Allgemeine Berichte | 10.05.2022, 10:45 Uhr

Zum Weltladentag unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“

Weltladen fordert gerechte Preise

Faire Waren aus aller Welt auf dem Marktstand des Weltladens: Transparente Lieferketten sichern den Produzent*innen einen fairen Preis für ihre Waren.  Foto: Weltladen Remagen-Sinzig

Remagen/Sinzig. Zum Weltladentag am 14. Mai fordern hunderte Weltläden bundesweit, dass die Gewinne entlang globaler Lieferketten gerechter verteilt werden müssen. Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ zeigen sie die negativen Auswirkungen niedriger Erzeuger*innen-Preise auf.

„Oft decken die Preise, die die Produzent*innen für Kaffee, Kakao, Bananen oder Milch erhalten, nicht einmal die Produktionskosten,“ erläutert Weltladen-Sprecherin Walburga Greiner. „Durch die aktuell steigenden Verbraucher*innen-Preise merken wir auf dramatische Weise, wie wichtig existenzsichernde Einkommen und Löhne sind, sowohl in Deutschland wie auch weltweit.“

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können. „In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzent*innen um ihre Existenz kämpfen“, so Greiner.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich“ ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet. „Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen,“ fordert der Weltladen-Dachverband in Mainz.

„Mächtig unfair erscheint uns im Moment vieles, das wir in der Welt beobachten,“ erklärt Co-Sprecherin des Weltladens Remagen-Sinzig Silke Olesen mit Blick auf den Krieg in der Ukraine und die steigenden Verbraucher*innen-Preise. „Umso wichtiger ist es uns als Weltladen auch weiterhin ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und die Menschenrechte zu setzen, ob beim Verkauf im Laden und auf Märkten oder bei unseren Workshops und anderen Aktionen.“ Weitere Informationen:

www.weltladen-remagen-sinzig.de

Pressemitteilung

Weltladen Remagen-Sinzig

Faire Waren aus aller Welt auf dem Marktstand des Weltladens: Transparente Lieferketten sichern den Produzent*innen einen fairen Preis für ihre Waren. Foto: Weltladen Remagen-Sinzig

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