Allgemeine Berichte | 12.05.2016

Statistik zeigt 2153 Feuerwehreinsätze im Landkreis

Wehren waren 2015 weniger im Einsatz

Kreis MYK. Genau 2153 Feuerwehreinsätze in Mayen-Koblenz verzeichnet die Statistik für das Jahr 2015. Damit liegt man deutlich unter dem Vorjahr, wo es noch 253 mehr waren. Dazu Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Rainer Nell: „Auch wenn die Einsatzzahlen insgesamt gesunken sind, so war das Jahr 2015 dennoch für die Einsatzkräfte sehr anspruchsvoll.“ Übers Jahr waren die üblichen Routineeinsätze beherrschend: Verkehrsunfall, Naturereignisse, die Katze im Baum, die Wohnungstür verschlossen oder das Beseitigen von Chemikalien und vieles andere mehr: „Technische Einsätze gab es 987, das sind 158 weniger als im Vorjahr.“ Leicht abgenommen hat auch die Zahl der Fehlalarme um 13 auf 214: Dazu Nell: „Die Zahl der Fehlalarme ist immer noch auf einem zu hohen Stand. Hier wünschten sich die Feuerwehren weniger Alarmierungen, da für die Fehlalarme auch wertvolle Freizeit verloren geht. Die meisten Fehlalarme entstehen durch Störungen oder Fehlverhalten bei Brandmeldeanlagen in Betrieben. Diese können aber auch durch Stromausfälle hervorgerufen werden.“

In Brandeinsätzen waren die Feuerwehren 543 mal (2014: 872). Für KFI Nell ist dieser Rückgang sehr erfreulich und wird trotzdem nicht müde, auf Rauchmelder in den eigenen vier Wänden hinzuweisen: „Ein guter Rauchmelder kostet 25 Euro, kann Leben retten und ist damit eine tolle Geschenkidee. Für mich gehören diese Warngeräte in jede Wohnung, denn das sind sinnvolle Investitionen.“

„Nachwuchsprobleme gibt es kaum“

Als gute Investition erweist sich die intensive Jugendarbeit. „Nachwuchsprobleme gibt es bei den Jugendfeuerwehren kaum. Das ist erfreulich“, sagt Nell. In den 37 Jugendfeuerwehren sind 449 Jugendliche aktiv. Dies sind 35 mehr als im Vorjahr.

Arbeitgeber müssen Floriansjünger freistellen

Laut Nell muss auch weiterhin ein Augenmerk auf die Tagesbereitschaft der Wehren gelegt werden: „Das Problem ist: Die Menschen sind mobiler geworden, der Arbeitsplatz liegt oft weit vom Wohnort entfernt.“ Die Aufgabenträger stecken dann im Dilemma: „Sie müssen laut Gesetz genug Feuerwehrkräfte bereitstellen, die im Einsatzfall nach acht Minuten am Einsatzort sind.“ Bei Eintritt in die Feuerwehr muss jeder Helfer eine Grundausbildung absolvieren. 70 Stunden Theorie und 80 Stunden Praxis umfasst die Grundausbildung. Dann gibt es natürlich noch weiterführende Lehrgänge. „Die Arbeitgeber müssen die Floriansjünger nach dem Brandschutzgesetz freistellen, die Lohnkosten muss aber der Aufgabenträger übernehmen.“

Für die Zukunft brauche man mehr Feuerwehrleute, die ihre Arbeit am Wohnort haben, und noch mehr private und öffentliche Arbeitgeber, die die Arbeit der Wehren unterstützen. Er danke allen Arbeitgebern für das große Verständnis. Derzeit sind 2575 Feuerwehrmänner und Frauen im Landkreis ehrenamtlich aktiv.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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