Dekanatsfrauentag in Miehlen greift unterhaltsam und informativ ein großes Thema auf
Weltweiter Friede in kleinen Schritten
Lilo Hartung und Ingrid Zöller freuten sich bei ihrer Begrüßung über fast 250 Teilnehmerinnen
Miehlen. „Ein bisschen Frieden“ hieß einmal ein berühmter Schlager. Unter dieser Überschrift stand der Dekanatsfrauentag des evangelischen Dekanats Nassauer Land, den die Teams für die Ost- und Westregion des Rhein-Lahn-Kreises vorbereitet hatten. Allein in Miehlen freuten sich Lilo Hartung und Ingrid Zöller in ihrer Begrüßung über fast 250 Teilnehmerinnen, die sich von dem ebenso unterhaltsamen wie informativen Programm inspirieren ließen, um Wege zum Frieden in all seinen Facetten zu finden.
Gemeinsamer Gesang vom Frieden, ein Sketch, Dialoge, Talkrunde, der Blick in weltweites Engagement, das zu Gerechtigkeit und Frieden beiträgt, sowie ein Quiz gaben viele Denkanstöße zum Thema und bezogen das Publikum im Bürgerhaus immer wieder mit ein. Hartung und Bernd-Christoph Matern fungierten dabei als Paar am Frühstückstisch, das animierte, die Hoffnung auf Frieden trotz negativer Schlagzeilen in der Zeitung nicht zu verlieren. Und auch Christa Kolb, Sabine Savelsberg, Bärbel Goerke, Bärbel Scheele und Ute Talg machten im Gespräch und in einer Talkrunde deutlich, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich für Frieden im Kleinen wie Großen zu engagieren und dass es dafür keines förmlichen „Friedensvertrags“ mit dem Nachbarn in der Straße bedürfe, wie es in einem Dialog hieß. Sich in andere hineinzuversetzen, Frieden mit sich selbst zu haben und im direkten Umfeld seien wichtige Schritte.
Den Blick auf den weltweiten Frieden lenkte Anne Dähling vom Internationalen Christlichen Friedensdienst „EIRENE“ in Neuwied, der sich seit 1957 gewaltfrei für den Frieden in einer Vielzahl von Projekten einsetzt. Knapp 700 Euro spendeten die Frauen in Miehlen spontan für ein Projekt, das in Marokko lebenden geflüchteten Frauen hilft, dort zur Schneiderin ausgebildet zu werden. Sigrid Paul vom Arbeitskreis Nassau-Mabira des Dekanats Nassauer Land, den seit fast 40 Jahren eine Partnerschaft mit dem Kirchendistrikt in Tansania verbindet, berichtete über das Engagement, um dort Frauen zu mehr Unabhängigkeit und zum Aufbau einer eigenen Existenz zu verhelfen. Selbst gefertigte Waren, die eine Besuchsgruppe junger Leute gerade aus Mabira mitgebracht hatte, verkaufte Paul zugunsten dieses „Mini-Kredite-Projekts“ im Foyer des Bürgerhauses.
Claire Metzmacher, Bildungsreferentin des evangelischen Dekanats Nassauer Land und Mitorganisatorin des Nachmittags, freute sich über den regen Austausch auf der Bühne und an den Tischen ebenso wie über die Sieger des Quiz, mit dem Helga Kohl die Kaffeepause eingeleitet hatte. Zum „Jagen“ nach dem Frieden rief in einer bewegenden Andacht Pfarrerin Yvonne Fischer die Frauen im Bürgerhaus auf und zählte eine lange Liste alltäglich wirkender Dinge auf, mit denen Frauen etwas für den Frieden tun, vom respektvollen Streiten über Gastfreundschaft, Erzählungen aus Kriegszeiten, der Arbeit im eigenen Garten bis hin zum Beten mit Kindern und Enkeln. Sie sei überzeugt davon, dass der weltweite Friede nur im Kleinen und im direkten Umfeld beginne und jeder eigene Beitrag nicht geringer zu schätzen sei als der großer Politiker. „Was jeder an seinem Ort für den Frieden tut, wirkt sich auch auf den weltweiten Frieden aus“, so Fischer.
Motiviert von dem friedlichen und bereichernden Nachmittag traten die Frauen den Heimweg an, nachdem Matern am Klavier mit den Anwesenden den jüdischen Segensgruß „Hevenu Shalom“ angestimmt hatte.
Die Ansprachen waren gut gewählt.
Beim Quiz kamen viele Besucher ins Grübeln.
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