Allgemeine Berichte | 07.09.2026, 15:15 Uhr

Warum ältere Menschen im Krankenhaus plötzlich verwirrt werden

Im Rahmen der Veranstaltungsreiche „Medizin verstehen“ informiert Dr. Thomas Lepping (Chefarzt Akutgeriatrie und Frührehabilitation, li.) über typische Anzeichen, mögliche Auslöser sowie Vorbeugung und Behandlung von Delir-Zuständen.  Foto: Joachim Gies | Marienhaus
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Operation ist gut verlaufen, doch plötzlich ist die 90-jährige Patientin nicht mehr wiederzuerkennen: Sie ist unruhig, verweigert Medikamente und fragt nach ihrem bereits verstorbenen Ehemann. „Hinter der plötzlich auftretenden Verwirrtheit kann ein akutes Delir stecken“, erklärt Dr. Thomas Lepping, Chefarzt der Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am 22. September nimmt er sich persönlich Zeit, um über typische Anzeichen, mögliche Auslöser sowie Vorbeugung und Behandlung von Delir-Zuständen aufzuklären. Der Infoabend ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Für Angehörige sind solche Veränderungen oft erschreckend und schwer einzuordnen“, weiß Dr. Lepping. Deshalb möchte er mit seinem Infoabend Wissen und Sicherheit vermitteln – damit Angehörige im Ernstfall besser verstehen, was mit einem geliebten Menschen geschieht, und wissen, wie sie ihn unterstützen können.

Ein Delir kann insbesondere ältere Menschen treffen, die ins Krankenhaus kommen – etwa nach einem Sturz, einer Operation oder aufgrund einer akuten Erkrankung. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, der Einnahme mehrerer Medikamente sowie bereits bestehender kognitiver Vorbelastungen. „Ein Krankenhausaufenthalt bringt viele ungewohnte Eindrücke mit sich: eine fremde Umgebung, wechselnde Bezugspersonen, Schmerzen, neue Medikamente, eine Narkose oder medizinische Hilfsmittel“, erklärt Dr. Lepping. „All das kann ein Delir zusätzlich begünstigen.“

Das Geriatrie-Team des Klinikums ist auf die Behandlung älterer Patientinnen und Patienten mit komplexen Erkrankungen sowie auf den besonderen Unterstützungsbedarf von Menschen mit Delir oder auch Demenz spezialisiert. Die Expertinnen und Experten setzen bereits von Beginn an auf die Vermeidung delirfördernder Faktoren – beispielsweise durch eine angepasste Kommunikation, eine sorgfältige Überprüfung der Medikation, eine abgestimmte Schmerztherapie sowie die möglichst weitgehende Vermeidung unnötiger Maßnahmen. Sollte es doch zu einem Delir kommen, sind sie im Umgang mit Betroffenen geschult und können bereits bei ersten Anzeichen sensibel reagieren.

Der Infoabend ist Teil der Veranstaltungsreihe „Medizin verstehen | Infoveranstaltungen von Experten für Jedermann“, die in Kooperation mit dem Förderverein des Klinikums stattfindet und jeden Monat ein anderes Krankheitsbild in den Fokus rückt. Im Anschluss an kurze Vorträge haben Teilnehmende die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Weitere Themen und Termine finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de.

Veranstaltungsort

Die Aula des Klinikums ist auf kürzestem Wege über den Eingang des Nebengebäudes Haus Klara erreichbar (unterhalb des Krankenhauses, direkt hinter dem Hubschrauberlandeplatz). Autofahrerinnen und -fahrer können den angrenzende Parkplatz Klara nutzen.

Was?Das akute Delir | Warum ältere Menschen im Krankenhaus plötzlich verwirrt werden und was dagegen hilft

Wann?Dienstag, 22.09.2026 | 17:00-18:30 Uhr

Wo?Aula im Krankenhaus Maria Hilf

Dahlienweg 3 | 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Im Rahmen der Veranstaltungsreiche „Medizin verstehen“ informiert Dr. Thomas Lepping (Chefarzt Akutgeriatrie und Frührehabilitation, li.) über typische Anzeichen, mögliche Auslöser sowie Vorbeugung und Behandlung von Delir-Zuständen. Foto: Joachim Gies | Marienhaus Foto: JOACHIM GIES

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