Traditionelle Herbergssuche in der Reichsburg
Weihnachtsgeschichte lockte erneut scharenweise Besucher
Cochem. Die Cochemer Burgweihnacht mit ihrem lebenden Krippenspiel erfreut sich offensichtlich nach wie vor an einem großen Freundeskreis, denn auch in diesem Jahr pilgerten die Veranstaltungsbesucher gleich scharenweise den steilen Burganstieg hinauf. Hier galt es zunächst einmal auszuharren, denn der Menschenandrang war so groß, dass man die weihnachtliche Fangemeinde in Gruppen einteilen musste. Die trafen dann kurz vor dem Burgtor auf Maria und Josef, die in Begleitung ihres Packesels erstmalig an eine Herbergstür klopften, um hier eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Mangels Geldmittel wurden sie abgewiesen und fanden auch in der Folge wegen Komplettbelegung keine Übernachtungsmöglichkeit.
Eine solche bot sich allerdings kurze Zeit später in einem Kuhstall an, nachdem sich Maria und Josef bei Bethlehems Stadthalter hatten eintragen lassen. Auf ihrem Weg zu Stroh und Krippe trafen sie auf einige Bauern, die sich in Begleitung ihrer Hunde an einem großen Lagerfeuer wärmten und einen hellen Stern am Firmament entdeckten, der augenscheinlich
über einem Stall in der Nähe leuchtete. Auf diesen wies auch Erzengel Gabriel hin, der jetzt in Begleitung eines Posaunisten auf einer Burgzinne erschien und die frohe Botschaft von der Geburt des Jesuskindes übermittelte. Und tatsächlich trafen Besucher und Hirten, nach einem kurzen Fußmarsch, oberhalb des Feldes, auf einen offenen Kuhstall, in welchem Maria ihren neugeborenen Sohn in eine mit Stroh aufgefüllte Krippe gelegt hatte. Zu weihnachtlichen Klängen waren es dann die drei Weisen aus dem Morgenland, die mit Gold, Weihrauch und Myrrhe ihre Aufwartung bei der heiligen Familie machten und auch alle anwesenden Kinder mit goldenen Schokotalern beschenkten.
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Entweder waren die Herbergen belegt oder für Zimmermann Josef nicht erschwinglich.
Erzengel Gabriel verkündete zum Klang der Posaune die frohe Botschaft der Geburt Christi.
An einem großen Lagerfeuer wärmten sich die Hirten auf einem nahegelegenen Feld.
