Wormersdorfer Schützenbruderschaft feierte Königsschießen
Was lange währt, wird gut
Nach vielen Stunden steht der neue Schützenkönig in Wormersdorf fest: Patrick Karow
Wormersdorf. Am vergangenen Wochenende ermittelte die St. Hubertus Schützenbruderschaft Wormersdorf die neuen Schützenmajestäten des Jahres 2014. Bei fast tropischen Temperaturen und Gewitterschauern feierten die Schützen zusammen mit der Bevölkerung und befreundeten Schützenvereinen das diesjährige Königsschießen. Bereits am Samstag startete der Schießwettbewerb und es ging zunächst beim Schießen um die Würde des neuen Bürgerkönigs und des neuen Dorfkönigs. Während an der Schützenhalle die Steaks und Bratwürste brutzelten und die Gäste ein leckeres kühles Bier genossen, lief am Schießstand der Wettbewerb. Gegen 18 Uhr konnte Dirk Zavelberg als neuer Dorfkönig gefeiert werden. Er setzte sich gegen etwa 13 Mitbewerber durch. Eine Dame der „Fidelen Burgfrauen Wormersdorf“ wurde als neue Dorfkönigin gefeiert. Eine Weile wurde noch an diesem Abend gefeiert, aber man beschloss den Abend früh, denn die anstrengenden Wettbewerbe mit dem Schießen um die Würde des Schützenkönigs, der neuen Schützenliesel und des Jungschützenprinzen standen am Sonntag noch bevor. Am Sonntagnachmittag holte die Schützenbruderschaft ihr amtierendes Kaiserpaar Jürgen und Claudia Nohles von Zuhause ab. Nach der Begrüßung begannen dann die einzelnen Schießwettbewerbe. Bei den Damen holte zunächst Marianne Mertens den Kopf des Vogels, der linke Flügel wurde von Elsbeth Noll, der Frau des Brudermeisters Rainer Noll, abgeschossen, den rechten Flügel holte Rosemarie Ulmer und den Stoß schoss Gabi Lambertz ab. Nur der Rumpf zeigte sich hartnäckig gegenüber den Damen. Erst nach mehrmaligem Anlauf schaffte Elsbeth Noll den entscheidenden Treffer und wurde als neue Kaiserliesel stürmisch gefeiert. Bei den Jungschützen kämpften Maike Nohles und Kevin Karow um den Titel. Lange dauerte das Duell der beiden Schützen, bis dann Kevin Karow den Rumpf holte und den Wettkampf für sich entschied. Parallel zu diesen beiden Wettkämpfen erfolgte das Schießen um die Würde des neuen Schützenkönigs. Kopf, Stoß und die beiden Flügel waren ziemlich bald gefallen, aber der Rumpf stellte für die Königsanwärter eine echte Herausforderung dar. Vogelbauer und Schießmeister Werner Koll hatte zum 30. Mal den Vogel gebaut und sein „Meisterstück“ abgeliefert. Schuss um Schuss wurde versucht, den widerspenstigen Rumpf herunterzuholen. In der Aufregung hatte „Ben“ Ulmer zwei Mal vergessen, beim Schießen den Hut aufzusetzen. Das freute natürlich die Schützenbrüder, weil dadurch eine „Runde“ fällig wurde. Am frühen Abend begrüßten die Schützen ihren Präses, Pfarrer Dr. Reinhold Malcherek, in ihrer Mitte. Die Krönungsfeierlichkeiten waren laut Programmablauf auf 19 Uhr festgesetzt worden. Doch daran glaubte keiner der Schützen, denn der Rumpf war zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich gut erhalten. Vorsichtige Schätzungen gingen davon aus, dass es wohl noch länger dauern würde, bis der neue Schützenkönig feststeht. Wie Rainer Noll mitteilte, schaffte es dann schließlich Patrick Karow, den Rumpf herunterzuholen und ist nun der neue Schützenkönig der St. Hubertus Schützenbruderschaft. Den Kopf holte Peter Karow, den linken Flügel Jupp Schmitz. Den rechten Flügel holte Werner Koll und den Stoß Jürgen Nohles.
Gespannt verfolgen die Gäste und Besucher die Schießwettkämpfe in der Wormersdorfer Schützenhalle.
