Verschönerungsverein Kirchspiel Anhausen
Wandern für einen guten Zweck mit 130 Teilnehmern
Glühwürmchen & Fledermäuse waren Highlight des Tages
Anhausen. Die Raiffeisenbank Neustadt bot eine Wanderung durch den Kirchspielswald an, bei der eine Spendensumme von aufgerundet 3.000 Euro für den Verschönerungsverein zusammenkam. Vorsitzender Frank Krause bedankte sich bei den fleißig helfenden Mitarbeitern und Vorständen Konrad Breul und Martin Leis für diesen tollen Abend.
130 Erwachsene und viele Kinder wanderten auf versteckten Wegen auf einem Stück der Iserbach-Schleife vorbei am Veltens-Weiher bis zum Dreikirchspielsstein und wieder zurück zur Grillhütte. Bestes Sommerwetter begleitete die Wanderfreudigen, von denen einige auch ihre Vierbeiner mitgebracht hatten.
Erste Zwischenstation machte die Gruppe am Veltens-Weiher. Der ehemalige Kleinmaischeider Revierförster Friedhelm Kurz wusste zu berichten, dass die Einheimischen hier früher das Schwimmen gelernt haben. Heute wird das Gewässer vollständig der Natur überlassen und ist ein wichtiges Biotop in der Region, das zur Artenvielfalt beiträgt. Nicht nur der Eisvogel, ein selten gewordener Bewohner, fühlt sich hier heimisch.
Der Dreikirchspielsstein war der zweite Halt auf dem Weg zurück zur Grillhütte. Die Bedeutung dieser Landmarke, an der sich drei Wege treffen, ist für Wandernde zunächst kaum erkenntlich. Eine Infotafel klärt daher auf und Mitglieder des Verschönerungsvereins erläuterten die Besonderheit auch für die Mitwandernden. An dieser unscheinbaren Stelle mitten im Thalhauser Wald treffen drei Kirchspiele aufeinander, darunter Maischeid und Anhausen. Besonders im Mittelalter hatte diese Grenzregion eine große Bedeutung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Man kann sich das so ähnlich vorstellen, wie heute das Dreiländereck, an dem die Grenzen dreier Länder und damit auch unterschiedliche Zuständigkeiten aufeinandertreffen.
An der Grillhütte angekommen, hatte die Raiffeisenbank bereits für Verpflegung gesorgt. Bei Steak, Würstchen mit Brötchen und kühlen Getränken hatten die Gäste Zeit, sich zu stärken und auf die zweite Etappe des Tages vorzubereiten: den Weg zu Fledermäusen und Glühwürmchen.
Gegen 21:00 Uhr startete Friedhelm Kurz für alle Interessierten einen kurzen Erklärfilm über heimische Fledermäuse. Um 21:30 Uhr wurde es dann spannend. Es ging zum Jagdrevier der Fledermäuse, wo die Tiere in der Dämmerung gut zu beobachten waren. Das Highlight waren aber sicherlich die hunderten von Glühwürmchen, die sich nach und nach entlang des Weges zeigten, als die Dämmerung zunahm. Die kleinen Leuchtkäfer verwandelten den Thalhauser Wald wie in einem Märchen und verzauberten die Wanderfreunde mit ihrem Licht. Die vielen Kinder waren begeistert.
