Barmherzige Brüder Saffig
Wallfahrt nach Maria Martental
Saffig. „Gottes Wort Leben“, so lautete das Motto der diesjährigen Wallfahrt nach Maria Martental, an der zahlreiche Einrichtungen zur Betreuung geistig oder körperlich behinderter und psychisch kranker Menschen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz teilnahmen.
Anlässlich des Festes der „Sieben Schmerzen Mariens“ fand für die Teilnehmer ein abwechslungsreich gestalteter, mit Gesang und Tanz verbundener und einem Gottesdienst abgeschlossener Tag statt. Dabei kehrten alle Beteiligten nicht nur mit einem Lächeln auf dem Gesicht, sondern auch mit einer wichtigen Erkenntnis zurück: Es ist gut, dass es mich gibt.
Nachdem die Pilger aus Saffig das Kloster erreicht hatten, blieb ihnen nicht lange Zeit, den Frieden und die Ruhe des mitten im Wald gelegenen Wallfahrtsortes auf sich wirken zu lassen: So fand zur Begrüßung gleich ein offenes Singen statt, bei dem die Gäste selbst bestimmen konnten, zu welchem Lied sie ihre Gesangskünste unter Beweis stellten. So wurde beispielsweise mit Stücken wie „Halte zu mir guter Gott“ das Gotteshaus mit lautstarkem Gesang, verbunden mit Bewegung und schallendem Klatschen, erfüllt.
Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihrer Kreativität beim Gestalten von Namensschildern freien Lauf zu lassen und sich unter anderem auf Baumscheiben oder einem Armband aus Perlen zu verewigen. Nach dem Mittagessen im Pilgerheim konnte man aus einem Angebot an Aktivitäten frei wählen. Insbesondere das Spiel mit dem Schwungtuch im Kirchenhof und das Gestalten von Mandalas fanden großen Zulauf und sorgten für allgemeine Heiterkeit. Den Höhepunkt bildete die abschließende heilige Messe, bei der sich noch mal alle Pilger in der Kirche versammelten und gemeinsam einen abwechslungsreichen Gottesdienst gestalteten. Ein besonderes Highlight waren dabei die Aufführungen der Menschen mit Behinderung, die den Zuschauern mit sichtlicher Spielfreude näherbrachten, dass Gott ihnen in Zeiten der Not und Ungerechtigkeit immer beisteht und hilft. Doch auch die schönsten Tage haben ein Ende, und so mussten die Teilnehmer am späten Nachmittag zwar erschöpft, doch überglücklich und mit einer Gewissheit heimkehren: Sie waren nicht zum letzten mal dabei.
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