Allgemeine Berichte | 04.10.2022

Osteifelweg im Brohltal mit neuem Verlauf

„Vulkan-Expreß“ nun direkt ans Wanderwegenetz angebunden

Die Fahrgäste des „Vulkan-Expreß“ auf der Brohltalbahn können nun auf perfekt markierten Wegen nach Maria Laach oder zur Burg Olbrück und nach Bad Neuenahr wandern. Foto: Martin Hörger

Düren / Brohl-Lützing. Der 127 km lange Osteifelweg verläuft von Bonn entlang des Laacher Sees und der Burg Eltz bis an die Mosel. Im Brohltal hat die traditionsreiche Route des Eifelvereins nun einen neuen Verlauf über den Bahnhof Engeln erhalten. Die Fahrgäste des „Vulkan-Expreß“ auf der Brohltalbahn können nun auf perfekt markierten Wegen nach Maria Laach oder zur Burg Olbrück und nach Bad Neuenahr wandern.

Traditionsreicher Weg zwischen Bonn und Mosel

Seit 1912 betreut der Eifelverein die beliebte Nord-Süd-Tour durch die Osteifel. In acht Tagesetappen führt dieser Hauptwanderweg von Bonn südwärts über die Landskrone nach Bad Neuenahr. Durch dichte Wälder und über aussichtsreiche Höhen geht es sodann weiter ins Brohltal, nach Maria Laach und weiter nach Monreal, von wo der Weg durch das idyllische Eltzbachtal bis nach Moselkern führt. Zahlreiche Burgen und Schlösser, wie z.B. Burg Olbrück, Schloss Bürresheim oder die Burgen Pyrmont und Eltz säumen den Weg.

Im Brohltal ist die Route nach einer Idee der Brohltalbahner in enger Zusammenarbeit zwischen Eifelverein, Touristik-Experten, Ortsgemeinden und der Naturschutzbehörde nun auf einen neuen, noch attraktiveren Verlauf umgelegt worden.

Dreh- und Angelpunkt des Fernwanderweges wird im Bereich Brohltal künftig der Bahnhof Engeln sein. Wer mit dem „Vulkan-Expreß“ hier eintrifft, hat vom Rhein her nicht nur 400 Höhenmeter überwunden, sondern kann nun fantastische Wandermöglichkeiten genießen. Neben der „Eifelleiter“ lockt hier nun auch der Osteifelweg zu einem perfekt markierten Wandervergnügen.

Nach Norden hin führt der Weg nun über Brenk zur mächtigen Burg Olbrück, von dort hinüber zum Rodder Maar, wo er mit der Eifelleiter zusammentrifft. Gemeinsam geht die Route weiter zum Königssee und kurz darauf (nun wieder getrennt) mit fantastischen Aussichten weiter nach Schalkenbach. Anschließend führt der Weg durch tiefe Wälder nach Bad Neuenahr und weiter nach Bonn. Ein beschilderter Zuweg von Niederdürenbach zum Bahnhof Oberzissen ermöglicht auch interessante Teilstreckentouren z.B. von Engeln nach Oberzissen oder von Oberzissen nach Bad Neuenahr.

Wen es eher nach Süden zieht, der kann nun von Engeln über Wehr ca. 9 km nach Maria Laach wandern. Dort lohnt stets ein Besuch des Benediktinerklosters und des Laacher Sees. Der „Freizeitbus Vulkanpark“ (Linie 322) bringt Teilstreckenwanderer im Sommerhalbjahr täglich im Stunden- bzw. Zweistundentakt zurück nach Engeln. Wer weiter wandert, den erwartet nicht nur das idyllisch gelegene Schloss Bürresheim, sondern im weiteren Verlauf das Fachwerkstädtchen Monreal ebenso wie die Burg Pyrmont und die Burg Eltz. In Moselkern endet dieser östlichste der Nord-Süd-Wege des Eifelvereins am dortigen Bahnhof.

Enge Zusammenarbeit aller Beteiligten

Möglich wurde die neue Route, die touristisch nun noch attraktiver ist, durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. „Unsere Fahrgäste wünschten sich schon lange gut beschilderte Wanderwege vom Bahnhof Engeln zur Burg Olbrück oder nach Maria Laach“, schildert Michael Hergarten von der Brohltalbahn den Ursprung der Idee. „Der bislang die Gleise nur querende Osteifelweg war somit ideal um diesen Wunsch umzusetzen, zumal der alte Verlauf die touristischen Highlights der Vulkanregion Laacher See teilweise links liegen ließ“, so Hergarten weiter.

Beim seinerzeit zuständigen Hauptwegewart des Eifelvereins, Robert Eckert, ist das Projekt direkt auf offene Ohren gestoßen. „Gerne unterstützt der Eifelverein solche Projekte, die wie hier, nicht nur den Wanderweg selbst attraktiver machen, sondern zudem einen echten Mehrwert für die Region bieten“, sagt Eckert. „Da die Brohltalbahn als Initiator die gesamte Abstimmung mit dem Tourismusverband sowie den Ortsgemeinden und Behörden übernommen hat, fiel es uns recht leicht, das Vorhaben über unsere Ortsgruppe Brohltal sowie über den Hauptverein in Bezug auf die Markierungsarbeiten und deren Pflege zu unterstützen, ergänzt Manfred Rippinger als Geschäftsführer des Eifelvereins.

Die neue Wegeführung ist ab sofort in der Natur markiert und lädt zur Entdeckung ein. Ob als Mehrtagestour auf dem Gesamtverlauf zwischen Bonn und Mosel oder als Tagesausflug z.B. vom Bahnhof Engeln nach Bad Neuenahr (ca. 24 km) lädt der neue Weg zu erholsamen Stunden in der Natur ein. Tourenvorschläge hat die Brohltalbahn auf ihrer Internetseite www.vulkan-express.de/stationen-und-ausfluege aufbereitet.

Die neue Wegeführung ist ab sofort in der Natur markiert. Foto: Brohltalbahn

Die neue Wegeführung ist ab sofort in der Natur markiert. Foto: Brohltalbahn

Die Fahrgäste des „Vulkan-Expreß“ auf der Brohltalbahn können nun auf perfekt markierten Wegen nach Maria Laach oder zur Burg Olbrück und nach Bad Neuenahr wandern. Foto: Martin Hörger Foto: Martin Hoerger

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Titelanzeige
Rund ums Haus
Dauerauftrag
2+1 Aktion
Auftrag, Nr. AF2026.000438.0, August 2026 Teil2
Kirmes Oberzissen
Stellenanzeige Mechatroniker
Empfohlene Artikel
 VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Erster Kreisbeigeordneter Pascal Badziong beim Fassanstich.
7

Thür. Im Urlaub verblüfft der Sohn die Eltern mit der Ankündigung: „Ich gründe eine Band.“ Um sie zwei Stunden später ähnlich wortkarg noch mehr zu verblüffen: „Die Band steht.“ Und kein Jahr später feierte diese, Donnerwerk, ihr öffentliches Debüt beim Rock am Sumpf 2026 in Thür. Als Schirmherrn der Veranstaltung versprachen VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und für den Kreis Pascal Badziong nicht zu...

Weiterlesen

Weitere Artikel