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St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Mayen-Hausen e.V

Wenn Cowboys, Trapper und Indianer auf Büffel anlegen

Verein führte zum dritten Mal den Rifleman-Wettbewerb für Schwarzpulverschützen durch

Wenn Cowboys, Trapper
und Indianer auf Büffel anlegen

Stilecht gwandet traten die Teilnehmer des Rifleman-Wettbewerbs an. Foto: privat

19.07.2019 - 15:59

Hausen. Zum dritten Mal in Folge trafen sich zahlreiche Trapper, Cowboys und Indianer im Saloon der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Mayen-Hausen e.V, um sich in der Kunst des Schwarzpulver Schießens zu messen. Die Trapper, Cowboys und Indianer erschienen in aufwendigen und zum großen Teil selbst hergestellten, traditionellen Kleidungsstücken.

Der Rifleman ist eine Schießveranstaltung, bei der sich die Schützen in ihrem Können messen können und bei der auch Disziplinen geschossen werden, bei denen einfach das Glück des Schützen oder der Zufall von Bedeutung sind. So werden beispielsweise die Schießscheiben mit wechselnden Motiven falsch herum aufgehängt. Dadurch haben auch die Jungschützen des Vereins die Chance, im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück vom Schinken abzubekommen. Denn bei dieser Disziplin war der Hauptpreis tatsächlich ein 1,5 Kilo schwerer Schinken.

Anders als bei modernen Sportwaffen hat der Schwarzpulver-Schütze einen erheblichen Einfluss auf das Trefferbild seiner Waffe durch die richtige Auswahl von Schwarzpulversorte, Menge, Schusspflaster, Geschossart und Größe etc. Die tollkühnsten Wildwest-Frauen und -Männer trafen sich, um zu bestimmen, wem die Ehre des Titels „Rifleman 2019“ zuteil wird.

Durch die hervorragende Organisation des 2. Vorsitzenden der St. Sebastianus Schützenbrüderschaft Mayen-Hausen, Stefan Hennerici alias „Kentucky Kid“, wurde die Veranstaltung wieder einmal ein absolutes Jahreshighlight.


Event ist überregional beliebt


Bei aller Ernsthaftigkeit während des Schießbetriebs kommen der Spaß und vor allem die Geselligkeit beim Hausener Westerntreffen nie zu kurz, sodass die Veranstaltung auch überregional bei vielen Schwarzpulverschützen sehr beliebt ist und gut besucht wird. Traditionelle Kleidung ist bei dieser historischen Veranstaltung geboten. Dabei ist es immer wieder schön anzusehen, wie viel Liebe die Teilnehmer ins Detail stecken. Nachdem der erste Schuss um 10.30 Uhr das Schießen eröffnet hatte, mussten die Schützen einen Parcours aus fünf verschiedenen Motivscheiben absolvieren. Pro Scheibe durften jeweils fünf Schuss abgegeben werden, auf eine Entfernung von 50 Metern galt es, eine Büffelscheibe, einen Konservendosendeckel, eine Flaschensilhouette, eine Adlerscheibe sowie ein Cowboytier zu treffen. Dabei kommt es besonders auf das Können des einzelnen Sportschützen an.

Im Anschluss wurde dann noch die Ehrenscheibe geschossen, dabei darf jeder Schützen lediglich einen einzigen Schuss auf eine Motivscheibe abgeben. Die Besonderheit dabei ist, dass das zu treffende Ziel nicht im Zentrum der Scheibe liegt. Dadurch wird der Präzisionsschuss erheblich erschwert. Ulrich Kelleter gelang es, das 19 Millimeter große Ziel in einer Entfernung von sage und schreibe 50 Metern mitten ins Zentrum zu treffen.


Patrick Koch erlegte den Büffel


Eine weitere Disziplin ist das Traditionelle „Büffelschießen“. Dabei wird durch die Schützen nacheinander je ein Schuss auf eine Büffel-Silhouette geschossen, die einen dahinter hängenden Baumstamm verdeckt. Hier muss der einzelne Schütze den richtigen Riecher haben. Mit dem 217 Schuss gelang es Patrick Koch, alias „Doc Holiday“, den Baumstamm zu teilen, und damit ist er der „Büffelkönig 2019“.


Erfolgreiche Titelverteidigung


Beim Rifleman Wettbewerb konnte „Doc Holiday“ ebenfalls mit 122 Ringen punkten und erreichte einen verdienten fünften Platz. Der vierte Platz ging an Frank Keutz alias „Der Richter“, dem es gelang, mit dem Steinschlossgewehr eine Punktzahl von 135 Ringen zu schießen. Wie bereits im Vorjahr beim Rifleman sicherte sich Horst „The Bull“ Näckel mit diesmal 138 Ringen den dritten Platz und erreichte das Siegertreppchen. Der zweite Platz ging überraschenderweise an das Greenhorn Mike Flinsch (Anwärter auf den Namen „Mississippi“) mit 162 Ringen. Den ersten Platz konnte Stefan „Kentucky Kid“ Hennerici mit sage und schreibe 198 Ringen erringen und damit auch den Titel „Rifleman 2019“. Wieder einmal ist es „Kentucky Kid“ gelungen, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.


Neuer Modus bei Siegerehrung


Wie in jedem Jahr wurde, nachdem die Sicherheit an den Vorderladergewehren hergestellt war, die Siegerehrung durch „Kentucky Kid“ vorgenommen, in diesem Jahr allerdings von hinten nach vorne. So konnten die Schützen auf den hinteren Plätzen aus dem gesamten Sortiment der Wettbewerbspreise auswählen, und die Bestplatzierten teilten sich die übrigen Preise. Eine tolle Idee, die bei allen Beteiligten sehr gut angekommen ist. Nach der Siegerehrung ging es zum geselligen Teil über, der von allen Schützen mit reger Teilnahme wahrgenommen wurde. Natürlich kam das leibliche Wohl dabei nicht zu kurz.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Hätte es den Nationalsozialismus nicht gegeben, so hätte man ihn, damit sich die geistig Verwahrlosten von heute darin suhlen können, erfinden müssen!
juergen mueller:
Herr Schupp,wie kommen Sie darauf,dass man gerade Sie in einen direkten Vergleich mit den "Dosen-Politikern" gestellt habe?Seien Sie doch einfach nur froh,dass Ihr Konterfei nicht auf einer Dose war.Das hätte die Berechtigung zu einer Anzeige sein können.Meine Oma hat immer gesagt:"Getroffene Hunde bellen".Ich an Ihrer Stelle hätte mir nicht entgehen lassen,den ersten Ball zu werfen - nicht auf den Mann mit dem Schnorres,denn der ist ja tot. Machen sie doch lieber ernsthafte Politik,als diese anderen zu empfehlen und schauen sich einmal "Verstehen Sie Spaß" an.
Heiner Kuhlmann:
Ist der Vorname des Täters bekannt? Danke.
Antje Schulz:
Der Kommentar von K. Schmidt muß richtig gestellt werden. Die AfD hatte bei der Kreistagswahl nicht rund 350.000 Wähler, sondern rund 350.000 Stimmen. Jeder Wähler konnte bei Kreistagswahl bis zu 50 Stimmen vergeben. Im Bundesdurchschnitt liegt die AfD momentan bei etwa 13 Prozent. Da sind 7,4 Prozent für die AfD bei der Kreistagswahl Mayen-Koblenz nunmal weiter unter Schnitt. Das heißt, daß die Wähler im Landkreis Mayen-Koblenz mit der Arbeit der AfD nicht besonders zufrieden sind, jedenfalls weit weniger als im Bundesdurchschnitt. Und das liegt auch an der schlechten Arbeit von Uwe Junge.
K. Schmidt:
Das Argument, alle Wahlen in der Konstitution sind vorher abgesprochen, soll deshalb nicht ziehen, weil auch die meisten anderen Beschlüsse vorher abgesprochen und somit nur noch abzunicken sind? Und Junge soll man einfach nicht ernst zunehmen? Als Vorsitzender der drittstärksten Landtagsfraktion? Leute, genau so hält man dieses politische Krankheitssymptom am Leben, genau so wird man die Afd nicht wieder los. Bekämpft sie doch endlich mit vernünftiger Politik, nicht mit solch dilettantischen Quengeleien. Selbst die 350.000 Wähler bei der Kreistagswahl hat die AfD sich nicht selbst gewonnen, sondern die haben die anderen Parteien verloren. Warum versucht denn keiner, die zurück zu gewinnen? Das lässt sich so auf alle Ebenen übertragen. Man kann es nicht verstehen.
Antje Schulz:
Uwe Junge ist kein ernst zu nehmender Politiker.
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