Allgemeine Berichte | 27.03.2019, 09:11 Uhr

Eine Gedenktafel für den Rheinbrohler Judenfriedhof

Wanderer auf historische Stätte aufmerksam machen

Die neue Tafel steht nun am Wegesrand vor dem Judenfriedhof (v.l.n.r.) Ortsbürgermeister Oliver Labonde, Dieter Scharrenbach, Carla Wilkes und Franz-Josef Heßler (alle Heimat- und Verschönerungsverein) sowie Avadislav Avadiev, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz. Foto: STUKO
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Rheinbrohl. Kürzlich empfingen Ortsbürgermeister Oliver Labonde und Vertreter des Heimat- und Verschönerungsvereins Besuch aus Koblenz. Avadislav Avadiev ist der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz und auch Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Er war gerne gekommen, um über Maßnahmen am Rheinbrohler Judenfriedhof zu sprechen und eine Gedenktafel ihrer Bestimmung zu übergeben.

Initiiert wurde diese Tafel von Dieter Scharrenbach, Vorstandsmitglied im Heimat- und Verschönerungsverein. Der Judenfriedhof im Lampenthal wird somit ausgewiesen und lädt Wanderinnen und Wanderer ein, hier einen Moment innezuhalten und sich an die ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren Geschichte zu erinnern. Auch das Leben der Frauenrechtlerin Johanna Loewenherz wird hier aufgegriffen. Textlich wurde die Tafel von Andreas Kossmann verfasst und finanziert durch den Heimat- und Verschönerungsverein. Zudem hat der Bauhof der Verbandsgemeinde Bad Hönningen den Rahmen er- und aufgestellt.

Da es das Wetter am Besuchstag nicht zuließ, länger vor Ort zu verweilen, nahm man gerne die Einladung von Ortsbürgermeister Oliver Labonde an, die Gesprächsrunde im Rathaus Gertrudenhof fortzuführen. Labonde bedankte sich bei allen Beteiligten und Avadislav Avadiev gab noch einige Einblicke in die jüdische Bestattungskultur und in seine Arbeit. Daraus ergab sich die Überlegung für einen weiteren Austausch, über die nun folgenden Maßnahmen rund um den Judenfriedhof hinaus. Unter anderem soll baldmöglichst ein neuer Zaun angebracht und ein zweiter Eingang geschaffen werden, sodass man seine Spazier- oder Wanderroute auch über den Friedhof fortsetzen kann.

Die neue Tafel steht nun am Wegesrand vor dem Judenfriedhof (v.l.n.r.) Ortsbürgermeister Oliver Labonde, Dieter Scharrenbach, Carla Wilkes und Franz-Josef Heßler (alle Heimat- und Verschönerungsverein) sowie Avadislav Avadiev, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz. Foto: STUKO

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