Allgemeine Berichte | 18.06.2013

Projektwoche der Katholischen Grundschule Merzbach

Wie lebte man im Mittelalter?

Auf einem Mittelalterfest darf eine Burg selbstverständlich nicht fehlen. Privat

Merzbach. Unter dem Motto „Im Mittelalter“ stand die Projektwoche der Katholischen Grundschule Merzbach. Insgesamt 16 verschiedene Aktivitäten rund um das Mittelalter wurden den Kindern geboten. Unterstützt wurden die Lehrer dabei von Ehemaligen und Eltern, die eigene tolle Projekte durchgeführt haben. So wurden z.B. Armbänder und Halsketten aus Fimo oder Amulette aus Ton hergestellt. Die Jungen konnten sich entsprechend der damaligen Zeit einen Ritterhelm basteln und die Mädchen gestalteten einen Burgfräuleinhut. Um den Kindern nahe zu bringen, wie die Freizeitgestaltung im Mittelalter aussah, durften sie Spiele ausprobieren und auch selbst herstellen, u.a. bastelten sie einen „Schnurrer“, bauten Windräder, traten im Tauziehen gegeneinander an und ritzten Mühlespielfelder in Schieferplatten und benutzten kleine Steine als Spielfiguren. Geschrieben wurde früher mit Feder und Tinte, auch das konnten die Kinder ausprobieren. Portemonnaies gab es damals noch nicht! Mit handwerklichem Geschick sägten die Kinder Äste in kleine Scheiben, schmirgelten diese glatt, bohrten Löcher hinein, zogen ein Lederband dadurch und konnten so ihre selbst hergestellten Lederbeutel damit verschließen.

Theaterbegeisterte Kinder fanden sich zusammen, um eine Rittergeschichte zu erfinden und sie als Schattentheater aufzuführen. „Die Schlacht im Land der 1000 Vulkane“ wurde am Tag der Präsentation gleich zweimal aufgeführt und mit viel Applaus belohnt. Rittersleute lebten damals natürlich auf Ritterburgen und die Kinder ließen es sich nicht nehmen, Modelle von Ritterburgen zu bauen. Im Vorfeld wurden fleißig Kartons, Pappe, Klopapierrollen und vieles mehr gesammelt und der Fantasie und Kreativität der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. Von hohen Mauern, über Kerker und Wachtürme wurde an jedes Detail gedacht. Da Ritter bei Kräften bleiben mussten, wurden sie mit Wappenkeksen, Rittersalat, Gemüselanzen, Knappen-Met und Drachenblutbowle versorgt. Interessant waren auch die Handwerkerberufe aus dem Mittelalter. Zunftwappen der einzelnen Handwerke wurden den Kindern veranschaulicht und von ihnen auf Leinwand gemalt. Weiterhin lernten die Kinder Körbe zu flechten, Wolle zu spinnen und zu färben und sie durften sogar Kleiderhaken schmieden. In glühenden Kohlen wurde das Eisen erhitzt und anschließend mit Hammer und Amboss bearbeitet. Wer eine Pause von seinem Projekt brauchte, konnte sich in der Betreuung Rittergeschichten vorlesen lassen und dabei malen. Um für das richtige Flair zu sorgen, wurde der Schulhof ins Mittelalter versetzt: eine „Ritterburg to go“ wurde aufgebaut und von echten Rittern bewacht. Ritterrüstungen waren nicht nur zum Angucken da, sondern konnten von den Kindern angezogen werden. Gemalte Wappen, hergestellte Wolle und geschmiedete Kleiderhaken wurden ausgestellt. Die Spiele aus dem Mittelalter fanden großen Anklang und die Modelle der Ritterburgen wurden in einem Klassenraum ausgestellt. Vom Förderverein mit Kaffee und Kuchen versorgt, konnten sich die Eltern die Werke ihrer Kinder anschauen, Spiele ausprobieren, sich im Körbeflechten versuchen und verlebten so einen schönen Nachmittag im Mittelalter.

Auch das Handwerk im Mittelalter wurde thematisiert.

Auch das Handwerk im Mittelalter wurde thematisiert.

Auf einem Mittelalterfest darf eine Burg selbstverständlich nicht fehlen. Fotos: Privat

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