Eifelverein Remagen unterwegs auf dem Eifelsteig
Wanderung durch das Korallenriff
Zwischen Hillesheim und Gerolstein gab es Relikte eines Urzeitmeers zu bestaunen
Remagen. Hillesheim zählte vor langer Zeit zu den bedeutendsten Orten der ganzen Eifel. Aber im Lauf der Jahrhunderte wurde es in schrecklichen Kriegen nicht weniger als viermal geplündert und niedergebrannt. Geblieben ist trotzdem ein liebenswertes Stadtbild. Vom Eifelsteig hatten die Remagener den schönsten Blick auf die großartige, turmbewehrte Stadtmauer. Dann führte der Weg durch das idyllische Bolsdorfer Tälchen und zu den Mühlsteinhöhlen am Rother Kopf. Dort erwartete eine kleine, aber höchst lohnende hölzerne Aussichtsplattform die Eifelfreunde.
Höhepunkt dieser Etappe aber sind unbestreitbar die „Gerolsteiner Dolomiten“. Sie sind das berühmte Wahrzeichen dieser Stadt. Unglaublich hohe, senkrechte Felsen, gut 100 Meter über dem Talniveau, sind das Relikt eines vor 380 Millionen Jahren dort in einem subtropischen Flachmeer entstandenen Korallenriffs. Dann wich das Meer zurück, geblieben ist das Riff. Einige dieser atemberaubenden schlanken Felstürme wurden von der Wandergruppe über abenteuerliche Zickzackwege und über fest installierte Leitern bestiegen. Und als ob dies alles nicht schon genug Attraktionen wären, gab es auf dem Weiterweg auch noch eine große Karsthöhle zu bestaunen. Buchenloch heißt sie, ist gute 31 Meter lang, und in der Altsteinzeit haben in ihr sogar Neandertaler gelebt. Vom Gipfel der Munterley hatten die Remagener Wanderer einen großartigen Blick hinunter ins Kylltal und auf die Stadt Gerolstein. Das Etappenziel so nah schon vor Augen gab es doch keinen direkten Weg hinunter durch die Felswände. Der Eifelsteig machte vielmehr einen etliche km weiten Bogen dorthin. Aber er belohnte die Wanderer mit so mancher prächtigen Orchidee, die unmittelbar am Wegrand blühte.
