Allgemeine Berichte | 03.01.2022

Die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Werte, die Krisen überstehen

Flutgeschädigte Ahrtal-Jugendherberge erfährt überwältigende Solidarität

Kreis Ahrweiler. Es war bereits das 2. Jahr in Folge, in dem Beherbergungsbetriebe aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Lockdowns vorübergehend schließen mussten. So hieß es auch 2021 für die Jugendherbergen in Rheinland Pfalz und im Saarland ganze fünf Monate ohne Gäste durchzuhalten. „Das ist nicht nur wirtschaftlich belastend, es geht generell an die Substanz und sorgt für jede Menge Verunsicherung“, so Vorstandsvorsitzender Jacob Geditz. Die erfreuliche Nachricht: Trotz dieser massiven Beeinträchtigungen konnten die Jugendherbergen im zurückliegenden Jahr immerhin 409.938 Übernachtungen verbuchen.

Anteilsmäßig handelt es sich bei diesen Gästen zu 53,8 Prozent um Familien. Dies zeigt einmal mehr, welchen Stellenwert das Konzept Jugendherberge auch und gerade während der Coronakrise für Eltern und Kinder aller Altersstufen hat.

Gute Aussichten für 2022

So zeigt auch der Trend für 2022, dass die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland bei vielen Gästen ganz oben rangieren. Hier liegen Stand Dezember 2021 bereits 612.246 Übernachtungsbuchungen vor. Dabei ist ein Faktor ganz besonders erfreulich, zeigt er doch „es geht wieder los“: Fast die Hälfte der Buchungen, sprich 302.227 und damit 49,4 Prozent, entfallen auf Klassenfahrten. Vor dem Hintergrund, dass Klassenfahrten in den letzten zwei Jahren nahezu überall ausfallen mussten, ist dies ein positives Zeichen – haben diese doch einen immensen Stellenwert im schulischen Alltag und sind wichtiger Bestandteil zur Stärkung der Klassengemeinschaft und des sozialen Miteinanders.

Flutkatastrophe im Ahrtal

Sie war nach Umbau und Modernisierung gerade erst neu eröffnet worden, dann kam die Flut. Die Ahrtal-Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler erlebte Mitte Juli 2021 einen absoluten Albtraum und wurde durch die Flutkatastrophe schwer beschädigt. Sieht man sich die Vorher-Nachher-Fotos auf der Website der Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland an, ist kaum vorstellbar, dass die Betroffenen trotz dieser Belastungsprobe zum einen nicht aufgegeben haben und zum anderen bereits fünf Monate nach der Katastrophe wieder Gäste empfangen konnten. Zu verdanken ist dies vor allem der unglaublichen Solidarität und Unterstützung beim Wiederaufbau.

Pläne schmieden

Aufgeben war für die Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland zu keiner Zeit eine Option. Keine Frage also, dass hinter den Kulissen bereits Pläne für die Zukunft geschmiedet werden. So will man etwa verstärkt die Programmangebote für Familien, Klassenfahrten und Gruppen weiterentwickeln. Und natürlich die 42 Jugendherbergen sukzessive weiter modernisieren und sanieren. Mittelfristig soll dies an den Standorten Bad Ems, Idar-Oberstein, Traben-Trarbach und Mainz geschehen. Bereits im Gange sind die Modernisierungen in den Jugendherbergen Bollendorf und Daun, deren Fertigstellung bis Mitte 2022 geplant ist.

Vorstandsvorsitzender Jacob Geditz hat in den vergangenen Monaten vor allem eines immer wieder zum Ausdruck gebracht: „Wir lassen uns nicht unterkriegen und sind trotz aller Widrigkeiten und Einschränkungen hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass wir bald zur Normalität zurückfinden. Und wir haben etwas Wichtiges gelernt – nämlich dass die Treue und Menschlichkeit unserer Mitarbeitenden, Gäste und Partner genau das ist, was uns als Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz und im Saarland auch in Krisen durchhalten lässt. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal wurde die Jugendherberge Bad Neuenahr-Ahrweiler schwer beschädigt. Es entstand ein Schaden von 3.2 Mio Euro. Jetzt fünf Monate nach Katastrophe kann die Jugendherberge wieder Gäste beherbergen. Pressemitteilung

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