Allgemeine Berichte | 26.02.2020

- Anzeige -

Weltreise oder sogar auswandern? Was sind die Träume der Rheinland-Pfälzer Senioren?

Foto: Adobe Stock – detailblick-foto / 44995237

Das Rentenalter bringt viele Umbrüche mit sich. Der geregelte Tagesablauf des Arbeitslebens ist vorbei und muss durch etwas anderes ersetzt werden. Viele Senioren nutzen die freie Zeit, um sich mit ihrer Familie und ihren Freunden zu treffen. Andere wollen endlich all die Dinge tun, die während der Arbeitszeit nicht möglich waren. Einige begeben sich auf große Reise, andere zeigen ehrenamtliches Engagement oder wandern sogar aus. Sportliche Aktivitäten gewinnen an Reiz und die grauen Zellen wollen fit gehalten werden. Die folgenden Beschäftigungen sind bei Senioren sehr beliebt und bieten reichlich Abwechslung.

Auf einer Weltreise den Horizont erweitern

Ein altes Sprichwort besagt sinngemäß, dass nur derjenige seine Heimat verstehen kann, wer sie verlässt. Um also neue Perspektiven für das eigene Leben zu gewinnen und zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, ist es oftmals nötig, auf Reisen zu gehen und neue Eindrücke zu gewinnen. Deswegen nutzen viele Senioren ihre neu gewonnene Freiheit, zu reisen und sich die Welt anzusehen. Sehr beliebt sind zum Beispiel Städtereisen, bei denen die kulturellen Highlights einer Region erkundet werden. Während einige Rheinland-Pfälzer Senioren von deutschen Städten begeistert sind, machen sich andere auf den Weg nach Paris, Washington oder Bangkok.

In den letzten Jahren haben auch Kreuzfahrten viele Anhänger gefunden. Das liegt daran, dass bei solchen Reisen selbst weit entfernte Regionen ganz bequem und komfortabel erreicht werden können. Auf dem Schiff herrscht eine lebendige und abwechslungsreiche Atmosphäre vor und auf den Landgängen gibt es viel zu erkunden. Auch hier besteht die Möglichkeit, sich auf heimische Gewässer zu beschränken und beispielsweise eine Kreuzfahrt auf der Nordsee zu machen. Ebenso können aber auch Destinationen in der ganzen Welt angesteuert werden, um neue Kulturkreise kennenzulernen und gegen Langeweile im Alter vorzugehen.

Ein Haus an der Sonne

Viele heutige Rentner aus Rheinland-Pfalz haben ihr gesamtes (Berufs-)Leben davon geträumt, auszubrechen und irgendwo anders ein ganz neues Leben zu beginnen. Diesen Traum erfüllen sie sich dann im Alter. Gerade wer keine große Familie hat, um die er sich kümmern muss, wagt diesen Schritt und baut sich in einem anderen Land eine ganz neue Existenz auf. Vor allem ein eigenes Haus am Meer ist für viele Menschen ein Herzensanliegen, das im Ruhestand endlich Wirklichkeit werden kann.

Foto: Adobe Stock – Jenny Sturm / 66819565

Foto: Adobe Stock – Jenny Sturm / 66819565

Damit das gelingt, müssen sich die Senioren jedoch finanzielle Spielräume verschaffen. Denn häufig reicht die Rente nicht aus, um ein solches Haus am Meer, in den Bergen oder in einer Weltmetropole zu finanzieren. Vor Ort gibt es dann reichlich Gelegenheit, um sich den Lebensabend schön zu gestalten. Sprachkenntnisse können erweitert, neue Menschen kennengelernt und die Naturschönheiten der neuen Heimat genossen werden. Der Wunsch nach Freiheit, Selbstständigkeit und privatem Glück, der während des Berufslebens immer etwas kurz kam, wird dann endlich Wirklichkeit.

Rheinland-Pfälzer Senioren zeigen ehrenamtliches Engagement

Erstaunlich viele Senioren aus Rheinland-Pfalz entscheiden sich dafür, nach ihrem Berufsleben ein Ehrenamt zu übernehmen. Das Arbeiten im Ruhestand wird dann nicht als Stress und Belastung empfunden, sondern als persönliche Selbstverwirklichung. Es geht nicht mehr darum, Geld zu verdienen und den Lebensabend abzusichern. Stattdessen können gezielt solche Projekte und Anliegen unterstützt werden, die einem am Herzen liegen und für sie man sich begeistert. Das können eine Trainerfunktion in einem Sportverein, eine Theatergruppe in der näheren Umgebung oder ein Dienst bei einer Kirchengemeinde oder einem sozialen Verband sein.

Foto: Adobe Stock – fizkes / 309195670

Foto: Adobe Stock – fizkes / 309195670

Für die meisten Senioren ist besonders entscheidend, dass sie sich ihre Freiheit bewahren können. Das neue Amt soll keinesfalls in eine stressige Pflichtveranstaltung ausarten. Die Senioren bringen sich gerne ein und unterstützen soziale und gesellschaftlich relevante Projekte, sie wollen aber nicht ausgenutzt werden. Wenn sie das Gefühl haben, für selbstverständlich gehalten zu werden und Aufgaben zugewiesen zu bekommen, für die eigentlich jemand anderes zuständig wäre, ziehen sie sich schnell zurück. Wenn sie sich bei einem Projekt hingegen wohlfühlen, bleiben sie diesem lange treu und ziehen menschlich einen großen Wert daraus.

Sportlich aktiv – 60 ist das neue 50

Alte, strickende Menschen in Schaukelstühlen gehören kaum noch zur modernen Lebenswirklichkeit. Stattdessen sind die Menschen daran interessiert, auch im hohen Alter noch aktiv zu sein und neue Dinge auszuprobieren. Das gelingt vor allem über den Sport. Joggen, Radfahren und Schwimmen erfreuen sich gerade bei älteren Generationen großer Beliebtheit. Senioren haben ein klares Bewusstsein dafür, was ihnen guttut, und achten bewusst auf ihre Gesundheit. Zudem bietet Sport eine gute Möglichkeit, um Struktur in den Tag zu bekommen und sich einen neuen Lebensrhythmus zuzulegen.

Eine sportliche Freizeitaktivität, die von immer mehr Senioren ausgelebt wird, ist das Geocaching. Hierbei müssen versteckte Hinweise und Spuren gefunden werden, die letztendlich zu einer Art „Schatz“ führen. Das Geocaching kommt bei älteren Menschen unter anderem deshalb so gut an, weil es im Freien ausgeübt wird und die Kreativität und das Denkvermögen der Spieler herausfordert. Allerdings gibt es Routen, die für ältere Menschen schwer oder gar nicht zu bewältigen sind. Deswegen sollte im Vorfeld genau geklärt werden, welche Varianten des Geocachings für einen in Frage kommen, um sich nicht zu überfordern oder zu verletzen.

Kreativ werden und neue Aktivitäten entdecken

Für viele Senioren aus Rheinland-Pfalz ist der Ruhestand die Zeit, um vernachlässigten Hobbys nachzugehen und neue Dinge auszuprobieren. Viele begeistern sich in dieser Zeit für die Kunst und widmen sich dem Malen. Andere drängt es auf eine Bühne und sie treten in einen Chor ein. Wieder andere wollen ihre Gehirnzellen trainieren und besuchen Escape Rooms. Spaßige Dinge auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln, ohne sich Sorgen um den Lebensunterhalt machen zu müssen, ist einer der großen Reize des Alters.

Foto: Adobe Stock – Nattakorn / 268751075

Foto: Adobe Stock – Nattakorn / 268751075

Auffällig ist, dass die digitale Transformation unserer Gesellschaft auch vor den Senioren nicht Halt macht. Viele von ihnen fangen im Alter an, sich für technische Neuheiten zu interessieren und beispielsweise ihr Zuhause smart einzurichten. Während einige ganz grundlegend erst einmal den Umgang mit dem Computer erlernen müssen, stecken andere bereits in der Materie drin und beschäftigen sich mit Augmented Reality und dem Internet der Dinge. Auch hier steht der Wunsch im Vordergrund, Neues zu erleben und seinen eigenen Horizont zu erweitern.

Menschen begegnen und füreinander da sein

Das Alter ist noch einmal eine Phase, in der neue Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen werden. Die bisherigen Bande zu Arbeitskollegen oder den Kindern, die inzwischen ihr eigenes Leben führen, werden schwächer und der Wunsch nach neuen Bekanntschaften wächst. Viele Senioren suchen sich daher gezielt Veranstaltungen und Freizeitangebote aus, bei denen sie Menschen treffen und neue Kontakte knüpfen können. Von einem Verein über eine Gemeindegruppe bis hin zu Partys gibt es hierfür reichlich Gelegenheiten.

Für viele Senioren gewinnt die Familie im Alter noch einmal an Bedeutung. Viele haben Freude daran, die Kinder zu besuchen oder sich um die Enkelkinder zu kümmern. Gerade wenn die Verwandtschaft weit auseinander lebt, besteht im Alter die Möglichkeit, einander häufiger zu besuchen und gemeinsam ein paar tolle Augenblicke zu erleben. Materielles rückt für viele Senioren immer weiter in den Hintergrund und die Gemeinschaft mit netten Menschen hat einen besonders hohen Wert.

Fazit

Für die meisten Senioren beginnt das Leben mit dem Ruhestand noch einmal ganz von vorn. Sie können sich lang gehegte Träume erfüllen und endlich all das tun, wofür früher keine Zeit blieb. Oftmals lassen sich mehrere der hier genannten Aspekte auch verknüpfen. Wenn Senioren eine Kreuzfahrt machen oder sich ein Haus am Meer kaufen, haben sie gleichzeitig die Gelegenheit, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen oder ihr neues Zuhause mit neuen Technologien auszustatten oder in eine Künstlerwerkstatt umzufunktionieren.

Klar ist jedenfalls, dass das Alter für die Senioren aus Rheinland-Pfalz nicht vorrangig das Ausruhen und zu Hause sein bedeutet. Stattdessen haben sie ein großes Interesse daran, sich weiterzubilden, aktiv zu bleiben und neue Horizonte zu erkunden. Das ist in der heimischen Umgebung ebenso möglich wie beim Auswandern oder auf Reisen.

Foto: Adobe Stock – detailblick-foto / 44995237

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Essen auf Rädern
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0491#
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Innovatives aus Weißenthurm
Angebotsanzeige (August)
Empfohlene Artikel
Astplatz Bruchhausen
17

Gelände der ehemaligen Kläranlage in der Unkeler Straße. Geöffnet ist der Astplatz an jedem ersten Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr. In den Monaten Januar, Februar, Juni, Juli, August und Dezember ist der Astplatz geschlossen. Den Anweisungen der Aufsichtspersonen ist in allen Dingen Folge zu leisten.Stefan Heinrichs, Ortsbürgermeister

Weiterlesen

Taylor Schmitz überzeugte mit eiserner Disziplin.  Foto: privat
28

Kreis Ahrweiler. Vom 3. bis 9. August 2026 fand in Berlin die Weltmeisterschaft der World Kickboxing and Karate Union (WKU) statt. Mit dabei war auch Taylor Schmitz von der Kampfsportschule Fidelis, der sich in einem international hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld bis ins Finale kämpfte und dort den Vize-Weltmeistertitel errang.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ramersbacher Straße in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
5443

Vor der Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab es in der Stadt Gerüchte um einen „Doppelmord“.

21.08.: Tötungsdelikt in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Rechtliche Hintergründe

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kreisstadt kam es am 19. August zu einem grausamen Delikt. Ein 55-jähriger Mann und seine 52-jährige Ehefrau wurden leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Beide wiesen erhebliche Stich- und Schnittverletzungen auf und verstarben trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen noch vor Ort. Dringend tatverdächtig ist der 26-jährige Sohn des Ehepaares, der ebenfalls in der Wohnung lebte und selbst gegen 4 Uhr die Polizei verständigt hatte.

Weiterlesen

Am Ahrradweg tut sich etwas.  Foto: WITE
160

Reimerzhoven/Laach. Während der Wiederaufbau des Ahr-Radweges im unteren Bereich sichtbare Fortschritte macht, gibt es an den beiden neuralgischen Punkten zwischen Ahrbrück und Kreuzberg sowie Reimerzhoven und Laach noch Schwierigkeiten. Das Projekt an der Mittelahr liegt nicht in den Händen des Landesbtriebes für Mobilität (LBM). Wie der LBM auf Nachfrage von Blick Aktuell mitteilte, ist dieser nicht Träger dieser Baumaßnahme.

Weiterlesen

Am Freitagabend, 4. September, wird es spannend, wenn verkündet wird, wer die Nachfolgerin von Burgundia Hannah Schooß wird.
1934

Ahrweiler. Die vier mächtigen Stadttore der historischen Altstadt empfangen die Gäste an den ersten beiden Septemberwochenenden zu den Ahrweiler Weinwochen, dem größten und traditionsreichsten Weinfest des Ahrtals. Zwischen Fachwerkhäusern und lauschigen Gassen verwandelt sich das Städtchen vom 4. bis 6. September sowie vom 11. bis 13. September in eine stimmungsvolle Festmeile voller Genuss, Musik und Lebensfreude.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen