Allgemeine Berichte | 18.04.2018

Bibeltagung der Zeugen Jehovas in Meckenheim/Rheinbach

Was ist ein Christ?

Jehova Zeugen auf der Suche nach Jesu Erbe

Einblick in den diesjährigen Frühlingskongress der Zeugen Jehovas. privat

Meckenheim. „Gib nicht auf, das Gesetz des Christus zu erfüllen!“ Dies war das Thema des Frühjahrskongresses der 865 Zeugen Jehovas aus Meckenheim und benachbarten Gemeinden. Dabei gaben gut geschulte Redner Antworten auf Fragen wie: Was zeichnet einen echten Christen aus und welche Herausforderungen bringt das heutige Leben für Christen mit sich? Die Ansprachen mit den biblisch begründeten Antworten wurden durch Interviews und nachgespielte Alltagsszenen bereichert und lebendig gemacht. Ein aktuelles Thema: „Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft und viele Menschen pochen nur auf ihr Recht.“ Dadurch kommen ethische Werte wie Freundlichkeit oder Nachbarschaftshilfe oft zu kurz. Für Jehovas Zeugen ist Christsein nicht nur eine Art Etikett, sondern ein Lebensweg, den sie von Nächstenliebe bestimmen lassen möchten. In seiner Ansprache ging der Gastredner Helmut Kastner darauf ein, das die heutigen Klassenunterschiede nicht gottgewollt, sondern von Menschen gemacht sind und im Denken eines Christen keinen Platz haben.

Auch Gastfreundschaft sollte nicht bei der eigenen Nationalität halt machen. Dazu äußern sich Dietmar und Monika Kuster aus der Gemeinde Meckenheim: „Als vor drei Wochen unsere russischsprachigen Zeugen ihren Kongress hatten, war dazu auch eine Anzahl Delegierter aus verschiedenen Städten Russlands eingeladen. Die deutschen Zeugen freuten sich, für sie Gastgeber zu sein. Wir hatten ein Ehepaar aus Russland zu Gast und es war so schön, einige Tage mit ihnen zu verbringen. Wir sprechen etwas russisch und sie sprachen etwas deutsch , so klappte die Verständigung prima. Alle , die Gastgeber waren, gewannen in dieser Zeit neue Freunde dazu. Da wir durch die Bibel geschult sind , keine Vorurteile zu haben, gab es keine Schwierigkeiten, sondern nur Freude am miteinander. Und es ist so schön, zu wissen, dass wir alle die gleiche Belehrung bekommen, egal, in welchem Land wir leben oder welche Sprache wir sprechen.“ Auch Annette Weidner, die an diesem Tag getauft wurde, war vom Programm begeistert: „Als Mutter hat mich am meisten der Familienteil angesprochen. Wie gut, daran erinnert zu werden, wie wichtig es ist, mit Kindern geduldig zu sein und Verbote gut zu erklären.

Obwohl mein Sohn erst im kommenden Jahr zur Schule kommt, war ich doch beeindruckt davon, wie Eltern und Jugendlichen im Umgang mit Medien geholfen wird.

Heute haben Kinder schon in jungen Jahren Handys und können gewisse Gefahren, wie zum Beispiel das Versenden von sehr persönlichen Fotos über das Internet noch nicht einschätzen. Jesus ließ Kinder seine Liebe spüren und das wollen wir nachahmen. Und diese Liebe zeigt sich unter anderem darin, dass wir mit unseren Kindern reden und mit ihnen üben, wie sie sich verhalten können, wenn sie eine Situation schwierig finden. Ich bin sehr froh über diese Hilfen.“ Christlich motiviert und aktiv: Jehovas Zeugen engagieren sich neben ihrer gut bekannten Missionsarbeit weltweit durch Bildungsprojekte, Katastrophenhilfe, Seelsorge und Umweltschutz für das Gemeinwohl. Auf der Website jw.org kann man sich über ihre Glaubensansichten und Aktivitäten informieren. https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/aktivitaeten/beitrag-zum-gemeinwohl/

Einblick in den diesjährigen Frühlingskongress der Zeugen Jehovas. Foto: privat

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