Allgemeine Berichte | 07.12.2016

Medikamentenhilfe für die III.Welt e.V. Wachtberg-Pech

Wie kann man helfen?

Bedürftige Patienten in Armuts- oder Krisengebieten mit Medikamenten versorgen

Der Verein Medikamentenhilfe ermöglicht die Behandlung von bedürftigen Menschen.privat

Wachtberg-Pech. Der von einem Pecher Freundeskreis vor 35 Jahren gegründete, als gemeinnützig anerkannte Verein „Medikamentenhilfe für die III. Welt e.V.“ hat sich die Aufgabe gestellt, bedürftige Patienten in Armuts- oder Krisengebieten mit Medikamenten zu versorgen. Ohne diese Hilfe blieben diese Patienten in der Regel medizinisch - auch in Krankenhäusern - unbehandelt. In jüngster Zeit wurde an den Vorstand des Vereins, (Vorsitzender Dr. Walter Schmidt und Schatzmeisterin Christa von Düsterlho) häufig die Frage herangetragen: „Können wir Ihnen unverbrauchte Medikamente bringen, die Sie dann in die III. Welt schicken können?“ Die Antwort lautet: „Das ist aus mehreren Gründen leider nicht möglich.“ Angebrochene Packungen dürfen ohnehin nicht weiter verwendet werden. Auch das Verschicken von original verpackten und unversehrten Medikamenten ist nicht sinnvoll, denn:

1. in Deutschland häufig verschriebene Arzneimittel werden in Entwicklungsländern nur selten gebraucht,

2. der Versand ist meist teurer (Luftweg, Zoll etc.) als der Erwerb vor Ort,

3. in Entwicklungsländern werden aus Effizienz- und Kostengründen z.T. Medikamente verordnet, die bei uns nicht mehr zugelassen, aber noch hochwirksam sind (z.B. Leukomycin),

4. Medikamente, die privat verschickt werden, verschwinden häufig in „dunklen Kanälen“ (Korruption), ehe sie die Adresse (Krankenstation) erreichen, oder bleiben am Zoll liegen, bis sie verfallen sind.

Während früher der Verein mangels Einkaufsmöglichkeiten in den betroffenen Regionen preisgünstige Medikamente vorwiegend über die gemeinnützige Gesellschaft Action Medeor in Tönisvorst besorgte und über diese Gesellschaft auch an die Vertrauenspersonen vor Ort versenden ließ, veranlasst er in letzter Zeit den Ankauf von Medikamenten über Groß- bzw. Zentralapotheken in der jeweiligen Region. Der Verein überweist demgemäß die Spendengelder an die Vertrauensleute vor Ort.

Diese weisen durch detaillierte Medikamentenlisten und Quittungen nach, welche und zu welchem Preis, Arzneimittel mit Hilfe der Spenden gekauft wurden. Da auch keine Verwaltungskosten anfallen, ist somit gewährleistet, dass jeder Cent, den der Verein sammelt und spendet, bei den Bedürftigen 1:1 ankommt. Dem Verein ist bewusst, dass seine Spenden nur Tropfen auf den heißen Stein sind; er weiß aber auch, dass dadurch so manches Leben gerettet oder zumindest wieder lebenswert werden kann. Gerade erreichte den Verein wieder ein Dankesbrief von Nordsamar/Philippinen, das immer wieder durch Taifune heimgesucht wird. Dort unterstützt der Verein eine von einer Bonnerin geleitete Krankenstation. In dem Brief heißt es u.a.: „Die Patientenzahlen nehmen ständig zu. Die Leute kommen mittlerweile von der ganzen Insel und auch von den benachbarten, sodass der Bedarf an Medikamenten stetig steigt. Falls jemand die Arbeit des Vereins und die Bedürftigen unterstützen möchte, stehen bei Rückfragen und Auskünften der Vorsitzende, Dr. Walter Schmidt, unter Tel. (02 28) 32 56 90, und die Schatzmeisterin, Christa von Düsterlho, unter E-Mail von.duesterlho@t-online.de gerne zur Verfügung. Oder spenden Sie direkt an: „Medikamentenhilfe für die III. Welt e.V.“, Konto Nr. 101207013 BLZ 37069805 Volksbank Wachtberg e.G., IBAN DE94 3706 9805 0101 2070 13, BIC GENODED1WVI. Selbstverständlich erhalten die Spender eine Spendenbescheinigung, wenn Name und Adresse angegeben sind.

Der Verein Medikamentenhilfe ermöglicht die Behandlung von bedürftigen Menschen.Foto: privat

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