Allgemeine Berichte | 14.08.2017

Fontäne im Sayner Schlosspark sprudelt wieder

Werner Dietz – ein Mann der Tat kümmert sich

Was lange währt wird endlich gut - Das Ergebnis war die Mühe wert

V.l.n.r.: SPD-Vorsitzender Peter Kirst, Beigeordneter Bernhard Wiemer, Peter zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Bürgermeister Kessler, Werner Dietz und Manfred Dietz.

Bendorf-Sayn. Für die Bendorfer und Besucher aus aller Welt war die Fontäne im Weiher des Sayner Schlossparks seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ein attraktiver Blickfang. Vor drei Jahren musste sie wegen irreparabler Schäden an der Pumpe und der Steuerungselektronik außer Betrieb genommen werden. Für den Weiterbetrieb wäre eine kostspielige Neuinstallation der gesamten Anlage notwendig geworden, das Vorhaben scheiterte allerdings an dieser Kostenfrage. Der Sayner Schlosspark befindet sich zwar im Besitz der Fürstenfamilie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, wurde von dieser jedoch bereits vor Jahrzehnten langfristig kostenfrei an die Stadt Bendorf verpachtet, um den Bürgern der Stadt und ihren Besuchern jederzeit die Nutzung des Parkgeländes anbieten zu können. Im Gegenzug übernahm die Stadt Bendorf die Unterhaltung und Instandsetzung der Parkanlage und hätte somit auch die Kosten für Installation und Betrieb einer neuen Pumpenanlage übernehmen müssen, die Kosten hierfür wurden auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Da die städtischen Kassen bekannterweise chronisch leer sind, blieb die notwendige Investition in eine neue Pumpenanlage für den Weiher aber aus. Auch eine Forderung an die Stadt von Peter Kirst, dem Vorsitzenden der SPD Sayn, Haushaltsmittel für den Austausch der Pumpe bereitzustellen, hatte wegen der prekären Haushaltslage keinen Erfolg.

Somit hätten die Parkbesucher wohl noch lange auf den Anblick der sprudelnden Fontäne verzichten müssen, gäbe es da nicht einen Sayner Bürger, der sich beherzt dieser Sache angenommen hat. Werner Dietz, Mitglied der CDU-Fraktion im Stadtrat und ein Mann der Tat hat schon viele Vorhaben in Bendorf und den Stadtteilen ehrenamtlich gestemmt und den Bürgern damit Steuergelder erspart. Getreu nach seinem gelebten Motto „net schwätze, mache“ ließ ihm auch die Situation im Schlossweiher keine Ruhe, tatkräftig und intensiv suchte er nach einer geeigneten Lösung des Problems und hat diese auch gefunden.

Werner Dietz im Gespräch mit BLICK aktuell: „Ich habe mir im Vorfeld überlegt, wie man den Kosteneinsatz für die Installation einer neuen Pumpenanlage reduzieren kann. Mein Sohn ist Elektromeister und Schaltschrankbauer, er hat seine ehrenamtliche Mitwirkung angeboten und Material zur Verfügung gestellt, deshalb konnten die Kosten für die Steuerungsanlage und den Schaltschrank schon auf rund 600 Euro reduziert werden. Den Betrag hat mir die Kirmesgesellschaft Sayn aus ihren Einnahmen von der letzten Kirchweih für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Im Vorfeld hat schließlich die freiwillige Feuerwehr bei einer Übung das verschlammte Rohrsystem im Weiher freigeblasen, sodass dem Einbau einer Pumpe nichts mehr im Wege stand. Ich habe alsdann meine Beziehungen spielen lassen und konnte mit Rabatten den Preis der Pumpe von den ursprünglich veranschlagten 6.000 Euro auf die Hälfte senken. Um diese Summe realisieren zu können habe ich einige Sponsoren gefunden, die mit ihren Spenden den Kauf der Pumpe möglich gemacht haben. Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang ganz herzlich unter anderen bei der Sparkasse Koblenz, dem Ortsvereinsring Sayn, der Werbegemeinschaft „Aktiv Sayn“ und der Schloss Apotheke für einen großen Teil der Geldspenden. Auch einige Bürger haben privat spontan gespendet, so beispielsweise die Bendorfer Sopranistin Edeltrud Kahn und Frau Rita Emde. Weiterhin habe ich bei den notwendigen Erd- und Verlegearbeiten tätige Unterstützung von Fachfirmen wie der Firma Falk und Brandschutz Stein erhalten, daneben standen mir ebenfalls Verwaltungsmitarbeiter zur Seite. So war es möglich, in relativ kurzer Zeit die Sanierung der Fontäne und die Erneuerung der Pumpentechnik durchzuführen. Das ganze Projekt hat die Stadt und damit den Bürger nichts gekostet, alle Kosten und Arbeitsleistungen wurden privat erbracht.“

Bei einer kleinen Einweihungsfeier der neuen Fontäne im Schlosspark Sayn bedankten sich Bendorfs Bürgermeister Michael Kessler und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn bei allen Unterstützern. Beide würdigten das Engagement und die Initiative von Werner Dietz und seinem Sohn Manfred, die maßgeblich dazu beigetragen haben, den Menschen in Bendorf und den Touristen etwas zurückzugeben, was lange Zeit nicht mehr da war.

Die Fontäne hat einen Wasserdurchlauf von 38 m³ pro Stunde und steigt bis zu 16 Meter in die Höhe. Als Nebeneffekt wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert und so der Algenbildung entgegengewirkt, dabei verbraucht die 75 Kilogramm schwere Pumpe dank der neuen Technik weniger Energie als das alte Modell. Im Sommer ist das Wasserspiel mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr und bei besonderen Anlässen wie dem Burgen- und Parkfest am ersten Wochenende im September zu sehen. Im Winter wird die Fontäne abgestellt.

Bürgermeister Kessler und der Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn starten die Fontäne. GM

Bürgermeister Kessler und der Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn starten die Fontäne. Fotos: GM

Die Fontäne im Weiher des Schlossparks sprudelt wieder.

Die Fontäne im Weiher des Schlossparks sprudelt wieder.

Aktiv Sayn spendete den Erlös aus demEntenrennen für den Kauf der Pumpe.

Aktiv Sayn spendete den Erlös aus dem Entenrennen für den Kauf der Pumpe.

V.l.n.r.: SPD-Vorsitzender Peter Kirst, Beigeordneter Bernhard Wiemer, Peter zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Bürgermeister Kessler, Werner Dietz und Manfred Dietz.

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