Allgemeine Berichte | 15.06.2026

Die Pellenz Musical School stellt sich vor:

Wenn Kinder auf der Bühne über sich hinauswachsen

Die Kids der Pellenz Musical School bei der Aufführung von Laachi.  Fotos: privat

Nickenich. Seit über 25 Jahren steht die Pellenz Musical School (PMS) für Kreativität, Gemeinschaft und die Förderung junger Talente. Was einst als Musical-AG der Grundschule Nickenich begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft entwickelt.

Die Wurzeln des Vereins reichen zurück in die Zeit des erfolgreichen Musicals „Laachi“, das vom damaligen Grundschullehrer Kurt Hackenbruch geschrieben wurde. Die Begeisterung bei Kindern, Eltern und Publikum war so groß, dass schnell der Wunsch entstand, diese besondere Form der kulturellen Jugendarbeit dauerhaft fortzuführen. So wurde im Jahr 2001 die Pellenz Musical School e.V. gegründet.

Ein klares Ziel: Kinder stark machen

Heute verfolgt der gemeinnützige Verein ein klares Ziel: Kinder stark machen. In den Bereichen Gesang, Schauspiel und Tanz erhalten die jungen Akteurinnen und Akteure eine fundierte Ausbildung. Über einen Zeitraum von meist zwei Jahren bereiten sie sich intensiv auf eine große Musicalproduktion vor, die anschließend in mehreren Aufführungen vor insgesamt rund 400 Besucherinnen und Besuchern pro Vorstellung präsentiert wird.

Dabei geht es um weit mehr als nur um das Erlernen künstlerischer Fähigkeiten. Die Kinder wachsen während der Probenzeit an ihren Aufgaben, entwickeln Selbstvertrauen, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Der große Applaus am Ende einer Aufführung ist für viele der sichtbare Höhepunkt eines langen gemeinsamen Weges.

Zu den erfolgreichen Produktionen der vergangenen Jahre zählen unter anderem „Das Dschungelbuch“, „Till Eulenspiegel“, „Linie 1“, „Zickenterror“, „Peter Pan“ sowie die beliebten Laachi-Musicals. Mit dem aktuellen Broadway-Musical „Percy Jackson“ setzt die PMS diese Erfolgsgeschichte fort.

Starkes Gemeinschaftsgefühl

Besonders wichtig ist dem Verein das starke Gemeinschaftsgefühl. Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde engagieren sich ehrenamtlich beim Bau von Bühnenbildern, der Herstellung von Kostümen, bei Requisiten, Technik oder der Organisation von Veranstaltungen. Gemeinsame Ausflüge, Probewochenenden, Grillfeste und Premierenfeiern fördern den Zusammenhalt zusätzlich. Wie eng die Verbundenheit mit dem Verein ist, zeigt sich auch daran, dass viele ehemalige Darstellerinnen und Darsteller der PMS bis heute aktiv bleiben. Einige unterstützen neue Produktionen hinter den Kulissen, andere stehen weiterhin selbst auf der Bühne. Für Jugendliche und junge Erwachsene wurde 2022 sogar eine eigene Sparte gegründet: „Die Charakteure“. Die Gruppe richtet sich an Darstellerinnen und Darsteller zwischen 16 und 28 Jahren. Ihr erstes großes Projekt, „Der große Gatsby“, feierte 2024 vor ausverkauftem Haus Premiere und begeisterte das Publikum. Die nächste Produktion befindet sich bereits in Vorbereitung.

Freundschaften fürs Leben

Viele Mitglieder begleiten die Pellenz Musical School bereits seit ihrer Kindheit. Manche Familien sind dem Verein seit seiner Gründung verbunden. So entstehen Freundschaften fürs Leben und eine besondere Gemeinschaft, die Generationen verbindet. Trotz des enormen ehrenamtlichen Engagements entstehen bei jeder Produktion hohe Kosten für Trainer, Materialien, Kostüme, Bühnenbau und professionelle Veranstaltungstechnik. Um auch künftig Musicals von Kindern für Kinder und junge Erwachsene auf die Bühne bringen zu können, ist die Pellenz Musical School auf Unterstützung durch Förderer, Sponsoren und Freunde des Vereins angewiesen. Die Pellenz Musical School ist damit weit mehr als ein Musicalverein. Sie ist ein Ort, an dem junge Menschen Talente entdecken, Selbstvertrauen entwickeln und gemeinsam unvergessliche Erlebnisse schaffen, ganz nach ihrem Leitsatz: Kinder stark machen. ROB

Die Mitglieder der Pellenz Musical School bei der Andernacher Kulturnacht.  Foto: privat

Die Mitglieder der Pellenz Musical School bei der Andernacher Kulturnacht. Foto: privat

Die Kids der Pellenz Musical School bei der Aufführung von Laachi. Fotos: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus Daueranzeige
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0007#
Stellenanzeige kaufmännische Sachbearbeitung
Angebotsanzeige (Juni)
Weinblütenfest in Mayschoß
Empfohlene Artikel
Urkundenübergabe in Koblenz.  Foto: Polizei Koblenz
17

Koblenz. Am Donnerstag, dem 30. April 2026, bewiesen die Besatzungsmitglieder der MS Asbach, Lukasz Kuziminski und Felix Düster, außergewöhnlichen Einsatz und Zivilcourage. Während sie sich an Bord der MS Asbach befanden, entdeckten sie eine im Wasser treibende Person, die sich in akuter Lebensgefahr befand. Ohne zu zögern leiteten die beiden Ersthelfer Rettungsmaßnahmen ein. Sie ließen ein Beiboot...

Weiterlesen

Die Planungen zur Wiederherstellung des Grünen Weges werden parallel zum Neubau des Stadions und des Christinenstegs weiter ausgearbeitet.  Foto: ROB
20

Sinzig. Die GEWI – Gesellschaft für Entwicklung, Wiederaufbau und Innovation mbH aus Sinzig informiert monatlich über den aktuellen Stand der Wiederaufbauprojekte in und um Sinzig. Die jeweiligen Sachstände können zudem auf der Homepage der GEWI sowie über die vor Ort angebrachten QR-Code-Schilder eingesehen werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
1054

Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.

Weiterlesen

Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“
1033

Mundart-Sänger Daniel Ferber mit neuem Projekt

Die Neuauflage von „Dau bes Kowelenz“

Koblenz. Das Jahr 2006 ist vielen Koblenzern in guter Erinnerung: nicht nur durch das deutsche „Sommermärchen“, sondern auch durch ein ganz besonderes Projekt.

Von Horst Hohn aus Mülheim-Kärlich

Weiterlesen