Großer Jubel und beste Stimmung beim Recher Winzerfest
Weinkönigin Annabell Stodden wurde offiziell gekrönt
Rech. Es ist nicht zu übersehen: in Rech erinnern noch viele Stellen auf traurige Weise an das verheerende Unheil, dass die Flutkatastrophe hier vor zwei Jahren anrichtete, wenn auch schon einiges wieder in neuem Glanz erstrahlt oder sich im Neu-, bzw. Wiederaufbau befindet. Das wird natürlich auch dann deutlich, wenn Rech wie kürzlich sein seit jeher weit über die Dorfgrenzen hinaus bekanntes und beliebtes Winzerfest zelebriert. Einiges ist noch von Improvisation und Provisorien geprägt. Und doch ist es für Gäste und Einheimische eine schöne Erkenntnis, dass sich die besondere Aura und das einzigartige Flair des Recher Winzerfestes ungebrochen erhalten haben.
Neues erfinden, Bewährtes bewahren
Es ist sozusagen eine Mixtur aus Neuem erfinden und Bewährtem bewahren. Ein Fakt, der erneut auch durch einen regelrechten Besucheransturm untermauert wurde – tagsüber ebenso, wie abends. Und die kamen aus nah- und fern, auch aus weiten Teilen Nordrhein-Westfalens. „Blick aktuell“ traf unter anderem eine sechsköpfige Gruppe aus Wesseling-Urfeld, die nach der Flut eine Ahrtaler-Familie tatkräftig unterstützt hatte. So entstanden Freundschaften und die Urfelder möchten das Ahrtal nicht mehr missen. Mit handgemachter Live-Musik startete man ins Winzerfest-Wochenende, bevor samstags mit der Weinmajestäten-Proklamation das erste große Fest-Highlight auf dem Programm stand. Es war ein bewegender Moment, als die bereits im Juni im Hof Bärenbach gewählte, neue Recher Weinkönigin 2023/24, Annabell Stodden, von ihrer Vorgängerin, der Ahrweinkönigin Katja Hermann, gekrönt wurde. Ihr zur Seite stehen die Weinprinzessinnen Alanis Wolff und Nadine Hermann. Sichtlich gerührt wandte sich die neue Regentin an den vollbesetzten Festplatz unweit des alten Pfarrhauses, voller Vorfreude darauf, Rech, dessen Weine und dessen Winzer repräsentieren zu dürfen.
Große Trauben, Musikkapellen und viele Majestäten
Und genau das tat sie dann auch: als strahlende und glückliche Regentin genoss Annabell hoch auf ihrem Königinnenwagen den Jubel der Menge an den Straßen und im Dorf. Darüber hinaus hatte der sonntägliche Winzerfestzug neben einigen Musikkapellen auch noch weitere Höhepunkte wie beispielsweise die Recher Junggesellen samt Maibaum, überlebensgroße Trauben, den Eifelverein im zünftigen Rech-Outfit, und etliche weitere Ahrweinköniginnen zu bieten. Es herrschte eine lockere, wohltuende Atmosphäre und die Zugteilnehmer geizten nicht – weder mit erstklassigen Recher Weinen für die Großen, noch mit süßem Traubensaft für die Kleinen. Damit war ein mehr als idealer Grundstein dafür gelegt, dass das Winzerfest anschließend auf dem Festplatz im Dorf den perfekten Ausklang fand.
Für die Weinmajestäten aus Mayschoß war es nur ein Katzensprung ins Nachbardorf.
Wer kenn sie nicht, die obligatorischen „Recher Kning“?
Trauben und Wein – was würde besser passen?
Ein Prosit auf die Live-Musik, die beim Recher Weinfest einen hohen Stellenwert hat.
Diese Besucher aus Wesseling-Urfeld hatten beim Recher Winzerfest jede Menge Spaß.
Der Eifelverein im stilechten Rech-Look.
In Rech sitzt der Bacchus nicht auf einem Fass, sondern auf einem historischen Schlepper.
Die Recher Junggesellen hatten gleich einen ganzen Maibaum mitgebracht.
