Allgemeine Berichte | 04.05.2020

IHK-Vorschläge in der Corona-Krise:

Wer Hygienevorgaben erfüllt, soll öffnen dürfen

Koblenz. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz appelliert, gemeinsam mit den anderen IHKs in Rheinland-Pfalz, an die Landesregierung, sich für faire und einheitliche Lockerungen der wirtschaftlichen Beschränkungen einzusetzen – in dem Rahmen, den der Gesundheitsschutz zulässt.

Statt die Wiederaufnahme des Betriebs nur für ausgewählte Branchen zuzulassen, fordert Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz: „Alle Unternehmen, die die Hygienevorgaben nach den geltenden Anforderungen für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter erfüllen, sollen wieder öffnen dürfen. Branchen- oder flächenbezogene Einzelschritte helfen nicht weiter. Hygienevorgaben sollten das alleinige Öffnungskriterium sein.“

Für alle noch geschlossenen Betriebe, insbesondere jene aus der Hotellerie- und Gastronomiebranche sowie die vielen Betriebe der Reise- und Freizeitbranche, werde die Ungewissheit immer mehr zur existenziellen Bedrohung. Momentan können die Unternehmen nicht einmal abschätzen, wann und wie es weitergehen soll. Dazu braucht es einen klaren Zeitplan und feste Hygienestandards, damit sich die Unternehmen auf den Öffnungsplan vorbereiten können.

„Wir als IHK wollen den Unternehmen in unserer Region als Ansprechpartner in dieser schwierigen Zeit zur Seite stehen. Seit der Öffnung unserer Corona-Hotline vor zwei Monaten haben wir fast 7.000 Anrufern weiterhelfen können“, fasst Rössel zusammen.

Großes Entlastungspotenzial sieht die IHK Koblenz im Bürokratieabbau, etwa durch das Digitalisieren von Verwaltungsleistungen, damit zum Beispiel Anträge einfacher gestellt und schneller genehmigt werden können. Planverfahren könnten beschleunigt werden, wenn Beschlüsse im Umlaufverfahren zugelassen würden. Sonntagsöffnungen im Handel, einfache Anträge für Sonn- und Feiertagsarbeit oder der Verzicht auf das Erhöhen von Steuern und Abgaben, wären ebenfalls pragmatische Lösungen, die kurzfristig allen Unternehmen zugutekommen. Weitere konkrete Maßnahmen finden sich in dem Positionspapier der vier rheinland-pfälzischen IHKs: https://bit.ly/2ShGnoZ.

Pressemitteilung

Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz

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