925 Jahre Düngenheim - Dorfgeschichte mit dem „Dinnescheme Steckeltjestheater“
Was für ein Theater!
Düngenheim. Mit dem lateinischen Satz „et apud dunechinga quiquid ibidem habuit“ aus dem Juli des Jahres 1097 fing alles an – zumindest die geschriebene Geschichte des Ortes Düngen-heim. Aber wie begeht man ein solches Jubiläum so, dass es an die Geschichte erinnert und im besten Falle selbst zu einer blei-benden Erinnerung wird?
„In dem wir die überlieferten Geschichten – oder „Steckeltje“ wie der Eifeler sagt – auf die Bühne bringen“, dachten sich die Initia-toren des „Dinnescheme Steckeltjestheater“. Es gibt aus den ver-gangenen 925 Jahren zahlreiche Begebenheiten – häufig amüsante und lustige, aber auch traurige und rührende. Einige davon stammen aus historischen Quellen, andere wurden mündlich überliefert und später aufgeschrieben. Elf davon hat man ausgewählt und in kleine Theaterstücke gegossen, die nun mit über 100 Darstellern und mit vielen weiteren Helfern in Szene gesetzt werden. Gleich zu Beginn wird es für die Zuschauer weit zurück ins Jahr 1571 gehen. Dort werden sie Zeugen beim sogenannten „Gedingh“, dem regelmäßig stattfindenden Gerichtstag, wo Streitigkeiten zwischen der Dorfbevölkerung und den adligen Nonnen des Klosters Stubben verhandelt werden. Letzteres hatte umfangreiche Besitztümer in Düngenheim, wovon auch heute noch das Stubener Kreuz im Wappen der Ortsgemeinde zeugt. Was folgt, ist ein Ritt quer durch die Jahrhunderte, bei denen die Zuschauer als Zeitreisende Menschen und Geschichten an Orten begegnen, an denen diese so oder so ähnlich tatsächlich passiert sind. Es wird Situationen geben, in denen man gemeinsam herzhaft lachen kann über den Humor und den Schalk der Vorfahren. Aber genauso wird man feststellen müssen, dass früher nicht alles besser war. In jedem Falle gilt: „Mittendrin statt nur dabei!“, denn die Zuschauer sind ganz nah dran am Geschehen. Sie sitzen nicht wie beim Theater üblich abseits der Bühne, son-dern können eintauchen in die Atmosphäre vergangener Jahrhunderte. Das „Dinnescheme Steckeltjestheater“ findet statt von Freitag, 16. bis Sonntag, 18. September. Wie beim benachbarten Hambucher Nachttheater geht es für die Zuschauer in den späten Abendstunden auf die Reise. Nach dem Motto „Steckeltje von früher und ganz früher - Dorfgeschichte(n) zu später Stunde hautnah miterleben“ starten die Teilnehmer in fünf Gruppen pro Abend ihren Weg in Begleitung des „Säuscholtes“, einer histori-schen Person aus der Ortsgeschichte durchs nächtliche Dün-genheim. Start für die erste Gruppe ist um 19 Uhr und dann alle 45 Minuten (Sonntags 45 min früher)
Der Kartenvorverkauf für das Event ist am Sonntag, dem 21. August um 15 Uhr in der Gemeindehalle Düngenheim (Einlass ab 13 Uhr). Informationen gibt es online über die Webseite der Ortsgemeinde www.duengenheim.de.
