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Führungswechsel bei der Gönnersdorfer Feuerwehr – Florian Braun ist neuer Wehrführer

Wehrführer Manfred Mallmann verabschiedet

20.02.2018 - 09:21

Gönnersdorf. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gönnersdorf stand der Wechsel an der Spitze der Gönnersdorfer Feuerwehr im Mittelpunkt. Nach über 47-jährigem aktiven Dienst in der Gönnersdorfer Feuerwehr wurde der bisherige Wehrführer Manfred Mallmann, der dieses Amt über 25 Jahre bekleidete, verabschiedet und sein Nachfolger Florian Braun in das Amt eingeführt. Entsprechend groß war auch der Besuch der Feuerwehrmitglieder an dieser Veranstaltung. 46 Vereinsmitglieder waren ins Gerätehaus zu der letztmals von „ihrem Manni“ geleitete Jahreshauptversammlung gekommen. Nach der Begrüßung und dem Totengedenken folgte zunächst der Bericht des Wehrführers, den Manfred Mallmann noch einmal in der von ihm bekannten ausführlichen Art vortrug. In ihm ließ er noch einmal den Zeitraum seit der letzten Jahreshauptversammlung Revue passieren. „Die Aktivitäten in unserer Feuerwehr haben im Vergleich zu den Vorjahren nicht abgenommen. Die Wehrführung ist bestrebt, moderne Vorgaben zu schaffen, welche den Einsatzerfolg der Freiwilligen Feuerwehr Gönnersdorf sichern und das Gemeinschaftsleben und die Kameradschaft nicht zu kurz kommen lassen“, fasste Mallmann zusammen. Er erinnerte an die Hilfeleistungen bei den in den letzten Jahren vorgekommenen Unwettern. Die derzeit 23 Mann starke Einsatzwehr aus Gönnersdorf wurde 2016 zu 24 Einsätzen gerufen und 2017 zu 21 Einsätzen, wobei es vorkam, dass an einem Tag auch gleich mehrere Einsätze erforderlich waren. Die Gönnersdorfer Wehr sei gut aufgestellt, jedoch appellierte der Wehrführer noch einmal an alle, den dringenden Bedarf an Atemschutzgeräteträgern auszugleichen. Derzeit verfüge man in Gönnersdorf über zehn Atemschutzgeräteträger, die über den normalen Übungsdienst auch noch weitere Atemschutzübungen durchführten. 18 Übungen in 2016 folgten 20 Übungen im Jahre 2017. Hier appellierte er an die Wehr-angehörigen, zukünftig wieder zu einer größeren Beteiligung zurückzufinden. Auch berichtete er von erfolgreichen Lehrgangsbesuchen der Gönnersdorfer Wehrleute sowie auch der Tätigkeit der örtlichen Wehr im Gemeindeleben. Da es sein letzter Jahresbericht als Wehrführer war, richtete er die Bitte an die Versammlung, auch seinen Nachfolger bei seiner Tätigkeit als Wehrführer entsprechend zu unterstützen. Dem Bericht des Wehrführers ließ Kassierer Marco Philippi den Kassenbericht folgen. Er berichtete von einer gesunden Kassenlage, deren Bestand trotz erfolgreicher Floriansfeste gegenüber der letzten JHV etwas geschrumpft war. Dafür habe man allerdings Werte geschaffen (Garagenbau). Rudi Maurenbrecher hatte mit Holger Zepp die Kasse geprüft und bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, sodass die Entlastung des Kassierers und des gesamten Vorstandes nur noch eine Formsache waren. Allerdings war sie mit etwas Wehmut behaftet, denn sowohl Kassierer Marco Philippi erklärte nach 16-jähriger Tätigkeit als Kassierer wie auch Rudi Maurenbrecher nach 60 Jahren als Kassenprüfer, dass sie bei der Neuwahl des Vorstandes nicht mehr zur Verfügung ständen. Einstimmig wählte sodann die Versammlung Holger Zepp und Christian Baltes zu neuen Kassenprüfern.


Neuwahl des Vorstandes


Unter der Leitung von Bürgermeister Bernd Weidenbach wurde sodann in offener Abstimmung folgender neuer Vorstand gewählt, der durch den jeweiligen Wehrführer und seine Stellvertreter komplettiert wird: Schriftführer Edgar Wendt; Erster Kassierer Roland Paul; Zweiter Kassierer Sven Zilligen; Beisitzer: Herbert Zilligen, Dennis Schütz, Marco Philippi; Erster Gerätewart Sven Zilligen; Zweiter Gerätewart Jan Landvogt; Delegierte: Florian Braun und Edgar Wendt. Da der bisherige stellvertretende Wehrführer Florian Braun später zum neuen Wehrführer ernannt werden sollte, sprach sich die aktive Wehr dafür aus, Marco Philippi in einer späteren Sitzung zum neuen Stellvertretenden Wehrführer zu wählen.


Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen


Bereits 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leistet Marco Philippi, dem Bürgermeister Bernd Weidenbach das Silberne Feuerwehrehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz überreichte. Er gratulierte auch Leopold Weber, der für 45 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Goldene Feuerwehrehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz bereits durch Landrat Dr. Jürgen Pföhler vor kurzem erhalten hatte. Bürgermeister Bernd Weidenbach konnte jedoch auch noch eine ganze Reihe von Ernennungen und Beförderungen vornehmen. Als Feuerwehrmannanwärter wurde Martin Schweitzer verpflichtet. Zum Oberfeuerwehrmann (OFM) wurden Christian Heuser, Roland Paul, Florian Weber und Edgar Wendt ernannt. Eine Stufe höher auf der Karriereleiter der Feuerwehr stieg Jan Landvogt, der zum Hauptfeuerwehrmann (HFM) befördert wurde. Als Löschmeister (LM) sind zukünftig Alexander Schmitz, Dennis Schütz und Ingo Wilbertz tätig, während Leopold Weber zum Hauptlöschmeister (HLM) befördert wurde. Die Ernennung zum Brandmeister erhielt Florian Braun. Ehrung langjähriger Mitglieder: Aber auch langjährige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gönnersdorf wurden geehrt. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Wolfgang Köhler, Torsten Philippi, Axel Braun, Manfred Burchardt, Peter Girgert, Gerd Hochscheid, Hans-Josef Marx, Hans-Gerd Philippi und Marco Philippi. 40 Jahre gehören bereits Josef Gammel und Dietmar Koch der Feuerwehr Gönnersdorf an. Auf eine 50-jährige Mitgliedschaft können Toni Dietzler und Herbert Zilligen zurückblicken. Gar 60 Jahre gehört Peter Müller zur Feuerwehr Gönnersdorf und Martin Heuser ist bereits 70 Jahre Mitglied der Gönnersdorfer Wehr. Mit seiner 75-jährigen Zugehörigkeit zur Gönnersdorfer Wehr katapultierte sich Herbert Nett jedoch an die Spitze der langjährigen Mitglieder.


Verabschiedung des bisherigen Wehrführers Manfred Mallmann


Zur Verabschiedung des bisherigen langjährigen Wehrführers konnte Bürgermeister Bernd Weidenbach zahlreiche Gäste willkommen heißen. Neben Wehrleiter Ronny Zilligen konnte er hierzu besonders den Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher, Alexander Krahe vom Kreisfeuerwehrverband Ahrweiler, Wehrleiter Andreas Braun (Feuerwehr Sinzig), die aktuellen Wehrführer der Wehren in der VG Bad Breisig und deren Stellvertreter sowie die ehemaligen Wehrleiter und Wehrführer aus der VG Bad Breisig und die zuständigen Mitarbeiter in der Verwaltung neben den Vertretern aus den Gremien der Verbandsgemeinde Bad Breisig und dem Gönnersdorfer Ortsbürgermeister Martin Braun willkommen heißen. Bürgermeister Weidenbach zeichnete in seiner Laudatio noch einmal den Werdegang sowie die Person des scheidenden Wehrführers auf. Seit 1. August 1970 gehört Manfred Mallmann der Feuerwehr Gönnersdorf an. Seit Dezember 1992 steht er an deren Spitze. „Vom Truppführer-Lehrgang 1977 über Maschinistenlehrgang 1984, dem Fachlehrgang Brandschutz und Führungslehrgang Gruppenführer 1992 mit Fortbildungen 2012 und 2014, Sprechfunkerlehrgang 1995 und Qualifikation als Motorsägenführer 2007 bis hin zur jüngsten Schulung 2016 im EDV-Programm ARIGON PLUS hast du dir eine Fachkompetenz angeeignet, die dich für Viele in der Feuerwehr zum Vorbild macht“, lobte Weidenbach das Engagement von Manfred Mallmann. „Für deine Verdienste wurden dir im Jahr 1995 das Silberne Feuerwehrehrenzeichen (25 Jahre), 2005 das Goldene Feuerwehrehrenzeichen (35 Jahre) und 2008 das Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande verliehen.“ Weidenbach erinnerte an die Ausstattung der örtlichen Wehr, die durch die Beharrlichkeit des Wehrführers auf dem neuesten Stand sei. Die Anschaffung von zwei Feuerwehrfahrzeugen sein in die Amtszeit von Mallmann gefallen (1994 und 2010) wie auch der Um- und Neubau des Gerätehauses im Jahre 1996. Den Wahlspruch der Feuerwehren „Einer für alle – alle für einen“ und den darin verankerten Zusammenhalt und Teamgeist habe der Wehrführer gelebt und sich selbst stets nur als ein Glied in diesem Team gesehen. Er habe nie seine Person in den Vordergrund gestellt. „Du bist ein Feuerwehrmann durch und durch. Mit dem Namen Manfred Mallmann verbindet man in Gönnersdorf immer die Feuerwehr und mit der Wehr immer den Namen Manfred Mallmann“, fasste Bürgermeister Weidenbach seinen Dank an den scheidenden Wehrführer zusammen, dem er sodann unter großem Beifall die Entlassungsurkunde überreichte. Auch Wehrleiter Ronny Zilligen sagte im Namen der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Breisig wie auch im Namen der Gönnersdorfer Feuerwehr, aber auch ganz persönlich Danke und verwies auf die Laudatio von Bürgermeister Weidenbach: „Die Feuerwehr Gönnersdorf wird immer mit dir, lieber Manni, in einem Atemzug genannt!“ Ortsbürgermeister Martin Braun sprach Manfred Mallmann ebenfalls neben dem Dank der Ortsgemeinde Gönnersdorf für die stets gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit, seinen persönlichen Dank aus und überreichte dem ausgeschiedenen Wehrführer ein Bild von der unteren Hauptstraße in Gönnersdorf und überreichte ihm auch schmunzelnd ein „Taufwasser“ für den Nachfolger, dem er ebenfalls eine gute Zusammenarbeit gemeinsam mit seinen Stellvertretern zusagte. „Schließlich kenne ich ihn ja gut“, bemerkte Ortsbürgermeister Braun augenzwinkernd (Florian Braun ist der Sohn des Ortsbürgermeisters). Mit einer weiteren Auszeichnung wartete dann der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, Alexander Krahe, auf. „Wehrführer zu sein bedeutet, Verantwortung zu tragen“, erklärte Krahe. Wenn einer 25 Jahre eine solche Verantwortung trägt, sei dies beachtlich und bemerkenswert. Aus diesem Grunde konnte er Manfred Mallmann mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Feuerwehrverbandes auszeichnen. Auch die Wehrführer der anwesenden Nachbarfeuerwehren wünschten dem ausgeschiedenen Wehrführer für seinen Feuerwehrruhestand nur das Beste und hatten Geschenke im Gepäck, über die sich Mallmann sichtlich freute. Dann ergriff Manfred Mallmann noch einmal das Wort. Er dankte allen, die ihn auf seinem Wehr in der Feuerwehr Gönnersdorf begleitet und unterstützt hatten. Er erinnerte sich an seine erste Übungsstunde als 15-jähriger bei der Feuerwehr. Mit Wehmut blickte er auch auf die einzelnen Stationen seiner „Feuerwehrlaufbahn“ zurück, bei der es nicht nur schöne Tage, sondern auch betrübliche Augenblicke gab. Der Wechsel an der Spitze einer Wehr sei natürlich. In seiner bescheidenen Art erklärte er: „Ich hinterlasse und übergebe heute meinem Nachfolger eine der schönsten und interessantesten Funktionsstellen in der Gönnersdorfer Feuerwehr und wünsche ihm viele interessante und schöne Jahre auf diesem Platz.“ Die vielen Lobeshymnen der Vorredner gab er an all die Kameraden weiter, ohne die das all nicht möglich gewesen wäre. „Das Team ist der Star, nicht der Einzelne“, erklärte Mallmann, der allen Feuerwehrkameraden von ganzem Herzen für die schöne Zeit und die gute Zusammenarbeit dankte.


Ernennung von Florian Braun zum neuen Wehrführer


Nicht endend wollende Standing Ovations begleiteten die Dankesworte von Manfred Mallmann, bevor sodann Bürgermeister dem einstimmig von der Gönnersdorfer Wehr gewählten neuen Wehrführer Florian Braun unter großem Beifall die Ernennungsurkunde aushändigte. Seine erste Amtsaufgabe war dann, seinem Amtsvorgänger ebenfalls für die geleistete Arbeit zu danken. Für die Gönnersdorfer Wehr überreichte Florian Braun seinem Vorgänger Manfred Mallmann eine Uhr. Auch der neue Wehrführer sah den Erfolg im gemeinsamen Handeln im Team: „Unsere Wehr braucht jeden einzelnen!“ Dank sagte er auch dem Bürgermeister, dem Wehrleiter, den Frauen in der Wehr und den inaktiven Mitgliedern. Er bat alle, ihn in seiner Tätigkeit als Wehrführer zu unterstützen, wie man dies auch seinem Vorgänger getan habe.

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Michael Reisdorf:
Den Ausführungen des Hr. Kowallek kann ich nur zustimmen . Jedoch brauchte Herr Seemann keinen Schnellkurs , sondern hat sich als Aufsichtsratmitglied der SWN schon 2006 bei EON-Tour nach Norwegen dementsprechend schnell im Kreise der Altparteien eingereiht (sh. auch in You Tube). So ist das in einem Obstkorb , wenn erst mal eine faule Stelle da ist .... .
Patrick Baum:
Die Wut über die Pietätlosigkeit der AfD Westerwald, vor allem der des Kreisvorstandes, ausgerechnet am 09. November ein "Schlachtfest" zu veranstalten, ist kaum in Worte zu fassen. Zu nennen sind hier der AfD-Kreisvorsitzende Jan Strohe, seine beiden Stellvertreter Justin Cedric Salka und Andreas Schäfer, sowie der Kreisschatzmeister Gilbert Kalb. Man kann hieran auch erkennen, daß dem AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge kein Glauben geschenkt werden kann mit seiner angeblichen Abgrenzung nach Rechtsaußen, was hier beim Kreisvorstand der AfD Westerwald deutlich sichtbar wird. Der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Justin Cedric Salka wird mehrfach im Verfassungsschutzbericht zur AfD genannt. Nicht ohne Grund. Und beim AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul aus Koblenz gibt es ganz starke Indizien dafür, daß Paul für eine NPD-Zeitschrift geschrieben hat. Der rechte Sumpf bei der AfD Westerwald und beim AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz ist wohl noch tiefer als gedacht.
juergen mueller:
Mit Recht sind Kinder unsere wertvollste Ressource, eine Generation, deren Grundlage für eine gesicherte Zukunft mehr denn je auf dem Prüfstand steht und für die die Politik die Verantwortung trägt, was man im Hinblick auf die vergangenen Jahrzehnte nicht behaupten kann. Zum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich offensichtlich nichts grundlegendes ändern wird, sollte man sich einen Wunsch nach Nachwuchs gut überlegen, da der Politik in ihrer Zukunftsfähigkeit nicht zu trauen und die von ihr gesetzten Schwerpunkte kein Garant dafür ist, einer nachfolgenden Generation eine gesicherte Zukunft zu garantieren.
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