflichen Weihnachtsgeld honoriert werden.“
Neben der Anerkennung der Tarifverträge für Einzel- und Versandhandel, fordert ver.di schon länger einen Tarifvertrag „Gute und gesunde Arbeit“. Ein Bestandteil dieses Tarifvertrags wäre ein gut ausgestatteter Gesundheitsfonds, über dessen Verwendung gewerkschaftliche und betriebliche Interessensvertreter mitbestimmen. Amazon verweigert bislang Verhandlungen über Tarifverträge mit der Gewerkschaft ver.di.
Pressemitteilung
ver.di Landesbezirk
Rheinland-Pfalz-Saarland

„Die Beschäftigten von Amazon finden nach wie vor …“ --- Fraglich an dieser Aussage ist, ob die Gewerkschaft ver.di hier für alle Arbeitnehmer bei Amazon spricht und wie dieses Ergebnis zustande kam, also über Umfragen / Abstimmungen oder ob hier wieder unzulässig pauschalisiert wird.