Allgemeine Berichte | 12.09.2013

Weihbischof Dieser feiert Gottesdienst mit Gläubigen und bittet für Frieden in Syrien

„Wallfahrt in Barweiler eröffnet“

Der Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser eröffnete mit einem Pontifikalamt die diesjährige Wallfahrt in Barweiler. privat

Barweiler. Ein feierliches Pontifikalamt des Trierer Weihbischofs Dr. Helmut Dieser war am 8. September der Startschuss für die diesjährige Wallfahrtszeit im Hocheifelort Barweiler. In den kommenden Wochen bis zum Fatima-Abend am 14. Oktober werden wieder einige tausend Pilger zur Wallfahrt „Unsere Liebe Frau mit der Lilie, Königin des Friedens“ erwartet.

Der Weihbischof erinnerte die Gläubigen in der gut gefüllten Kirche daran, dass tags zuvor Papst Franziskus die Menschen dazu aufgerufen hatte, für das Ende der Gewalt und einen dauerhaften Frieden in Syrien zu beten. Mit der Wallfahrt zur Königin des Friedens habe man nun selbst die Möglichkeit, dazu etwas beizutragen. „Maria, die Frau, die geglaubt hat, ist die Königin des Friedens“, betonte Dieser. Er appellierte an die Gottesdienstbesucher, glaubende Menschen zu sein und Gott mehr zuzutrauen als uns selbst.

In seiner Predigt machte der Weihbischof deutlich, dass das Fest Mariä Geburt nur im Rückblick entstanden sein könne, denn sie selbst habe wohl zu ihren Lebzeiten ihren Geburtstag nie gefeiert. Das sei damals nicht üblich gewesen. Die Menschen hätten in großen Sippen und Clans zusammengelebt, in denen Maria wahrscheinlich keine besondere Stellung innegehabt hätte. Und doch sei sie nach Jesus, dem außergewöhnlichen Menschen der ganzen Menschheitsgeschichte, von ganz herausragender Bedeutung. „Keine Frau der Welt wird so verehrt wie sie“, sagte der Weihbischof. Das Besondere und Einzigartige der Gottesmutter stamme direkt vom Himmel und sei nicht irdisch zu erklären. Ohnehin gehe die Logik der Welt, so nachvollziehbar sie auch sei, niemals ganz auf und werde letztlich dem menschlichen Wesen nicht gerecht. „Sie kann die Angst nicht wirklich nehmen und wird immer an eine Grenze kommen, ab der sie nicht mehr gilt.“ Der Weihbischof erläuterte auch die „Logik des Himmels“, die einerseits verheißungsvoll klinge, andererseits aber schwierig fassbar sei. Vor allem dem Wort Gottes im eigenen Leben Raum zu geben, sei wichtig: Das gehe meist in kleinen Schritten und werde sichtbar in großen aber auch kleinen Taten. Das bedeute beispielsweise, dass Wohlhabende nie ihren Reichtum nur für sich selbst in Anspruch nehmen dürften, sondern anderen damit weiterhelfen sollten. Je mehr man für Gott und für den Nächsten tue und gebe, umso näher komme man dem Himmelreich.

Die Wallfahrt zur Muttergottes mit der Lilie in Barweiler hat ihren Ursprung in der Reformationszeit, in der sich das Dorf dem Protestantismus erfolgreich widersetzte. Nicht so der Nachbarort Üxheim, weshalb ein Hausierer eines Nachts aus der dortigen Kirche das heutige Gnadenbild „Maria die Himmelskönigin mit dem Jesuskind im Arm“ nach Barweiler brachte. Der Überlieferung zu Folge schmückten junge Mädchen im Sommer 1726 die Altäre der Pfarrkirche mit Blumen und steckten dabei der Muttergottesstatue eine Lilie in die rechte Hand. Da die Blumen ohne Wasser blieben, verdorrten sie bald. Doch im September des gleichen Jahres, um das Fest Mariä Geburt, begann die Lilie von neuem, 15 Knospen zu treiben. Die Echtheit des Wunders fand in der Folge kirchliche Anerkennung. Seither kommen jeden Herbst von Anfang September bis Mitte Oktober Pilger aus dem gesamten Eifelraum nach Barweiler, viele davon als Fußprozessionen.

Der Trierer Weihbischof Dr. Helmut Dieser eröffnete mit einem Pontifikalamt die diesjährige Wallfahrt in Barweiler. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Daueranzeige
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Koblenz blüht 2026
Osterangebot
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Lange Samstage
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Anlagenmechaniker
fit für`s Alter?
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Anzeige KW 14
Ostergrußanzeige
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Stellenanzeige