Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.
Warum greift im Brohltal die Katzenschutzverordnung nicht?
Wer muss sich um herrenlose, verwilderte unkastrierte Katzen kümmern?
Brohltal. In drei Wochen haben die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V. in Galenberg rund um den Lindenhof 14 Katzen eingefangen und teilweise aufgefunden. Die Katzen waren alle in einem extrem schlechten Ernährungs- und Gesundheitszustand.
Eine Mutter hatte vier Kitten in einer Wiese abgelegt. Leider wurden wir sehr spät informiert. Um 22 Uhr waren wir vor Ort, warteten eine Zeitlang, ob sich die Mutter noch um die Kitten kümmert und entschieden uns nach einer Weile, die Kleinen einzupacken. Nachts um 23.30 Uhr fuhren zwei Ehrenamtliche die Kätzchen auf eine unserer Pflegestellen. Noch eine Stunde länger und die Neugeborenen hätten es nicht geschafft. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass die Kleinen schon nachmittags von der Mutter geboren und einfach in der Wiese abgelegt wurden.
Ein zahmer Fundkater hatte großes Glück, dass Helfer der KSF eine Futterstelle am Lindenhof einrichteten. Der Maine-Coon-Kater war komplett verfilzt und abgemagert, konnte sich kaum auf den Beinen halten und fraß fast die Gabel mit, als wir ihm Futter aus der Dose reichten. Grauenhaft. Er kam umgehend zu einem unserer Tierärzte. Nachdem wir ihn gepäppelt und entfilzt hatten, wurden sieben vereiterte Zähne gezogen und sein Rolllid wurde operiert. Mittlerweile ist er gesund und hat eine eigene Familie, die sich liebevoll um ihn kümmert.
Drei tragenden Katzen konnten wir aufnehmen; inzwischen hat die erste Katze drei Kitten geworfen. Ihnen geht es gut, und die Mama stillt zum Glück die Babys. Die zweite Katze zwei Kitten, die ebenfalls gut mütterlich versorgt werden.
Alle anderen Katzendamen, die wir eingefangen haben, hatten Gebärmuttervereiterungen oder Anomalien an der Gebärmutter. Wir gehen davon aus, dass die Fütterungsweise oder die Inzucht Schuld daran trägt. Hätten wir diese Katzen nicht eingefangen und operieren lassen, wären sie elendig gestorben. Das sollte sich Jeder, der meint, eine Katze käme ohne menschliches Zutun in der Natur zurecht, vor Augen halten. Mehrere schwer abgemagerte Katzen wurden von uns in den letzten April-Wochen gesehen; leider jetzt nicht mehr. Wir nehmen an, dass sie es nicht geschafft haben. Es ist sehr traurig für uns, und wir sehen immer die großen fragenden Augen der armen Tiere vor uns, die ängstlich davonhuschen. Warum wurden wir nicht rechtzeitig informiert? Wir hätten geholfen. Bitte schauen Sie nicht weg, melden sie sich bei uns. Wir helfen.
Auch letztes Jahr haben wir uns um 30 Katzen aus Galenberg gekümmert. Sie wurden eingefangen, kastriert, gechipt, entfloht und entwurmt. Darunter waren achtzehn 2 -3 Tage alte Kätzchen. Die Kitten wurden von unseren Pflegestellen liebevoll alle zwei bis drei Stunden rund um die Uhr gefüttert. Sie haben alle überlebt und freuen sich des Lebens bei ihren Familien.
Mittlerweile dürfen wir auf dem Lindenhof füttern und haben uns mit den Fallen besser postieren können. Mal schauen wie es weitergeht; wir werden berichten.
Die Pflegestellen und die ehrenamtlichen Helfer arbeiten Tag und Nacht, um die Katzen zu retten. Sie übernehmen Tag für Tag die Verantwortung für anderer Leute Katzen; Menschen, die leichtsinnig und gedankenlos mit Lebewesen umgehen. Wann hört dieses unverantwortliche Handeln endlich auf?
Leider haben wir den Eindruck - nie. Immer wieder sichten wir verwilderte Katzen. Aber wir machen weiter und helfen.
Bitte unterstützen Sie uns dabei: Wir brauchen dringend Aufzuchtsmilch, Kittenfutter, aber auch weitere Helfer für unsere Fangaktionen und zum Aufpäppeln von Flaschenbabys. Momentan haben wir 12 Flaschenbabys die alle 2 Stunden rund um die Uhr gefüttert werden.
Spendenkonto: IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00, Volksbank RheinAhrEifel eG
Unsere Kontaktdaten: info@katzenschutzfreunde.de, Hotline: (0 26 46) 91 59 28.
Pressemitteilung
Katzenschutzfreunde
Rhein-Ahr-Eifel e.V.
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