Allgemeine Berichte | 27.01.2023

Währungsommstellung

von Helmut Krämer

Helmut Krämer.  Foto: privat

Dat Leewe schraifd emmer widder näie Geschichde. Als em Januar 2002 die goode aale DM geje den Euro engetauschd wore es, goof et domet en der maisde Famillije kään Schwierichkaide.

Ganz annerschd wor dat baim Frieda on dem Gustav en der Heddesdorfer Strooß en Näiwidd. Dat Frieda hadd sich nämlich von ihrem Haushaldungsgeld su noh on noh en „stelle Reserve“ zeregg geläächd. Met der Zaid wor su en ganz nedde Bedraach zesamme gekomme, von dem ihre Mann nadierlich nix wesse dorfd.

Wail et vor Ennbrecher Angst hadd on dofor, dat dä Gustav henner ihr Schlich kääm, hadd et Frieda die Aangewohnhaid, ihr „Schmuugeld“, wie se dat genannt hädd, an stännisch wechselnde, ganz sichere awer net alldäächliche Stelle em Haus ze vosteggele. Als nu die letzde Daache von der DM koomen, hädd et Frieda doch ihrem ääjene Hennere net mie getraud.

Wat solld se mache? Jetz koom alles raus, denn se moßd nuudgedronge ihr Schmuugeld och en Euro umtausche. Se es also henner dä Ofe gekroche, ääne von denne ständisch wechselnde Gehaimplädds, on – se hädd en et Leere gegreffe.

Et wor kään Geld mieh do! De Schregg es ihr en alle Glieder gefahre. Wo wor dat Geld, wo hadd se dat zeletzd vosteggeld? Se hädd gesoochd on gesoochd, alles wor vogeewens.

Se hadd sich hald net gemerkd, wat fier en Vostegg se zoletzd benotzd hadd. En ihrer Nuud es ihr nix anneres iwwerisch geblewwe, als ihrem Gustav die Sach ze baichde.

Hä hädd en ganze Daach metgesoochd, awer dat Geld och net gefonne. Jetz wor goode Rood däier. On emmer dann, wenn gar nix mieh helfe dood, wärd mer widder fromm on dood beede. Dä Gustav hädd off et Tapet gebraachd, se solld mol zomm hailije Antonius beede. Dat wär doch schließlich dä zostännische Hailije wenn et doromm giehn dääd, volorene Sache widder ze fenne.

Et Frieda hädd net nur gebeed, sondern noch ääne droffgesaddeld on dem hailije Antonius fennef Euro vosproche, wenn hä ihr helfe dääd, dat Geld ze fenne. Ihrem Gustav hädd se dovon nadierlich nix gesood, domet hä ihr net vorwerfe konnd, dat se voschwenderisch wär.

Dä letzde Umtauschdaach wor aangebroche, awer de hailije Antonius hadd och net geholfe. Dat schiene Geld, dat schiene Geld – et wor voscholle. Woche sinn vogange, et wor schon Mai. Et Frieda hädd wie jedes Johr die Wendersache weggeräimd on die Sommerbrogge rausgeholld.

Pletzlisch, wat hädd zwesche denne kochze Onnerboxe vom Gustav gerascheld? En Plastikfolie engeweggeld koom dä lang gesoochde DM-Schatz zomm Vorschain.

Jetz awer schnell zor Landeszentralbank! Do hannse die DM zomm Glegg noch en Euro ommgetauschd.

Nur fennef DM hädd sich dat sparsame Frieda met de Wochde zereggbehaale: „Isch hann dem hailije Antonius zwar fennef Euro vosproche. Dä wääs awer doch nix von der Währungsomstellung, dä kraid noch DM!!!“

Helmut Krämer. Foto: privat

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