Allgemeine Berichte | 16.07.2020

Rhein Hunsrück Wasser will Kunden künftig besser informieren

Weiterhin keine Keimbelastung feststellbar

Symbolbild.Foto: moritz320/Pixabay

Untermosel. Im Trinkwassernetz an der Untermosel konnten auch nach den jüngsten Laboruntersuchungen keine Verunreinigungen mehr durch den Krankenhauskeim „Pseudomonas aeruginosa“ festgestellt werden. Damit ist das Wasser seit dem 16. Juni ohne Befund. Bis zur endgültigen Freigabe durch das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz wird das Wasser bis auf Weiteres nach einem abgestuften Plan gechlort. Das teilt der Versorger „RheinHunsrück Wasser“ mit. Zwischenzeitlich hat der Zweckverband bereits erste Schritte unternommen, um die Information der Öffentlichkeit deutlich zu verbessern.

„Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Verunreinigung durch zwei – zeitlich eng beieinander liegende – Netzbaumaßnahmen verursacht wurde“, erklärt Werkleiter Steffen Liehr. Man habe mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) Kontakt zur wissenschaftlichen Begleitung und Analyse aufgenommen: „Die Forschungsstelle wird uns bis zur endgültigen Ursachenermittlung unterstützen. Dabei werden wir auch gemeinsam schauen, ob und wenn ja wie wir unsere Prozesse optimieren können.“

Aktuell wird das Wasser in Absprache mit dem Gesundheitsamt weiter desinfiziert, die Dosis wird schrittweise verringert: „So lässt sich gewährleisten, dass Bereiche gereinigt sind, die zwischendurch auch weniger oder gar nicht genutzt werden. Ein Beispiel sind Wochenendhäuser oder Ferienwohnungen.“ Nach der Aufhebung des Abkochgebots können laut Liehr alle Geräte im Haus uneingeschränkt genutzt werden: „Wir bitten unsere Kunden jedoch, wenn Geräte oder Leitungen im Haus länger nicht genutzt wurden, zu spülen.“

Der Versorger hat in den letzten Wochen das Leitungsnetz intensiv gespült. Leichte Trübungen des Wassers können da auftreten, wo es im Ortsnetz noch Leitungen aus Gusseisen gibt: „Das ist unbedenklich. Im Lauf der Jahrzehnte bilden sich in solchen Rohren kleinere Rostanhaftungen, die sich durch die intensiven Spülungen der letzten Wochen lösen können. Der eine oder andere wird das auch in hauseigenen Filtern wahrnehmen können.“

Deutlich verbessern will der Zweckverband seine Kommunikation mit den Bürgern: „Wir sind Techniker und haben vollkommen unterschätzt, welche Sorgen und Verunsicherung so ein Ereignis auslöst. An dieser Stelle waren wir offen gestanden überfordert und bitten unsere Kunden um Entschuldigung. Das muss besser werden.“ Man habe erkannt, dass die Verteilung rein technischer Informationen nicht ausreicht: „Wir sind dankbar, dass die Feuerwehren uns schnell und unkompliziert bei der Verteilung der Handzettel unterstützte.“ Das könne künftig aber nur ein Mosaikstein der Information sein. „Wir haben bei den Stadtwerken Neuwied um Hilfe und Expertise angefragt.“ Diese habe man nicht nur kurzfristig zugesagt, ein erstes Treffen hat bereits stattgefunden: „Aktive Pressearbeit, soziale Medien, Sorgentelefon, verständlichere Informationen und Schulungen: Da müssen wir dazulernen und haben schon einiges an Hausaufgaben bekommen. Die Strukturen werden wir möglichst schnell aufbauen.“ Der Werkleiter betont in diesem Zusammenhang: „Sollte es noch Fragen oder Sorgen geben, bitten wir uns eine kurze Mail an info@rhwasser.de . Ich werde mich persönlich darum kümmern.“

Pressemitteilung RheinHunsrück Wasser Zweckverband

Symbolbild.Foto: moritz320/Pixabay

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Ralf Schweiss
Daueranzeige
Alles rund ums Haus
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
51

Trier. Bischof Dr. Stephan Ackermann hat einen Priester des Bistums Trier von seinem Dienst beurlaubt. Gegen den Priester läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wegen des Vorwurfs einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung (13. Abschnitt des Strafgesetzbuches).

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
2659

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen

Symbolbild
641

Rheinbreitbach. Am Nachmittag des 25. Juni 2026 ereignete sich auf der B42 bei Rheinbreitbach ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ein Motorradfahrer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Der 26-jährige Kölner war mit seinem Motorrad von Bonn in Richtung Unkel unterwegs. An der Einmündung Mühlenweg versuchte er, rechts an einem LKW vorbeizufahren, der nach links in den Mühlenweg abbiegen wollte.

Weiterlesen