Allgemeine Berichte | 04.07.2025

Entlastungskanal Bonner Straße fertiggestellt

Weiterer Schutz vor Starkregenereignissen

Nehmen den neuen Entlastungskanal und seinen Einlauf in die Swist in Augenschein, von links: Manfred Esper, Leiter des Regionalbüros Gelsdorf der Firma Martin Wurzel, die Technische Beigeordnete Bianca Lorenz, Peter Daube vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen, Bürgermeister Holger Jung und René Düppen, Bereichsleiter Abwasser des Erftverbands. Foto: Stadt Meckenheim

Meckenheim. Meckenheim wappnet sich gegen künftige Starkregenereignisse. Aktuelles Beispiel ist der Entlastungskanal im Bereich der Bonner Straße / L 158, der kürzlich fertiggestellt wurde. Gemeinsam mit den Projektbeteiligten machten sich Bürgermeister Holger Jung und die Technische Beigeordnete Bianca Lorenz ein Bild von der abgeschlossenen Maßnahme, deren Umsetzung im Frühjahr erfolgte. „Ich freue mich über die erfolgreiche Umsetzung des Projektes. Mit dem Bau des Entlastungskanals haben wir einen weiteren wichtigen Schritt unternommen, um die Sicherheit bei Starkregenereignissen in Meckenheim zu erhöhen. Diese Maßnahme trägt effektiv dazu bei, Überschwemmungen vorzubeugen und die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu sichern“, erklärte Holger Jung vor Ort. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten, darunter auch dem Rat der Stadt Meckenheim. Dessen Mitglieder hatten den Beschluss gefasst, die Straßenhöhe und Gefällesituation der Bonner Straße entsprechend umzuplanen und die Dimensionierung und die Möglichkeit eines Entlastungskanals bei Starkregen zu planen und zu prüfen. Der Entlastungskanal ist nach der Errichtung des Hochwasserschutzwalls, der sich in der Swistbachaue bereits bewährt hat, eine weitere große Maßnahme der Stadt Meckenheim infolge des Starkregenereignisses im Juli 2021. Er verhindert, dass sich bei einer Extremwetterlage Wasser an einem der tiefsten Punkte der Stadt, an der Bonner Straße, ansammelt und staut. Stattdessen gelangt es durch das Gefälle der Straße in Sinkkästen, Rinnen und über einen Einlauf in den rund 150 Meter langen Entlastungskanal (DN 800), der bei Starkregen bis zu 1.400 Liter Wasser pro Sekunde in die Swist einleitet. „Ein installierter Schieber bietet im Ernstfall Schutz vor einem Rückstau der Swist“, informierte Peter Daube, Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Verkehr und Grünflächen.

Mit der Fertigstellung wurde eine wichtige Maßnahme aus dem Handlungskonzept für das Starkregenmanagement von der Stadt Meckenheim umgesetzt. Doch alleine auf die Prävention der Kommune dürften die Bürgerinnen und Bürger laut Jung nicht bauen, zumal die Extremwetterereignisse aufgrund des Klimawandels zunehmen werden. „Vielmehr stehen alle in der Verantwortung. Jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger ist gefordert, effektive Eigenvorsorge zu treffen, um Leben und Eigentum zu schützen“, bekräftigte der Bürgermeister. Der Entlastungskanal Bonner Straße ist also nur ein Baustein – ein Projekt, dessen Gesamtkosten rund 500.000 Euro betragen und an dessen Umsetzung das Ingenieur Büro Berthold Becker aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und das ausführende Unternehmen Martin Wurzel aus Jülich ebenso beteiligt waren wie der Erftverband.

Pressemitteilung

Stadt Meckenheim

Nehmen den neuen Entlastungskanal und seinen Einlauf in die Swist in Augenschein, von links: Manfred Esper, Leiter des Regionalbüros Gelsdorf der Firma Martin Wurzel, die Technische Beigeordnete Bianca Lorenz, Peter Daube vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen, Bürgermeister Holger Jung und René Düppen, Bereichsleiter Abwasser des Erftverbands. Foto: Stadt Meckenheim

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