Allgemeine Berichte | 02.04.2016, 12:13 Uhr

Nouruz-Fest im Jugendkulturzentrum Lahnstein

Wenn Frühling und Neujahr zusammen fallen

Ahmad Anousheh, Erfan Barooghi und Hedieh Anousheh aus Köln begeisterten mit persischen Klängen. privat
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Lahnstein. Pünktlich zum Frühlingsbeginn fand das persische Neujahrsfest im Haus der Generationen statt.

Deutsche, Iraner, Afghanen und viele andere feierten, speisten, sangen und tanzten ausgelassen in freundlicher und geselliger Atmosphäre. Die Veranstaltung wurde damit zu einem der zahlreichen Beispiele dafür, wie es heute in Deutschland funktionieren kann, wenn Kulturen und Generationen zusammentreffen, um Gemeinschaft, Freundschaft, Respekt und Anerkennung zu leben und zu feiern. Es geht also doch. Das Fremde zuzulassen und daraus etwas zu gewinnen und wachsen zu lassen. Neue Freundschaften und das Lächeln und der Dank der über 80 Besucher am Ende der Veranstaltung waren ein Zeichen dafür, dass der Abend ein voller Erfolg war.

Versöhnung, Liebe und Ehrung

Heiko Krenzer, ein Koblenzer mit ausgeprägter Vorliebe für die iranische Kultur, der übrigens fließend Farsi spricht, erklärte das traditionelle Nouruz-Fest der Iraner. Das altpersische Neujahrs- und Frühlingsfest steht traditionell für Versöhnung, Liebe und Ehrung der älteren Generation und wurde weltweit am 20. März gefeiert. Es findet jährlich zur Tag- und Nachtgleiche im Frühling statt, weshalb das Datum jährlich variiert.

Einer der wichtigsten Nouruz-Bräuche ist die Zusammenstellung des Haft-Sin (Sieben S) im Kreise der Familie und Freunde. Mit sieben Bestandteilen wird die persische Tafel prunkvoll geschmückt, so auch an diesem Abend. Jedes der sieben Nahrungselemente symbolisiert dabei eine Tugend aus der Zeit Zarathustras: Glück, Schutz, Gesundheit, Fröhlichkeit, Freundschaft, Weisheit, Fruchtbarkeit, Reinheit und Ehrlichkeit. Das Neujahrsfest findet nach 13 Tagen seine Vollendung in einem gemeinsamen Picknick mit Familie und Freunden im Freien.

Gäste zum Tanzen gebracht

Eines der großen Highlights an diesem Abend war die Musik. Eine Kölner Gruppe iranischer Künstler bot den begeisterten Zuhörern traditionelle persische und afghanische Lieder. Ahmad Anousheh (Ney, Tombak: persische Flöte, persische Percussion), Erfan Barooghi (Ghanun: persische Zither) und Hedieh Anousheh (Gesang/Dohol: persische Schlagtrommel) brachten die zahlreichen Besucher zum Tanzen und sorgten so für einen unvergesslichen Abend.

Für das leibliche Wohl sorgte nicht nur das Team des Jugendkulturzentrums, allen voran Sozialpädagogin Nasti Houshmand, die gebürtige Iranerin ist und das Fest initiiert und geplant hat, ebenso die FSJ-lerinnen Ayla Borazan, Christine Limburg und Lorena Karbaum, die sich erstmals äußerst erfolgreich in der persischen Küche erprobten, sondern auch die Flüchtlinge, ohne die es an diesem Abend kein köstliches typisch afghanisches Essen gegeben hätte. Aber auch andere Besucher brachten ihre kulinarischen Spezialitäten mit, sodass eine große Auswahl an außergewöhnlichen Speisen, geprägt vom Duft nach Safran, Koriander und vielen anderen Gewürzen, die Besucher zum Verweilen einlud.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch Aida Saburi, einer iranischen Künstlerin, die in Lahnstein lebt, die Möglichkeit einer Bilderausstellung gegeben. Die Werke der jungen Malerin, die auch Kontakt zu anderen Künstlern sucht, werden bis Ende Juni im JUKZ zu sehen sein.

Das dies nicht das letzte Nouruz-Fest im Jugendkulturzentrum gewesen sein soll, waren sich Veranstalter und Besucher einig.

Pressemitteilung der

Stadt Lahnstein

Ahmad Anousheh, Erfan Barooghi und Hedieh Anousheh aus Köln begeisterten mit persischen Klängen. Foto: privat

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