Deutsche Herzstiftung im Rhein-Sieg-Kreis
Was tun bei Blutdruck-Anstieg?
Siegburg. „Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern“, sagt Rainer Walterscheid, der ehrenamtliche Regionalbeauftragte der Deutschen Herzstiftung (DHS), zuständig im Rhein-Sieg-Kreis. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe zum Beispiel von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht.
Für Patienten ist entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte, leichtem Kopfweh, Unruhegefühl, schnellerem Schwitzen unter Belastung auftritt und der Patient keine ernsten Beschwerden hat. Dann handelt es sich um eine Bluthochdruck-Krise.
„Beim Bluthochdruck-Notfall muss sofort unter der Notrufnummer 112 der Notarzt alarmiert werden, weil Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge sein können“, warnt Walterscheid. Diese starken Beschwerden sind für die Beurteilung entscheidend, ob es sich um einen Notfall handelt oder nicht, und nicht die absolute Höhe des Blutdrucks, die durchaus auch unter 200/100 mmHg liegen kann.
Eine Checkliste der DHS zeigt an,
in welchen Fällen bei deutlichem Blutdruck-Anstieg der Notarzt alarmiert werden sollte. Wenn der krisenhaft erhöhte Blutdruck zum ersten Mal gemessen wird, sich aber nicht senken lässt und unverändert hoch bleibt, ist eine sofortige Behandlung beim Arzt oder in der Klinik-Ambulanz angezeigt.
Eine von der Deutschen Herzstiftung vorbereitete zweiseitige Checkliste bei/über Blutdruck-Anstieg, ein 56-seitiges Magazin zum Thema „Bluthochdruck, was tun?“ mit Hinweisen auf Entspannungstechniken sowie einen Blutdruckpass gibt es bei Walterscheid unter Telefon (0 22 42) 8 56 39 oder direkt per Postanforderung über Rainer Walterscheid/Herzstiftung, Postfach 1347, 53760 Hennef.
