Allgemeine Berichte | 02.10.2019

Städtische Bewegungskita St. Anna unterwegs in der Natur

Waldwoche, Lauftreff und Apfelernte

Die Kinder bei der Apfelernte.Fotos: privat

Remagen. Draußen zu sein in der Natur, das ist für Kinder ein tolles Erlebnis. Bewegung an der frischen Luft macht Spaß, stärkt das Immunsystem und fördert das Lernen mit allen Sinnen. Deshalb bietet die Städtische Bewegungskita St. Anna in Remagen für ihre Kinder verschiedene Bewegungsprojekte an.

Immer freitags kommen die Vorschulkinder in sportlicher Kleidung in die Kita, denn sie haben schon vor dem Kita-Frühstück ihren Lauftreff. Gemeinsam mit den Lauftreff-Erzieherinnen machen sie sich auf den Weg in den Park am alten Friedhof. Dort kann man wunderbar Bewegungsübungen trainieren. Das Rundenlaufen, Pferdchenhüpfer, Hampelmann, Staffellauf, Gymnastikübungen, allein oder mit Partner, alles dient der Fitness und auch der Konzentration, nicht zuletzt im Hinblick auf die Schule.

Auch Ausflüge in den Wald gehören in der Kita St. Anna schon lange zum festen Programm. Im nunmehr zweiten Jahr organisiert die Wald-AG im Team einmal im Monat komplette Waldwochen für angemeldete Kinder ab vier Jahren.

Dann heißt es morgens: Wanderschuhe schnüren, Jacken anziehen und Rucksack aufsetzen mit Sitzkissen, Sonnenhut, Sammeltüte und ordentlich Proviant. Das Wandern ist zwar eine „Lust“ macht aber auch hungrig. So ging es im Laufe der zweiten Waldwoche in diesem Kindergartenjahr zum Lützelbach und zur Waldburg. Die Kinder sammelten Lehm in der roten Erde oberhalb der Apollinariskirche. Spannend und abenteuerlich wurde es auf dem Philosophenweg. Dort probierten die Kinder die neue Waldschaukel aus, die extra für die Waldwochen angeschafft worden war. Außerdem kletterten sie mit Seilen, die am Hang an Bäumen festgebunden wurden. Da war es wichtig, sich gegenseitig zu helfen. Die Wald-AG legt großen Wert darauf, dass Kinder durch solche Gruppenerlebnisse im Sozialverhalten gestärkt werden und ein Wir-Gefühl entwickeln. Auf die wachsame Hilfe seiner „Kumpels“ bauen konnte so auch ein Junge, dessen Schuh in der Wildschweinsuhle stecken geblieben war. Schnell war die missliche Lage beendet, die Tränen getrocknet und es ging weiter beim Tierspuren-Suchen in der Natur. Bei dieser Wanderung fanden die Kinder auch einen riesigen Bovist und sammelten die ersten Herbstfrüchte des Waldes ein.

Am letzten Tag der Waldwoche war der Weg nicht ganz so weit und führte auch „nur“ durch das Stadtgebiet: Der Förderverein der Kita St. Anna unter der Leitung von Tanja Backenecker und Regina Martin hatte wieder zur Apfelernte eingeladen. Diesmal nahmen die Vorschulkinder und die Waldkinder daran teil. Gemeinsam mit Axel Friedrich und Thomas Haas, dem Pächter der Streuobstwiese, begrüßten Tanja Backenecker und Regina Martin die Kinder. Nach einem leckeren Frühstück ging es los. Ausgerüstet mit Eimern und Körben begannen Kinder und Erwachsene die Äpfel von den Bäumen zu pflücken und schöne Früchte von der Wiese aufzulesen. Zwei riesige Kisten auf einem Anhänger wurden mit Früchten gefüllt.

Die Kinder waren begeistert dabei und natürlich landete der ein oder andere Apfel nicht im Eimer, sondern in einem Kinderbauch. Wie schon in den letzten beiden Jahren brachten Thomas Haas und Axel Friedrich die Äpfel nachmittags zu einem Obstbauernhof, wo sie professionell zu Apfelsaft verarbeitet werden. Dieser Saft wird später in der Kita verkauft. Der Erlös kommt durch den Förderverein der Kita St. Anna zugute.

Im Namen aller Kinder und dem St. Anna-Team dankte Frau Kloth, die Kita-Leiterin, Frau Backenecker, Frau Martin, Herrn Haas und Herrn Friedrich für ihr Engagement. Auf den fertigen Saft warten die Kinder schon gespannt, denn der wird sicher wieder sehr lecker schmecken.

Die Kinder an der Wildschweinsuhle.

Die Kinder an der Wildschweinsuhle.

Die Kinder bei der Apfelernte.Fotos: privat

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