Ausrichtung auf optimiertes Wanderwegenetz aufgrund fehlender Helfer
Westerwaldverein Rennerod reorganisiert sich
Rennerod. Bei der Mitgliederversammlung in der Westerwaldhalle standen neben der Neuwahl des Vorstands vor allem die Zukunft des Wanderwegenetzes und die aus der Altersstruktur des Vereins resultierende personelle Situation im Fokus.
Aus Gründen des demografischen Wandels werde der Verein sich künftig stärker auf Wanderwege konzentrieren, deren Pflege dauerhaft gewährleistet werden könnte, so der Erste Vorsitzende Bernhard Tischbein.
Tischbein erklärte, dass das Wegenetz aufgrund altersbedingter Ausfälle bei Helfern und Freiwilligen einer Neuorganisation bedürfe.
Neben den Wegen des Dachverbands soll insbesondere der sogenannte Kölner Weg erhalten bleiben, der komplett vom Zweigverein Köln gepflegt wird. Auch der Wanderweg der von Obernhof über Montabaur und über die Westerwälder Seenplatte bis nach Stein-Neukirch führt (der Adolf-Weiss/Hui-Wäller-Weg), wird ebenfalls weiterhin unterhalten werden. Tischbein warb zugleich um Unterstützung: Der Verein suche dringend Helfer. Die personellen Schwierigkeiten seien allerdings kein Einzelfall, sondern beträfen auch andere Vereine in der Region. Eine stärkere Kooperation mit Vereinen aus der Region sei deswegen sinnvoll.
Tischbein verlieh zudem das Deutsche Wanderabzeichen in Bronze an Martina Buettner, in Silber an Wolfgang Diehl und in Gold an Marika Klein, Karin Johannes, Klaus Henrich, Ingolf Neeb, Heinz-Peter Lindemann und Egon Regneri. Über die Arbeit im Bereich Natur- und Umweltschutz berichtete Umweltwart Alfons Giebeler. Laut Giebeler sei ein gemeinsames Treffen des Vereins mit Vertretern von Umweltverbänden konstruktiv verlaufen. Besprochen wurden unter anderem die Kartierung besonders hochwertiger Grünlandflächen, die Problematik invasiver Pflanzenarten und des Wolfs, sowie forstliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, die Nutztierhaltung, die Aushagerung von Böden sowie Tierseuchen.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer Egon Regneri und Peter Müller wurde dem Vorstand eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Die anschließende Entlastung erfolgte ohne Gegenstimme bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder. Bei den Neuwahlen wurde Bernhard Tischbein als Vorsitzender bestätigt. Das Amt des zweiten Vorsitzenden übernimmt erneut Raimund Scharwart, Stadtbürgermeister von Rennerod. Peter Rohe blieb Schatzmeister, Ingolf Neeb Wanderwart, Hans-Werner Schütz Fahrradwanderwart, Alfons Giebeler Umweltwart und Rainer Neeb Schriftführer. Peter Rohde übernimmt erneut die Archivarbeit. Als Beisitzer wurden Klaus Lang und Andreas Schmidt gewählt. Die Kassenprüfung übernehmen künftig Peter Müller und Egon Regneri.
Scharwart würdigte in seinem Grußwort der Stadt Rennerod die kontinuierliche Präsenz des Westerwaldvereins bei Veranstaltungen und Aktivitäten anderer Vereine. Was den Verein wie den Westerwälder im Allgemeinen auszeichne, sei, dass er die Gemeinschaft lebe und hochhalte. Er dankte Tischbein für dessen Engagement und kündigte eine Spende der Stadt an. Im Namen von Verbandsgemeindebürgermeister Gerrit Müller überbrachte Alfons Giebeler Grüße. Er hob die enge Verbindung zwischen Verwaltung und Verein hervor und betonte, dass es niemanden gebe, der die Heimat so gut vertrete wie der Westerwaldverein.