Kameradschaft Ehemalige, Reservisten, Hinterbliebene
Was ist Digitalisierung eigentlich?
Gerhard Bubel referierte über ein hochaktuelles und interessantes Thema
Meckenheim. „Digitalisierung ist nicht nur die Forderung nach mehr PC, sondern bewirkt erhebliche soziologische, psychologische, ethische und rechtliche Veränderungen“, so Oberst a. D. Dipl. Ing. Gerhard Bubel. Ein hochaktuelles und interessantes Thema, zu dem der Deutsche Bundeswehrverband im Oktober eingeladen hatte.
Oberstleutnant a. D. Hans-J. Unger, Regionalbeauftragter des Deutschen Bundeswehrverbands, freute sich, Bubel als Referenten begrüßen zu können. Bubel hat sich schon während seines Studiums mit den medizinischen Möglichkeiten, die die Digitalisierung gerade bei Hörverlust bietet, beschäftigt und mit seinen Studien mit die Grundlage für moderne Hörgeräte gelegt. Nach seiner aktiven Dienstzeit lebt er heute in Swisttal, ist politisch aktiv und gibt Kurse, zum Beispiel zu den Anwendungsmöglichkeiten des Smartphones.
Im Vortrag wurde deutlich, welche unglaublichen Möglichkeiten die Digitalisierung bieten kann. Er umriss die möglichen umfassenden Änderungen, die die Digitalisierung beispielsweise in den Bereichen autonome Mobilität, Bildung, Medizin und Logistik mit sich bringen kann. Die Digitalisierung erfordert neue oder veränderte Vorgaben für alle Bereiche des Lebens und verändert grundlegend die Arbeitswelt.
Daher stellte der Vortragende heraus, dass nun die Politik gefordert wäre, sich des Themas anzunehmen und damit die Zukunft durch Zielvorgaben zu gestalten. Nur Gemeinden im Rahmen des Digitalpakts Geld zuzuweisen und dies mit der Forderung zu verbinden, den gleichen Betrag selbst aufzubringen und nur für Breitband-Ausbau und Hardware-Beschaffung zu verwenden, sei viel zu kurz gesprungen. Die Zuhörer waren mitgerissen von dem umfassenden Blick auf ein Thema, das den Menschen inzwischen überall im Alltag begegnet, aber oft nicht als solches wahrgenommen wird.
