Allgemeine Berichte | 14.05.2019

Erdgasumstellung: Erhebung startet im Westerwald

Wenn der Monteur klingelt

30.000 Haushalte erhalten im Lauf des Jahres Besuch von Monteuren – Ab 2021 werden die Bürger mit Gas aus Norwegen und Russland versorgt

Westerwaldkreis. Sämtliche Haushalte im Westerwald, die mit Erdgas versorgt werden und sich im Netzgebiet der Energienetze Mittelrhein (enm) befinden, bekommen in den nächsten Tagen und Wochen Besuch: Speziell geschulte Monteure werden im Auftrag der enm sämtliche Geräte erfassen, die mit Erdgas betrieben werden. Hintergrund ist die bevorstehende Umstellung der Erdgasqualität: Das bisherige L-Gas (L = low) mit niedrigem Brennwert wird durch H-Gas (H = high) mit höherem Brennwert ersetzt.

Diese Umstellung kommt nicht von ungefähr: Derzeit beliefert die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm) die Kunden in der Region mit sogenanntem L-Gas aus deutschen und niederländischen Vorkommen. Deren Vorräte gehen zur Neige, sodass künftig H-Gas durch die Leitungen strömen wird, das im Wesentlichen aus norwegischen und russischen Quellen stammt. Da dieses eine andere Zusammensetzung hat, sind bei den meisten Geräten bei Erdgaskunden Anpassungen notwendig.

„Die eigentliche Umstellung in unserem Gasnetz wird im Westerwald erst im Jahr 2021 durchgeführt. Da wir diese gewissenhaft vorbereiten, ist ein gewisser Vorlauf notwendig, weshalb wir schon zwei Jahre vorher alle betreffenden Geräte erfassen“, informiert Andreas Weiland, Fachbereichsleiter Netzstrategie und Projektleiter Erdgasumstellung bei der enm. Die beauftragten Erhebungsmonteure notieren sich alle wichtigen Details zu den Geräten. Das ist vor allem bei erdgasbetriebenen Heizungen wichtig: „Damit diese Anlagen mit der neuen Erdgasqualität zurechtkommen, müssen wir in der Regel eine Düse austauschen“, berichtet Andreas Weiland. Um diesen Austausch kümmern sich die Energienetze Mittelrhein. „Die Kunden müssen sich hier um nichts kümmern: Wir beschaffen die erforderlichen Ersatzteile und nehmen auch den Einbau vor“, stellt Sabine Gil-Roemer vom Gas- und Wärmeinstitut Essen (GWI) fest. Das GWI koordiniert im Auftrag der enm als Dienstleister die Anpassung der Endgeräte.

Viele Kunden aus dem Westerwaldkreis und teilweise aus dem Kreis Neuwied haben bereits Post erhalten, mit der sie auf die bevorstehende Umstellung informiert wurden. Andere werden in den nächsten Wochen und Monaten angeschrieben. „Da rund 30.000 Kunden im Westerwald betroffen sind, gehen wir hier gebietsweise vor“, so Andreas Weiland. Die Erfassung bei Groß- und Industriekunden ist bereits abgeschlossen. Mitte Mai beginnen die Erhebungsmonteure mit den Besuchen in den Verbandsgemeinden Puderbach, Dierdorf, Selters, Montabaur und Wirges. Bis Ende des Jahres soll die Erhebungsphase im Westerwaldkreis sowie im Kreis Neuwied in den VGs Puderbach und Dierdorf abgeschlossen sein. Die übrigen VGs im Kreis Neuwied, die zum enm-Netzgebiet gehören, sind dann im kommenden Jahr an der Reihe. Konkret sind dies die Verbandsgemeinden Linz, Bad Hönningen und Rengsdorf-Waldbreitbach.

Bei der Erhebung wird übrigens nicht nur der Ersatzteilbedarf, sondern auch der technische Zustand der Geräte ermittelt. Nur wenn dieser in Ordnung ist, kann auf H-Gas umgestellt werden. Sollten hier Mängel festgestellt werden, hinterlässt der Monteur eine Mängelkarte, die der Kunde dann bei einem Installateur seiner Wahl einreichen muss. Eine Mängelerhebung muss in diesem Fall auf eigene Kosten erfolgen. Die reinen Umstellungskosten hingegen werden über eine Umlage von allen Gasverbrauchern in Deutschland finanziert.

Wie enm-Sprecher Marcelo Peerenboom berichtet, sind bereits Fälle bekannt geworden, bei denen Betrüger versucht haben, sich unter dem Vorwand der Erdgasumstellung Zugang zu Häusern zu verschaffen: „Sie geben sich als Monteure aus und wollen am Ende nur etwas verkaufen.“ Peerenboom bittet daher die Bürger um Wachsamkeit. „Unsere Monteure tragen einen Dienstausweis bei sich und sind an der enm-Dienstkleidung zu erkennen. Wer sich unsicher ist, kann sich in unserem Erdgasbüro unter Tel. (02 61) 2 99 96 01 00 informieren“, erläutert der Pressesprecher.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.enm.de/Erdgasumstellung. Fragen können auch per E-Mail an erdgasumstellung@enm.de gerichtet werden.

Pressemitteilung der enm

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