Erster Westerwälder Hospizlauf
Wäller schwitzen für den guten Zweck
Dernbach. Da sich das Westerwälder Hospiz in Dernbach über Spenden finanziert, werden immer wieder neue Wege gesucht, um Spenden zu akquirieren. So entstand die Idee, einen Spendenlauf für Kinder und Erwachsene zugunsten des Hospizes zu veranstalten.
Insgesamt beteiligten sich 128 Läufer, davon 35 Kinder und 93 Erwachsene. Die Regularien beim Spendenlauf sehen vor, dass die einzelnen Runden der Läufer gezählt werden und vorher wird festgelegt, wie viel pro Runde gespendet wird.
Das kann der einzelne Läufer selbst entscheiden, oder sich einen Sponsoren suchen, oder auch selbst als Sponsor für andere Läufer zur Verfügung stehen. Für den Fall, dass ein Läufer keinen Sponsor gewinnen konnte, hatte das Hospiz spendable Förderer zur Hand. So kam es, dass jeder Läufer herzlich willkommen war, egal, ob für seine Runden kleine, oder große Beträge gespendet wurden.
Die Kleinsten zeigen großen Einsatz
Beim Kinderlauf hatten die Drei- bis Achtjährigen Jahren eine Laufstrecke von 200 Metern durch den Klostergarten in Dernbach zu durchlaufen. In der tollen Atmosphäre des Klostergartens zeigten schon die Kleinsten, dass sie für die gute Sache bereit sind, sich zu plagen und sportlich zu betätigen. Die Laufzeit der Kinder war genau auf 15 Minuten begrenzt, sie sollte auch bei der herrschenden Hitze nicht überfordert werden. Angefeuert von ihren Eltern, Verwandten und Bekannten, die ein dichtes Spalier um die Strecke bildeten, wurden trotzdem sehr gute Ergebnisse erzielt. Zwei Kinder haben innerhalb von 15 Minuten sagenhafte 13 Runden gelaufen, was einer Strecke von 3.000 Metern entspricht.
Im Anschluss nach dem Kinderlauf folgte der Lauf für „die Großen“. An diesem Lauf konnte jeder teilnehmen, der noch einigermaßen gut zu Fuß ist. Deshalb stellte sich ein buntes, illustres Feld dem Startschuss, der von Maria Hebgen, der Leiterin des Hospizes und Elisabeth Disteldorf, der Geschäftsführerin der Katharina Kasper HOSPIZ GmbH, gemeinsam ausgeführt wurde. Das Feld setzte sich zum Teil aus ambitionierten, voll im Saft stehenden Läufern ebenso wie Eltern mit Kinderwagen zusammen. Viele liefen in Gruppen, um sich bei großer Hitze gegenseitig zu unterstützen und zu helfen. Immer wieder wurden die Teilnehmer aufgefordert, sich an den Versorgungsstationen mit Wasser zu versorgen, um Flüssigkeitsverlust vorzubeugen.
Die Läufer hatten eine Stunde lang eine anspruchsvolle Strecke von ca. 400 Metern zu durchlaufen, wobei auch Steigungen zu bewältigen waren. Bei der Schlussabrechnung konnten die Organisatoren fünf Sportler mit einem kleinen Präsent erfreuen, sie hatten die meisten Runden gelaufen. Ein Läufer brachte es auf sagenhafte 35 Runden, drei Läufer folgten mit je 31 Runden und ein weiter mit 30 Runden. Alle hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt.
An Start und Ziel hatten die Veranstalter für die Zuschauer des Spendenlaufes ausreichend für die Versorgung gesorgt, gekühlte Getränke, Bratwürstchen und Kuchen warteten auf Abnehmer. Natürlich glichen die Teilnehmer an dem Spendenlauf nach Beendigung des Laufes ihren Kalorien – und Flüssigkeitsverlust durch Einnahme von fester und flüssiger Nahrung ebenfalls aus.
Der Erfolg des ersten Westerwälder Hospizlaufes gab den Initiatoren Recht, auch wenn das Ergebnis noch nicht feststeht. Beim nächsten Spendenlauf werden sicherlich noch mehr Teilnehmer zu verzeichnen sein, denn das Ereignis wird sich rumsprechen. Sich sportlich zu betätigen und dabei noch ein soziales Projekt zu unterstützen, das ist eine Mischung, die anspricht.
