Allgemeine Berichte | 25.05.2023

15 Preisträgerinnen und Preisträger des „Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz 2023“ gekürt

Wenn aus Ideen Innovationen werden

Alle Preisträgerinnen, Preisträger und Fördernde. Foto: Nicole Bouillon Fotografie

Koblenz. Eine Idee wird erst dann zu einer Innovation, wenn sie nicht mehr nur im Kopf existiert: Für den Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz haben ein weiteres Mal zahlreiche potenzielle Gründerinnen und Gründer den Schritt gewagt und spannende wie auch innovative Konzepte eingereicht. Eine unabhängige Jury wählte die besten Ideen aus. Die insgesamt 15 Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Ideenwettbewerbs wurden nun im Rahmen der Preisverleihung ausgezeichnet, die in Kooperation mit der Handwerkskammer Koblenz in der Galerie des Handwerks in Koblenz ausgerichtet wurde. Der von der Hochschule Koblenz mitbegründete Wettbewerb ist Teil der Gründungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, die mit vielen Projekten und Veranstaltungen ein attraktives Gründungsklima in Rheinland-Pfalz schafft.

Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt zeigte sich beeindruckt von den Wettbewerbsbeiträgen und gratulierte den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich: „Die heute ausgezeichneten Ideen zeigen eindrücklich das große Potenzial an Unternehmergeist und Gründungsbereitschaft in Rheinland-Pfalz. Investieren wir in gute Ideen und junge Unternehmen, investieren wir in die Zukunft unseres Landes. Es ist wichtig, dieses Gründungspotenzial früh zu erkennen und zu unterstützen, damit aus guten Ideen erfolgreiche Unternehmen werden. Der Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“

Auch der Präsident der Hochschule Koblenz Prof. Dr. Karl Stoffel bekräftigte, dass die Gründungsförderung ein wichtiges Thema der Hochschule Koblenz ist: „Unsere Studierenden erhalten eine solide Basis an Fachwissen. Darüber hinaus ist uns wichtig, ihnen Problemlösungskompetenz und Freude an Innovation vermitteln. Und wir stehen an ihrer Seite, wenn sie bei der Weiterentwicklung ihrer kreativen Idee bis hin zur Unternehmensgründung Unterstützung benötigen.“

Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Koblenz, war ebenfalls begeistert von den Wettbewerbsbeiträgen und betonte, wie wichtig innovative Ideen für die Wirtschaft sind: „Erfindergeist und Ideenreichtum sind für Handwerksbetriebe alltägliche Notwendigkeit. Individuelle Kundenwünsche, neue Techniken und wenig standardisierte Prozesse fordern vom Handwerk jeden Tag aufs Neue innovative Einfälle. Aus diesen Ideen haben sich schon oft praxistaugliche Standards entwickelt. Es ist uns im Handwerk wichtig, dieses Innovationspotenzial zu fördern, um auch in Zukunft kreativ und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.“

Neben den Preisträgerinnen und Preisträgern der Regionalpreise Kaiserslautern, Koblenz, Mainz und Trier wurden sowohl die landesweiten Preisträger und Preisträgerinnen als auch der Medizinsonderpreis, die Nachwuchssonderpreise und der Start-up Sonderpreis im Rahmen der Veranstaltung geehrt.

Landesweite Preise

Auf Platz eins des ersten Ideenreifegrades der landesweiten Preise landeten in diesem Jahr Prof. Dr. Babette Dellen und Dr. Uwe Jaeckel, die am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz lehren, mit ihrer Idee Anomalieerkennung in Medizin und Industrie. Durch die Kombination von künstlicher Intelligenz und der Erfassung sensorischer Signale nähern sie sich dem Problem der Erkennung von Anomalien in Abläufen, insbesondere beim menschlichen Gang oder bei Prozessen in Maschinen. Den ersten Platz des zweiten Ideenreifegrades erreichte Jan Heinemann aus Andernach mit seiner Idee SnakE, dass das weltweit kleinste und leichteste modulare Löschsystem für Elektrofahrzeuge ist. Den ersten Platz des dritten Ideenreifegrades der landesweiten Preise belegte Anna Franken aus Bitburg mit der Idee Wundersee® Fashion, dass ein adaptives Modelabel ist, welches über einen Onlineshop barrierefreie Kleidung für junge und junggebliebene Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer anbietet.

Medizinsonderpreis

Der Medizinsonderpreis, der im Rahmen des diesjährigen Ideenwettbewerbs wieder von der L&R Gruppe ausgelobt wurde, ging mit seiner Idee Draw@Home an Maximilian Sprang aus Bad Kreuznach. Mit seiner Idee möchte er ein Gerät entwickeln, dass Patientinnen und Patienten die Möglichkeit eröffnet, sich selbst zu Hause Blut abzunehmen und diese Blutprobe zu verschicken. Darüber hinaus sollte ein solches Gerät auch die Arbeit von medizinischem Personal vereinfachen können, wenn außerhalb der klinischen Zentren Blut abgenommen und verschickt werden soll.

Nachwuchssonderpreise

Neben der Prämierung der drei besten landesweiten Ideen und des Medizinsonderpreises konnten Schülerinnen und Schüler zwei Nachwuchssonderpreise gewinnen, die die Energieversorgung Mittelrhein (EVM) ausgelobt hatte. Franziska Dichter und Nora Faltis aus Koblenz vom Eichendorff-Gymnasium Koblenz in Kooperation mit der Universität Koblenz haben dieses Jahr den ersten Platz mit ihrer Idee Smombies belegt. Bei dem Projekt wurde untersucht, inwieweit sich die iPad-Nutzung im Unterricht negativ auf die Körperhaltung auswirkt und Lösungsansätze erarbeitet. Keerthna Chandrasekar aus Koblenz vom Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz entwickelte Die Salzheizung, eine Alternative zu Gas-Heizungen, indem Salz als Energieträger verwendet wird. Ihre Idee wurde mit dem zweiten Platz der Nachwuchssonderpreise belohnt.

Start-up Sonderpreis

Auch kürzlich gegründete Unternehmen mit einer innovativen Idee werden im Rahmen des Ideenwettbewerbs geehrt. In diesem Jahr wurde der Start-up Sonderpreis von der TechnologieZentrum Koblenz GmbH, der EBERLE & WOLLWEBER Communications GmbH sowie der HENZGEN + SCHOMMER consult GmbH ausgelobt. Jan Heinemann, der ebenfalls Preisträger im landesweiten Entscheid ist, erhielt mit seiner Idee SnakE die Auszeichnung.

Über die Geldpreise hinaus erhalten die Preisträgerinnen und Preisträger professionelle Coaching- und Beratungsangebote zur möglichen Existenzgründung. „Denn die beste Idee bleibt fruchtlos, wenn sie an der Umsetzung scheitert. Marktstudien, Investorensuche, Prototypenbau – in der Realisierung einer Geschäftsidee steckt viel Know-how und harte Arbeit“, erklärte Raphael Dupierry von der Abteilung Transfer der Hochschule Koblenz, der den Ideenwettbewerb mitgegründet hat und leitet. Auch die nächste Bewerbungsrunde ab Mitte Oktober 2023 bis 29. Februar 2024 ermöglicht Unternehmen, Schülerinnen und Schülern, Studierenden und allen anderen Rheinland-Pfälzerinnen und Pfälzern, sich mit kreativen Ideen für innovative Produkte, neuartige Dienstleistungen und Verfahren zu beteiligen. Interessierte finden Informationen auf der Homepage unter www.ideenwettbewerb-rlp.de oder auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

Alle Preisträgerinnen, Preisträger und Fördernde. Foto: Nicole Bouillon Fotografie

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