Gewerbeverein Rheinbach
Weihnachtsbeleuchtung 2020
Rheinbach. Seit Jahrzehnten ist die Weihnachtsbeleuchtung der Stadt Rheinbach an den Giebeln der vielen Fachwerkhäuser der Einkaufsmeile ein Markenzeichen, welches Besucher aus der Region anzieht. Die Rheinbacher bewundern schon seit Kindheitstagen das Funkeln der tausenden Lampen von Dreeser Tor bis Voigtstor.
So schön das Lichtspektakel auch jedes Jahr ist, es ist viel Arbeit, es kostet viel Geld und es geistern viele Geschichten in Rheinbach umher, wer denn überhaupt dafür verantwortlich ist, wem es nützt und wer es am Ende auch bezahlen muss. Die Kosten belaufen sich immerhin jedes Jahr auf bis zu 30.000 Euro. Der Betrag setzt sich zusammen aus Stromkosten, Hubwagen, Personalkosten für Auf- und Abhängen, Neuanschaffungen von Leuchtmitteln und Lichterketten. Die Kosten für diese freiwillige Leistung kann die Stadt Rheinbach leider nach wie vor durch das Haushaltssicherungskonzept nicht übernehmen. Daher wurde der Betrag wie folgt verteilt: Stromkosten, Hubwagen, anteilige Neuanschaffung von Lichterketten und LED Leuchtmitteln trägt der Gewerbeverein. Dies wurde in den letzten Jahren schon teilweise durch Sponsoren wie zum Beispiel Bürgerstiftung und WFEG unterstützt. Den Großteil müssen aber die anliegenden Gewerbetreibenden selbst übernehmen, nämlich das Auf- und Abhängen sowie Anschließen durch Elektriker. Das sind pro Haus Kosten von ca. 300 Euro bis 1500 Euro pro Jahr, unter anderem abhängig von der Größe der Fassade.
Das Jahr 2020 war für die Gastronomie, den Einzelhandel und auch den Gewerbeverein kein gutes Jahr. Lockdown, Veranstaltungsverbote, Klagen gegen die verkaufsoffenen Sonntage, mangelnde Planungssicherheit und Ungewissheit über finanzielle Einbußen prägen den geschäftlichen Alltag der Gewerbetreibenden und auch den des Gewerbeverein Rheinbach.
Das von der Pandemie geprägte Jahr neigt sich dem Ende und wir steuern auf die schönste Zeit des Jahres zu – Weihnachten. Das bedeutet, die Weihnachtsbeleuchtung muss aufgehangen werden. Wie jedes Jahr die Diskussion, wer übernimmt die Kosten. Kann man von einem Gastronomen, dessen Restaurant im Lockdown ist, erwarten, seinen Anteil zu leisten? Kann ein Einzelhändler trotz fehlender Einnahmen seinen Anteil leisten? Kann der Gewerbeverein trotz Absage aller Veranstaltungen seinen Anteil leisten?
Man könnte meinen, die Antwort wäre ein klares „Nein“. Aber nicht in Rheinbach - die Rheinbacher halten zusammen, auch in der Krise. Fast alle Einzelhändler leisten wieder ihren gewohnten Anteil, die Bürgerstiftung beteiligt sich wieder mit 1000 Euro am Strom, die Wirtschaftsförderung (wfeg) unterstützt mit 4000 Euro bei der Miete des Hubwagens. Zusätzlich sorgt ein Spendenaufruf des Gewerbevereins bei der Bevölkerung für die nötige Finanzspritze, um die Beleuchtung der fehlenden und allgemeinen Bereiche zu stemmen. Weitere Sponsoren wie die Hausverwaltung Krumbein und die Firma Keuk NOW unterstützen mit je 500 Euro die Neuanschaffungen und das Anbringen von LED Lampen.
Mit dem neuen Bürgermeister Ludger Banken und dessen Vorgänger Stefan Raetz ist für Anfang des Jahres ein Termin anvisiert. Im Gespräch mit dem Gewerbeverein boten beide sofort ihre Unterstützung an. Am Runden Tisch mit Stadt, Bürgerstiftung, Wirtschaftsförderung und Gewerbeverein soll ein Konzept zur Sicherstellung und langfristiger Finanzierung dieses wichtigen Stadtmarketinginstrumentes realisiert werden. In dieser Konstellation muss dann auch eine Lösung für die Bereiche Dreeser Tor und Voigtstor gefunden werden, dort konnte die neu angeschaffte Beleuchtung nur wenige Male genutzt werden. Wer sich an den Kosten beteiligen möchte, kann das Konto des Gewerbeverein Rheinbach e.V. mit dem Betreff „Weihnachtsbeleuchtung 2020“ Iban: DE67 37050299 0045 838885 nutzen.
Kontakt:
info@gewerbeverein-rheinbach.de
Pressemitteilung
Gewerbeverein Rheinbach e.V.
