Allgemeine Berichte | 16.06.2020

Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn

Wieder ein Fall sexualisierter Gewalt hohen Ausmaßes in NRW

Beratungsstellen fordern eine langfristige Strategie und flächendeckende Prävention

Bonn. Lüdge, Bergisch Gladbach, Münster: die Fälle von systematischem, langjährigem Kindesmissbrauch, verbunden mit dem Vertrieb von Missbrauchsdarstellungen im Internet sorgen für Erschütterung und Fassungslosigkeit. Der Innenminister von NRW spricht davon, dass die Gesellschaft zu lange weggeschaut und das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder nicht ernst genommen habe. Beratungsstellen, Kinderschutz- und Opferschutzorganisationen thematisieren jedoch seit vierzig Jahren das Ausmaß sexualisierter Gewalt. Sie haben bereits seit den 90er Jahren auf die Herstellung und Verbreitung von Bildern und Filmaufnahmen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche hingewiesen. Die heutigen Formen und Möglichkeiten digitaler Gewalt in ihren vielfältigen Ausprägungen haben das Problem der sexualisierten Gewalt mit der Intention digitaler Darstellung und Vermarktung erheblich verschärft. Die Verbreitungswege durch digitale Medien sind immens. Der Bedarf an Personal, Ressourcen und Know How im Bereich der Hilfe und Beratung wie auch der Strafverfolgung ist hoch. Es geht jedoch nicht nur um die Erhöhung von Strafmaßen. Um sexualisierter Gewalt effektiv zu begegnen, braucht es ein multiprofessionelles und langfristiges Vorgehen.

Sexualisierte Gewalt ist vielfältig und die Täter*innen sind den Kindern in ca. 75 Prozent der Fälle bekannt. Nur ein Teil ist in der sexuellen Präferenz auf Kinder fixiert. Bei sexualisierter Gewalt geht es in erster Linie um Abhängigkeitsverhältnisse. Es gibt organisierte Strukturen, es gibt aber leider auch den großen Bereich der sexualisierten Gewalt gegen Kinder in Familien, im sozialen Nahraum und in institutionellen Kontexten.

„Die Etablierung, Verpflichtung und strukturelle Absicherung von Schutzkonzepten, Präventionsmaßnahmen und die flächendeckende Finanzierung und personelle Ausstattung der Hilfestrukturen sind ebenso wie eine effektive Strafverfolgung wichtige und unverzichtbare Säulen einer langfristigen Strategie gegen sexualisierte Gewalt an Kindern. Dazu gibt es auch in NRW noch viel zu tun“ so Geschäftsführerin der Beratungsstelle und Sprecherin des Landesverbandes autonomer Frauen-Notrufe NRW e.V., Conny Schulte.

Kinder brauchen kindgerechte Informationen über sexualisierte Gewalt, die Hilfe vermitteln und sie brauchen informierte Erwachsene in Institutionen. Dazu wurde in Bonn vor zehn Jahren das Kooperationsprojekt Prävention mit dem Programm „Mein Körper gehört mir“ etabliert. Nähere Informationen gibt es im beiliegenden Flyer und auf der Homepage der Beratungsstelle: www.beratung-bonn.de.

Pressemitteilung

Beratungsstelle gegen

sexualisierte Gewalt Bonn

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund ums Haus
Stellenanzeige Reinigungskraft
Stellenanzeige Reinigungskraft
Werksverkauf
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Verkaufsstart KuK
Anzeige 12 Stunden Nürburgring
Empfohlene Artikel
Mitten in der Altstadt von Koblenz, dort wo Touristen und Einheimische gerne stehen bleiben, steht er: der Schängelbrunnen.
14

Koblenz. Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Mit dem 1. Juli 2026 endete eine prägende Ära am St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach.
38

Andernach. Nach vielen Jahren engagierter und vorausschauender Arbeit verabschiedete sich Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn in den Ruhestand. Sie hinterlässt einen modernen Gesundheitscampus, der wirtschaftlich solide aufgestellt ist und sich den Herausforderungen eines sich tiefgreifend wandelnden Gesundheitswesens mit einer klaren Zukunftsstrategie stellt. Lesen Sie den kompletten Artikel im BLICK aktuell-RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Bahnübergang in Heppingen.  Foto: ROB
7502

Der Bahnübergang in Heppingen wird gesperrt

Ab 29.06.: Vollsperrung in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn wird der Bahnübergang an der Martinusstraße erneuert. Die technischen Anlagen werden modernisiert und an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst.

Weiterlesen

Die Bonner Straße am Ortsausgang Richtung Grafschaft und Kirchdaun.  Foto: ROB
3410

Bauarbeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Sperrung der Bonner Straße

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Gimmigen. Wegen einer Störungsbeseitigung im Stromnetz muss die Fahrbahn der Bonner Straße in der Ortsdurchfahrt Gimmigen im Kreuzungsbereich Kapellenstraße für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Maßnahme beginnt aufgrund der Ferien am Montag, 29. Juni, und soll innerhalb einer Woche abgeschlossen werden.

Weiterlesen