Leben mit einem Kunstherz
Was Betroffene wissen müssen
Rhein-Sieg-Kreis. Deutsche Herzstiftung hält aktuellen Ratgeber für die Kunstherz-Therapie bereit. „Die Herzschwäche ist mit über 444.000 stationären Aufnahmen pro Jahr der häufigste Grund für eine Klinikeinweisung in Deutschland“, berichtet Rainer Walterscheid, der ehrenamtliche Regionalbeauftragte der Deutschen Herzstiftung hier im Rhein-Sieg-Kreis. Ist bei schwerer Herzschwäche der Herzmuskel zum Beispiel nach einem Herzinfarkt zu sehr überlastet, ist eine Herzverpflanzung oftmals eine naheliegende Therapie, um den Patienten für ein symptomfreies Leben zu stabilisieren. Jährlich werden rund 1.000 Herz-Unterstützungssysteme (Kunstherzen) als Alternative für ein Spenderherz oder zur Überbrückung verpflanzt, weil nur circa 280 Spenderherzen zur Verfügung stehen.
Die Situation bei den Herztransplantationen ist derart dramatisch, dass die Kunstherztherapie für Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche oftmals die einzige Möglichkeit und damit unverzichtbar ist.
Die Deutsche Herzstiftung e.V. (DHS) hat zu diesem Thema einen 122-seitigen Ratgeber für Patienten und Angehörige mit dem Titel „Leben mit einem Kunstherz“ heraus gegeben. Diesen Ratgeber hat die DHS in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Extrakorporale Zirkulation und mechanische Kreislaufunterstützung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) unter Federführung von Prof. Dr. Stefan Klotz vom Universitätsklinikum Schleswig Holstein herausgegeben.
Er kann angefordert werden bei Rainer Walterscheid unter Tel. (0 22 42) 8 56 39 montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr oder unmittelbar per Post unter: Rainer Walterscheid/Herzstiftung, Postfach 1347, 53760 Hennef, Stichwort „Kunstherz“.
