Kreisdirektorin Annerose Heinze zu Gast im Siegburger Kreishaus
Wanderausstellung „Die Gerufenen“ feierlich eröffnet
Rhein-Sieg-Kreis. Kürzlich hat Kreisdirektorin Annerose Heinze gemeinsam mit Michaela Hriberski, Generalsekretärin des Bundes der Vertriebenen und Horst Tschage, stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Rhein-Sieg, die Wanderausstellung „Die Gerufenen“ – Deutsches Leben in Mittel- und Osteuropa im Foyer des Siegburger Kreishaus eröffnet. Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung mit flotten osteuropäischen Liedern auf einem elektronischen Akkordeon durch Musiker Albert Schmidt. Wanderung, Niederlassung und Heimischwerden sind zentrale Themen europäischer Geschichte. Die Besiedlung mittel-, ost- und südosteuropäischer Regionen seit dem Mittelalter durch deutsche Auswanderer ist Teil dieses Geschehens. Die Ausstellung „Die Gerufenen“ dokumentiert mit zahlreichen Bildern die Migrationsgeschichte der Deutschen und umfasst eine Zeitspanne von 800 Jahren. Von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer und vom Böhmerwald bis zum Kaukasus werden Siedlungsgebiete vorgestellt, in denen Deutsche gemeinsam mit anderen Völkern lebten. Gezeigt werden auch die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen in den Zuzugsgebieten, die zur Einwanderung reizten oder von den Siedlerinnen und Siedlern angestoßen oder verstärkt wurden. So können sich die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung unter anderem ein Bild von der Bäderkultur in Böhmen, der Grenzwehr in Siebenbürgen oder der Weinanbau im Kaukasus machen. Interessantes erfahren die Besucher über den Eisenbahnbau in Litauen, die Bergbautechnik in den Westkarpaten oder die Textilproduktion im polnischen Lodz. Zudem veranschaulicht ein interaktiver Landkartentisch die Wanderströme der deutschen Siedlerinnen und Siedler und liefert Informationen über die jeweiligen Zuwanderungsregionen. Für Kreisdirektorin Annerose Heinze ist das deutsche Kulturerbe ein fester Bestandteil einer gemeinsamen europäischen Kultur. „Ich bin froh, dass auch junge Menschen dank dieser Wanderausstellung erfahren, welchen bedeutsamen Beitrag deutschstämmige Menschen für die gesamteuropäische Kultur geleistet haben“, sagte Kreisdirektorin Annerose Heinze. Weitere Informationen über die Wanderausstellung „Die Gerufenen“ gibt ein Ausstellungskatalog, der an der Informationstheke des Kreishauses erworben werden kann. Die Ausstellung des Bundes der Vertriebenen Kreisverband Rhein-Sieg ist noch bis zum 26. September zu den üblichen Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen.
Pressemitteilung
des Rhein-Sieg-Kreises
Von links: Musiker Albert Schmidt, Peter Börner, ehemaliger Vorsitzender des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Rhein-Sieg, Kreisdirektorin Annerose Heinze, Michaela Hriberski, Generalsekretärin des Bundes der Vertriebenen und Horst Tschage, Vizevorsitzender des Bundes der Vertriebenen, Kreisverband Rhein-Sieg, am integrativen Landkartentisch.Foto: Privat
