Allgemeine Berichte | 13.04.2023

Klappern an der Kartagen in Erpel

Wenn die Glocken Milchbrei essen

Nachdem der Regen aufgehört hatte und sich sogar die Sonne ab und zu blicken ließ, wurden es von Runde zu Runde mehr Kinder.  Foto: Lea Warnke

Erpel. Wenn an Karfreitag und Karsamstag die Kirchenglocken nicht erklingen, dann wissen die Erpeler Kinder: „Sie fliegen nach Rom, um Milchbrei zu essen!“ Anderswo heißt es auch, dass sie dort den Segen des Papstes für das Osterfest abholen. Und während Osanna, Severinus, Maria und Donatus ihren Urlaub in Italien genießen, hört man stattdessen die Klapperkinder, die angeführt vom Junggesellenverein Erpel 1737 e.V., mit Klappern, Ratschen und Trommeln gerüstet durch den Ortskern ziehen und die Uhrzeit ansagen.

Insgesamt wurde freitags und samstags jeweils um 7 Uhr, um 9 Uhr und um 12 Uhr geklappert. Freitag wurde außerdem um 14.30 Uhr mit den Worten: „Zum zweiten Zeichen“ zur Messe gerufen. Diese fand um 15 Uhr statt. Ein gemeinsames Frühstück nach den 7 Uhr-Runden durfte natürlich auch nicht fehlen. Wie in jedem Jahr wurde dies in den Räumlichkeiten der Gaststätte Om Maat liebevoll für alle Klapperer vorbereitet.

Leider spielte am Karfreitag das Wetter nicht so mit, wie es sich die Mitglieder des Junggesellevereins gewünscht hätten. Aufgrund des anhaltenden Regens waren jeweils nur zwei bis fünf Kinder bei den Klappergängen dabei. Samstag sah das dann schon ganz anders aus. Nachdem der Regen aufgehört hatte und sich sogar die Sonne ab und zu blicken ließ, wurden es von Runde zu Runde mehr Kinder.

Vor der letzten Klapperrunde um 13.30 Uhr wurden bei den Anwohnern Süßigkeiten und auch ein bisschen Taschengeld für die fleißigen Kinder gesammelt. Alle Kinder konnten mit prall gefüllten Tüten nach Hause gehen.

Lea Warnke, Mitglied des Vorstandes JGV Erpel, ist insgesamt zufrieden: „Es ist einfach toll zu sehen, wie diese Jahrhunderte alte Tradition in der Jugend weiterlebt. Wir hatten im Verein Schichten mit jeweils drei Leuten eingeteilt und trotzdem gingen alle Junggesellen geschlossen mit Klappern. Für das nächste Jahr würden wir uns freuen, wenn uns noch ein paar mehr Kinder begleiten würden.“ Es sind alle Kinder und interessierte Erwachsene eingeladen, sich im nächsten Jahr anzuschließen.

Und auch wenn Ostern das höchste Fest der Christen ist und zur katholischen Messe gerufen wird, möchte der Junggesellenverein noch einmal betonen, dass jeder teilnehmen kann, der dies möchte. Die Klapperrundgänge starten jeweils vom Marktplatz in die Kölner Straße. Es geht durch das Neutor, zurück durch die Grabenstraße und am Schleidentor wieder runter zum Marktplatz. Nach einem Schlenker durch Markt- und Hündelsgasse ist der Weg auch schon geschafft.

Auch viele AnwohnerInnen aus Erpel freuen sich jedes Jahr wieder, die Klappern zu hören. Teilweise werden dabei Erinnerungen an die eigene Zeit als Erpeler Klapperkind wach.

Nachdem der Regen aufgehört hatte und sich sogar die Sonne ab und zu blicken ließ, wurden es von Runde zu Runde mehr Kinder. Foto: Lea Warnke

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