Allgemeine Berichte | 18.12.2018

Forstamt Adenau: Bewirtschaftung war geprägt von Sturm- und Käferholzaufarbeitung

Wälder haben 2018 gelitten

Das Sturmtief Burglind forderte hier „Opfer“ im Privatwald auf Gemarkung Leimbach.Landesforsten RLP / Dietmar Ebi

Adenau. Das Jahr 2018 begann für die Wälder im Forstamt Adenau turbulent. Die beiden Stürme Burglind und Friederike warfen gleich im Januar rund 20.000 Festmeter Holz, überwiegend Fichtenstammholz, aus dem Staats-, Gemeinde- und Privatwald auf den Boden. Die Aufarbeitung und Vermarktung dieser Hölzer prägten so das erste Halbjahr. „Die Märkte waren da schon überflutet mit Windwurfhölzern aus den Hauptschadensgebieten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen“, weiß Forstamtsleiter Winand Schmitz zu berichten. „Und dann kam es nach dem trockenen und heißen Sommer aber noch dicker....“

Ab August zeigten sich die ersten Befallsherde der Borkenkäfer. „Buchdrucker und Kupferstecher hatten optimale Entwicklungsbedingungen und bei den geschwächten Fichten leichte Beute“, lautet die Diagnose. Bis zum Jahresende sind schon über 30.000 Festmeter des Käferholzes aufgearbeitet und es geht kontinuierlich weiter ins nächste Jahr. Der Preisverfall ist besonders schmerzhaft, da für das beeinträchtigte Holz bis zu 40 Prozent des Frischholzpreises als Preisabschlag von den Kunden eingefordert werden. Nur der hohe Kalamitätsholzanfall beschert den kommunalen Forstetats in 2018 die hohen Überschüsse. „In Summa bleiben für die Gemeinden des Forstamtes rund 600.000 Euro übrig - aber der Substanzverlust im Wald ist überproportional hoch“, stellt Winand Schmitz fest. „Und es steht zu befürchten, dass es in 2019 so weitergeht, da solche Insektenmassenvermehrungen regelmäßig andauern.“

Deshalb hat das Forstamt Adenau den Waldbesitzern für 2019 Planvorschläge unterbreitet, die sich auf die Aufarbeitung des kommenden Käferholzes konzentrieren und nicht auf den Einschlag von Frischholz basieren. Der Wunsch des Forstamtsleiters für 2019: „Einen feuchter, wechselhafter Winter, der den Käfern in Form von Pilzbefall stark zusetzt ... und bloß keinen Sturm.“

Pressemitteilung

Forstamt Adenau

Forstwirt Werner Sonntag kontrolliert bei der Aufarbeitung von Käferholz im Stadtwald Adenau die Rinde auf Entwicklungsstadien des Buchdruckers.

Forstwirt Werner Sonntag kontrolliert bei der Aufarbeitung von Käferholz im Stadtwald Adenau die Rinde auf Entwicklungsstadien des Buchdruckers.

Das Sturmtief Burglind forderte hier „Opfer“ im Privatwald auf Gemarkung Leimbach.Fotos: Landesforsten RLP / Dietmar Ebi

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