Allgemeine Berichte | 24.10.2018, 15:45 Uhr

Wachtberger Wander-Verein e. V.

Wachtberger Wander- Verein auf großer Fahrt

Wachtberg. Normalerweise führen die Wandertouren des Wachtberger Wander-Vereins als Ganz- oder Halbtagswanderungen durchs Drachenfelser Ländchen und in die nahe gelegenen Wandergebiete an Ahr, Mosel und Rhein oder des Bergischen Landes, des Siebengebirges und der Eifel. Doch zwei Mal im Jahr geht der Verein auf große Fahrt und bietet mehrtägige Wanderfahrten in entferntere Wanderregionen. Diese Wanderfahrten dauern im Allgemeinen drei oder vier Tage und geben den Teilnehmern Gelegenheit, andere interessante Landschaften und kulturelle Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen.

Auch in diesem Jahr hat der Verein wieder eine Frühjahrs- und eine Herbst-Wanderfahrt veranstaltet.

Ziel der Frühjahrs-Wanderfahrt, die im Juni stattfand, war Lenzkirch-Saig im südlichen Hochschwarzwald. Es standen drei Wanderungen auf dem Programm. Die erste Wanderung führte direkt von der Unterkunft der Wandergruppe, dem Hotel Ochsen, auf den 1190 m hohen Hochfirst. Sie wurde begleitet von einem ortskundigen Wanderführer, der viel über die Geschichte und die Geographie der Gegend zu berichten wusste. Am zweiten Tag der Wanderfahrt wurde der Feldberg, der mit 1493 m höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen, erklommen. Dabei erfuhren die Teilnehmer Interessantes über die Flora und Fauna der Region. Am dritten Tag schließlich stand die Wutachschlucht auf dem Programm. Die Wutach, die ursprünglich in die Donau floss, wurde am Ende der letzten Eiszeit zum Rhein umgelenkt. Die durch starke Erosion entstandene Schlucht ist nicht nur für Geologen von höchstem Interesse, sondern auch eine äußerst spektakuläre Wanderstrecke.

Anfang Oktober starteten 22 Mitglieder des Wachtberger Wander-Vereins zur Herbst-Wanderfahrt nach Bollendorf an der Sauer im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark. Auch hier waren drei Wanderungen vorgesehen. Zum „Einlaufen“ begaben sich die Teilnehmer von Burg Bollendorf aus, wo sie auch wohnten, auf eine 7 km lange Wanderstrecke zu dem Ende des 18. Jh. von der Abtei Echternach als Sommerresidenz für ihre Äbte errichteten Schloss Weilerbach. Am nächsten Tag ging es über die Grenze in die kleine Luxemburgische Schweiz. Start einer Rundwanderung durch Hochwald mit schönen Aussichten auf das Sauertal war die Château-Ruine Beaufort. Auch die dritte Wanderung verlief auf der luxemburgischen Seite des Naturparks, und zwar von der Heringer Mühle zur Consdorfer Mühle. Der Rundwanderweg führt entlang riesiger Felsmassive und stellenweise durch deren Spalten hindurch. Auf der Heimfahrt von dieser unvergesslichen Tour besuchten die Teilnehmer noch Echternach, die älteste Stadt des Großherzogtums Luxemburgs, mit ihrer imposanten romanischen Basilika und dem Grab des Heiligen Willibrord.

Beide Wanderfahrten fanden bei den jeweiligen Teilnehmern großen Anklang. Ausführliche Berichte mit anschaulichen Fotos können auf der Website des Wachtberger Wander-Vereins unter http://www.wachtberger-wander-verein.de/ abgerufen werden.

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