Erste Kranichzüge über dem Naturschutzgebiet "Feuchtgebiete im Nothbachtal"
Wenn die Kraniche ziehen ...
Rüber. „Wenn die Kraniche zieh`n …..“; und am Naturschutzgebiet (NSG) „Feuchtgebiete im Nothbachtal“ in der Nähe von Rüber rasten: Mitten im Maifeld, zwischen den Orten Rüber, Küttig und Gappenach, liegt das mehr als 27 Hektar große NSG „Feuchtgebiete im Nothbachtal“. Es handelt sich um eine Bachauenlandschaft mit den verschiedenen Biotoptypen (Auwälder, Bruchwälder, Schilfröhrichte, feuchte und trockene Hochstaudenfluren, Fließgewässer, dauerhafte und temporäre stehende Gewässer). Gezielte Biotoppflegemaßnahmen, wie z. B. die Beweidung durch karpatische Wasserbüffel, tragen dazu bei, das NSG als Lebensraum für geschützte Tierarten zu optimieren. Gut untersucht durch Mitarbeiter der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) Rheinland-Pfalz e. V. ist die Vogelfauna. Allen voran ist die Wasserralle zu nennen, die im feuchten Schilf-röhricht brütet. Daneben finden sich Schwarzkehlchen, Teichrohr-sänger, Sumpfrohrsänger und Rohrammer. Auf den umgebenden Feldern brüten Wachtel, Schafstelze, und Grauammer. In den Pappeln und Weiden haben Beutelmeise und Pirol ihren Lebensraum. Für die Vogelwelt ist das NSG mit den umliegenden Ackerflächen auch für den Durchzug und die Überwinterung von Wichtigkeit. Kiebitze und andere Schnepfenvögel, Kraniche sowie Rohr-, Korn- und Wiesenweihe halten sich dort auf. Bei den Frühjahrs- und Herbstzügen gehen regelmäßig Kraniche zur Nächtigung nieder. Die ersten Herbstzüge wurden in diesem Jahr am 14. Oktober 2020 beobachtet. Wir alle können und müssen unseren Beitrag zum Schutz solcher Lebensräume leisten. Respekt vor den Lebewesen und Maßnahmen zur Bewahrung der Schöpfung stehen dabei an oberster Stelle. Dazu gehört auch, dass wir Störungen durch Mensch (z. B. verbotener Autoverkehr) und Hunde unbedingt vermeiden, damit die Pflanzen- und Tierwelt sich weiterhin positiv entwickelt.
