Die Gleichstellungsbeauftragte informiert:
Wanderung von Hanroth nach Raubach
Offener Frauentreff am Mittwoch, 13. November mit Axel Hillenbrand vom AWO Betreuungsverein
Puderbach. Der Wettergott hatte ein Herz für die Frauen des Offenen Frauentreffs und so konnte im schönsten Sonnenschein von Hanroth nach Raubach gewandert werden. Erkundet wurde ein weiterer Teil des geplanten Ika-Freudenberg-Weges. Ika Freudenberg ist eine im 19. Jahrhundert in der Eisenhütte Raubach (heute Papierfabrik Metsä Tissue) geborene Frauenrechtlerin. Vom Ortseingang in Hanroth ging es entlang von Wiesen zum Neubaugebiet Pfarrkaul, über den Holzbach nach Raubach und vorbei an der Kirche zum Alten Kindergarten in Raubach. Dort hatte das Helferteam des Offenen Frauentreffs bereits ein leckeres Frühstücksbuffet vorbereitet. Beim gemütlichen Frühstück mit Kaffee wurden Neuigkeiten ausgetauscht und interessante Gespräche geführt. Zum Abschluss gab Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach, einen Ausblick auf die verbleibenden Termine des Jahres.
Offener Frauentreff
Beim nächsten Offenen Frauentreff am Mittwoch, 13. November wird Axel Hillenbrand vom AWO Betreuungsverein einen Vortrag zum Thema „Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht“ halten. Leiden, Krankheit, Sterben: Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin? Bei jeder medizinischen Versorgung ist die Einwilligung des Patienten erforderlich. Doch was ist zu tun, wenn der Patient krankheits- oder unfallbedingt nicht einwilligen kann? In solchen Situationen kann eine Patientenverfügung eine wichtige Form der Vorsorge sein. Wie und wann schreibe ich eine Patientenverfügung? Was hat es mit der Betreuungsverfügung auf sich? Und wozu braucht man eine Vorsorgevollmacht? All diesen Fragen wird Herr Hillenbrand in seinem Vortrag von 9.30 bis 1130 (Einlass: 9 Uhr) im Diakonie-Treff, Mittelstraße 18, 56305 Puderbach nachgehen. Hierzu sind alle interessierten Frauen eingeladen. Anmeldungen bitte bis Sonntag, 10. November an Ute Starrmann, ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach, unter Tel. (0 26 84) 57 00 oder ute.starrmann@online.de.
25 Jahre Frauenhaus Westerwald
Im Oktober wird das Frauenhaus Westerwald 25 Jahre. Aus diesem Anlass laden die Vorstandsfrauen und die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses zu einer Jubiläumsfeier am Freitag, 25. Oktober in der Stadthalle Hachenburg ein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit einem Sektempfang. Nach dem Sektempfang eröffnet Frau Barbara Metzer, langjährige Vorstandsfrau, die Veranstaltung mit einer Begrüßung. Der Abend wird musikalisch vom Trio „Dolicé“ aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz begleitet. „Dolicé“ beeindruckt durch seine Interpretationen moderner Musik aus verschiedenen Genres auf die klassische Art. Als besonderen Act dürfen wir die Poetry-Slam Künstlerin und Feministin Ella Anschein begrüßen. Das Programm der Wortakrobatin Ella Anschein verspricht lyrische Vielfalt mit sensiblen aber auch witzigen Texten zu Selbstbewusstsein, Fremdbestimmung, Schönheitsklischees und Gewalt gegen Frauen.
Bei ihren Auftritten setzt sich Ella mit aktuellen frauenpolitischen und gesellschaftlichen Themen auf ihre engagierte aber auch provokative Art und Weise auseinander und sorgt bei ihrem Publikum für Heiterkeit und sicherlich auch Nachdenklichkeit. Das Frauenhaus Westerwald wurde im Jahr 1994 eröffnet und bietet seitdem Frauen und Kindern, die von Gewalt in engen sozialen Beziehungen betroffen sind, Schutz, Unterkunft und Unterstützung. In den 25 Jahren nahmen über 2100 Frauen und Kinder dieses Angebot in Anspruch. Viele der Frauen haben jahrelange physische Gewalt erfahren, sowie psychische und seelische Demütigungen erlebt, ehe sie den Schritt aus der Gewaltbeziehung gegangen sind. Im Frauenhaus werden sie unterstützt, das Erlebte zu verarbeiten und eine selbstbestimmte, gewaltfreie Lebensperspektive für sich und ihre Kinder zu entwickeln. Die Unterstützungsangebote umfassen konkrete Hilfestellungen bei allen anstehenden Angelegenheiten, wie z. B. Umgang mit Behörden, Antragstellung, Begleitung zu Ämtern und Terminen usw. Wichtig ist die psychische Stabilisierung der Frauen, sie zu ermutigen, ihren eigenen Fähigkeiten und Stärken wieder zu vertrauen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit im Frauenhaus ist die Unterstützung der Kinder, die mit ihren Müttern im Frauenhaus leben. Sie sind immer auch von der Gewalt betroffen, sei es, dass sie selbst Opfer von Misshandlungen waren oder dass sie Gewalt gegenüber der Mutter miterleben mussten. Die Kinder haben im Frauenhaus eigene Ansprechpartnerinnen, die ihnen in Gesprächen, mit Spielen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten helfen das Erlebte zu verarbeiten.
An das Frauenhaus angegliedert ist eine Frauenberatungsstelle, die ambulante Beratung für alle Frauen anbietet, die von Gewalt in engen sozialen Beziehungen bedroht oder betroffen sind, unabhängig von einer Aufnahme ins Frauenhaus. In einem persönlichen oder telefonischen Beratungsgespräch werden gemeinsam mit den Frauen Lösungsmöglichkeiten entwickelt, um eine weitere Eskalation von Gewalt und Demütigung zu verhindern. Jährlich nehmen über 200 Frauen dieses Angebot in Anspruch. Der Trägerinnenverein „Frauen für Frauen e. V.“ und das Team des Frauenhauses Westerwald würde sich sehr freuen, viele Interessierte in der Stadthalle Hachenburg zur Jubiläumsveranstaltung begrüßen zu dürfen. Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei Allen bedanken, die das Frauenhaus Westerwald in den vergangenen 25 Jahren mit ihrem Engagement unterstützt haben, sowie bei allen SpenderInnen für die Geld- und Sachspenden. Jede Spende hat dazu beigetragen die so wichtige Arbeit des Frauenhauses sicher zu stellen und zu optimieren.
Wer an der Feier in Hachenburg teilnehmen möchte, kann sich bei melden unter Tel. (0 26 84) 57 00 oder per E-Mail: ute.starrmann@online.de.
Im Dezember findet wie gewohnt die Adventsfeier statt.
Pressemitteilung
Ehrenamtliche
Gleichstellungsbeauftragte
der VG Puderbach
De Frauen auf ihrer Wanderung.
