Expertenegebnisse werden beim nächsten MonStammtisch vorgestellt
Wie aktiv ist der Laacher See?
Neuwied. Das Monrepos Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution lädt alle Interessierten zu seinem nächsten MonStammtisch ein. Das Thema der Veranstaltung lautet diesmal „Eifelvulkanismus - Wie aktiv ist die Laacher See Region?“.
Der Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor etwa 13.079 Jahren gilt als einer der größten in Europa und als eine der stärksten Eruptionen in der Geschichte der Menschheit. Die Spuren der damaligen Aschewolke erstrecken sich sogar bis nach Skandinavien, Russland und Norditalien.
In den letzten zehn Jahren wurde die seismische Überwachung der Laacher See Region so stark ausgebaut, dass nun auch Erschütterungen gemessen werden können, die nur durch den Aufstieg von Flüssigkeiten entstehen. Dabei besteht der Verdacht, dass neben CO2-Gasen auch neues Magma aus dem Erdmantel aufsteigt, was man beispielsweise im Laacher See als blubbernde Blasen beobachten kann. In Medien wurde bereits spekuliert, dass dadurch die Magmakammer unter dem Laacher See wieder angefüllt wird. Um diese Vermutung genauer zu untersuchen, führt das in Potsdam ansässige Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) noch bis Ende August ein seismisches Experiment durch.
Im Rahmen des MonStammtischs am 1. September wird der Experte Prof. Dr. Torsten Dahm vom GFZ über die Ergebnisse des Experiments sowie über die aktuellen Erkenntnisse zur Ursache der Flüssigkeitsaufstiege und der möglichen Eruptionswahrscheinlichkeit in der Laacher See Region berichten.
Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro pro Person und beinhaltet kleine Snacks (ohne Getränke). Weitere Informationen und Anmeldungen sind telefonisch unter der Nummer (0 26 31) 97 72-0 oder per E-Mail an monrepos@leiza.de möglich. Weitere Informationen finden sich auch auf der Webseite monrepos.leiza.de und auf Facebook unter facebook.com/paleomonrepos. BA
