Swisttaler Messdiener waren auf Wallfahrt nach Rom
Wallfahrt stand unter dem Motto “Willst du mit mir gehen“
Swisttal. Sie sind Messdiener, wie Tausende von Jungen und Mädchen vor ihnen. In Buschhoven, Heimerzheim, Miel, Morenhoven, Odendorf und Ollheim stehen sie sonntags am Altar und unterstützen den Priester bei der Eucharistiefeier. Und dann kommt diese Aufforderung “ Willst du mit mir gehen “ - Willst du dich mit den 2200 Messdienern aus dem Erzbistum Köln zur Messdienerwallfahrt auf den Weg nach Rom machen. Und 22 Jungen und Mädchen aus Swisttal haben “JA“ gesagt und sind diesem Ruf in die Ewige Stadt gefolgt. 24 Stunden dauerte die Anreise mit der Bundesbahn und so bot sich für Pater Marek, Pater Peter, Ricarda Schüller und Frank Schmitz die Möglichkeit die Jugendlichen auf die Wallfahrt einzustimmen. Glücklich aber auch müde erreichten sie Rom und fuhren ins vatikanische Gästehaus der Franziskanerinnen, wo sie in dieser Woche Unterkunft fanden. Natürlich galt der erste Besuch dem Petersdom. Tausende Jugendliche zogen auf dem Petersplatz ihre mitgebrachten Talare und Rochetts an und als Messdiener zogen sie dann gemeinsam in den Petersdom ein. Wiebke Feldmann und Viola Sokoll schwärmte, wir durften durch den abgesperrten Mittelgang zum Hauptaltar ziehen. Dort begrüßte der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner in der Eröffnungsmesse seine große Messdienerschar. Sonst sitzen hier in den ersten Reihen die hohen Würdenträger mit und ohne Bart, sagte Meisner. Weiter sagte er, es ist ein wunderbares Bild, an dieser Stelle Junge Christen und dann auch noch aus meiner Diözese begrüßen zu können. Meisner hatte kurz vorher ein Gespräch mit Papst Franziskus und von der Messdienerwallfahrt geschwärmt. Rom, in der die römische Epoche und die Geschichte des Christentums allgegenwärtig ist, bietet viele Anlaufpunkte für Pilger. Wiebke und Viola berichten, wir haben viel über die Stadt Rom erfahren und auch „Rom bei Nacht“ kennengelernt. Die vielen Sehenswürdigkeiten haben uns sehr beeindruckt. Forum Romanum, Coloseum, Piazza del Popolo, Spanische Treppe, Trevibrunnen, Piazza Navona, Campo di fiori, Pantheon, viele Kirchen und vieles vieles mehr. Die Swisttaler Minis besichtigten die Calixtus-Katakomben und natürlich besuchten sie auch die Kirche „Quo vadis, Domine“, wo sie einen eigenen Gottesdienst feierten. Diese Kirche, die von den Michaelitenpatres betreut wird, (die Swisttaler Patres gehören auch dem Michaeliten Orden an) befindet sich an der Stelle, wo nach einer Legende, der Apostel Petrus auf seiner Flucht aus Rom Jesus begegnete und ihn fragte „Quo vadis, Domine?“ („Wohin gehst du, Herr?“). Jesus antwortete: „Nach Rom, um mich erneut kreuzigen zu lassen.“ Nach diesen Worten kehrte Petrus nach Rom zurück und wurde gekreuzigt. Der Höhepunkt der Wallfahrt war natürlich die Papstaudienz auf dem Petersplatz. Die Swisttaler hatten sich schon sehr früh auf den Weg gemacht, um einen guten Platz zu bekommen. Das frühe Aufstehen hatte sich dann auch gelohnt. Den Papst so nah und live zu erleben war für alle ein großes Erlebnis. Nach einer Woche war diese schöne Reise zu Ende. In Swisttal Heimerzheim wurden die Wallfahrer von der Gemeinde empfangen und Wiebke Feldmann und Viola Sokoll berichteten auch hier: „Wir haben mit allen Teilnehmern der Messdienerwallfahrt die Eröffnungsmesse im Petersdom und die Abschlussmesse in Sankt Paul vor den Mauern gefeiert. Wir haben eine tolle Gemeinschaft erlebt und viel Spaß miteinander gehabt. Einige Tage waren sehr lang, und die Nächte kurz. Die Beine und Füße taten manchmal weh. Aber wir blicken gerne auf diese gemeinsame Rom-Wallfahrt mit viel Spaß und schönen Erlebnissen zurück. Auf die Frage „Willst du mit mir gehen“ haben wir “Ja“ gesagt und dafür Begeisterung, Freundschaft und Gemeinschaft erfahren dürfen. Natürlich ist uns an vielen Stellen Jesus begegnet und wir haben uns mit seinem Leben und Wirken beschäftigt. Wir haben überlegt, was die Nachfolge bedeutet, und wie wir Jesus heutzutage nachfolgen können.“
Pater Marek rief den Wallfahrern zum Abschluss in der Heimerzheimer Pfarrkirche Sankt Kunibert zu: „Nachfolge hört nicht nach der Wallfahrt auf, sondern muss im Alltag umgesetzt werden. Nur weil ihr mit in Rom ward, heißt es nicht, dass ihr bessere Christen seid. Mein Christ sein muss sich im Alltag zeigen, so wie ich lebe und mit anderen Menschen umgehe! Bevor sich alle zusammen zu einem Abschiedsfoto aufstellten, bedankten sich Wiebke Feldmann und Viola Sokoll unter großem Beifall bei den Betreuern, aber besonders bei Pater Marek und Pater Peter, die mit sehr viel Engagement diese Wallfahrt ermöglicht hatten.
