Allgemeine Berichte | 08.08.2018

Bei der „Geschichtenwanderung“ von Eifelverein und Rheinbach Liest standen wieder Abenteuer im Wald im Mittelpunkt

Wandern mit Latte Igel, Drache Kokosnuss und Hörbe

Geschichtenwanderung im Startpunkt. Privat

Rheinbach. Wanderparkplatz in Merzbach. Gut 30 Geschichten- und Wanderfreunde versammeln sich um Gerd Engel, Rheinbach-liest-Vize und die 12-jährige Emily Beichelt. In der Hand haben die beiden den Kinderbuchklassiker „Hörbe mit dem großen Hut“ von Otfried Preußler und lesen im Duett. Hörbe hat einfach Lust, mal in die Welt hinaus zu wandern, der Tag ist ihm viel zu schade, um zu arbeiten. Aber es ist schwierig, einen Mitwanderer zu finden. Nun, dieses Problem haben Gerd Engel und Emily offensichtlich nicht.

An der nächsten Station, dem im Halbdunkel gelegenen Stiefelsbach, kommt Sebastian Lybecks „Latte Igel und der Wasserstein“ an die Reihe. Der kleine Igel macht sich wegen des ausbleibenden Regens auf die Suche nach einem magischen Stein, der im Besitz des Bärenkönigs Bantur sein soll. Immer sind es markante Stellen, sorgfältig ausgewählt und von der Länge genau richtig für die „Kernzielgruppe“. Bei dem nur müde dahinplätschernden Bächlein und der andauenden Trockenheit können die von Engel verteilten Halbedelsteine vielleicht als „Wassersteine“ Abhilfe schaffen. Die Kinder nehmen die Vermutung Ernst und überlegen, welch Fontäne wohl entstände, wenn alle Wassersteine auf dem Boden aufeinander gelegt würden.

„Das Besondere an der Geschichtenwanderung: Die Texte können während des Weiterwanderns nachwirken“, erzählt Engel. „Es verbinden sich durch Literatur angeregte Fantasie mit Naturerleben.“ Nach jeder Station wird das entsprechende Buch zum häuslichen Weiterlesen an eine Familie weitergegeben.

„Die Wegstrecke ist auch im dritten Jahr die Gleiche“, berichtet Elsbeth Bois vom Eifelverein, die mit Ehemann Adolph extra von einer Familienfeier gekommen ist, um die Veranstaltung zu betreuen. „Jedes Mal erleben wir die Strecke anders, weil die Geschichten andere sind.“

Neu in diesem Jahr ist, dass die Vorleser wechseln. Der von Engel beharrlich vorgetragenen Aufforderung „Wer möchte?“ findet bald Gehör. Text Nummer fünf aus Lindgrens „Ronja Räubertochter auf einer schattigen Wiese lesen beispielsweise Emily mit der gleichaltrigen Nele und ihrer Mutter. Ronja und Birk von den verfeindeten Räuberbanden springen sich gegenseitig aufziehend über den Höllenschlund, bis Ronja Birk sogar retten muss. Ein würdiger Abschluss!

Ziel und Einkehrpunkt ist traditionell im zum „Lesegarten“ umgestalteten Privatgarten von RL-Mitglied Christiane Stockmanns in Neukrichen. Dort warten Claudia Althausen mit Tochter Annette auf die durstigen und hungrigen Wanderer mit einem Imbiss. Gemütliche Sitzgelegenheiten und Bücherkisten stehen bereit. Die nächsten 90 Minuten werden wieder mit entspanntem Lesen und Vorlesen verbracht, ehe die Gruppe gegen halb neun zufrieden den Heimweg antritt.

Die nächste Kooperationsveranstaltung von Eifelverein und „Rheinbach liest“ ist am 29. November „fiction in the forest“ für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren. Infos unter eifelverein-rheinbach.de und rheinbach-liest.de

Der kleine Drache Kokosnuss brachte alle zum Lachen.

Der kleine Drache Kokosnuss brachte alle zum Lachen.

Im Lesegarten von Christiane Stockmanns in Neukirchen.

Im Lesegarten von Christiane Stockmanns in Neukirchen.

Geschichtenwanderung im Startpunkt. Fotos: Privat

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